Bruntál
Bruntál (deutsch Freudenthal) ist eine Bezirksstadt mit 17.631 Einwohnern (2005) im Nordosten der Tschechischen_Republik und gehört zum Mährisch-Schlesischen Bezirk (Moravskoslezský kraj ? bis 31. Dezember 2002 Nordmährischer Kreis/Severomoravský kraj). Sie liegt am östlichen Teil des Altvatergebirges und im Tal des ?erný potok.
Geschichte
Bruntál wurde im Jahre 1213 gegründet und ist die älteste Gemeinde mit Stadtrechten in den tschechischen Ländern. Über Jahrhunderte war der Bergbau, vor allem der Abbau von Edelmetallen, sehr bedeutend für Stadt und Region ? der Bergmann im Stadtwappen weist auf diese Zeit hin. Der historische Stadtkern einschließlich des Schlosses_Bruntál wurde zur Denkmalzone erklärt. Zu den bekannten Denkmälern gehört die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, das Gabrielhaus, die Piaristische Kirche der Maria Trösterin mit Kloster, das Gesellschaftshaus, die Kapelle St. Michael, die Meldner-Villa und die Evangelische Kirche.
Bis zur Vertreibung aufgrund der Bene?-Dekrete in den Jahren 1945 und 1946 war Freudenthal überwiegend von Deutschen bewohnt.
Am 1. Dezember 1930 hatte die Stadt Freudenthal 9676 Einwohner, am 17. Mai 1939 10.128 und am 22. Mai 1947 6348 Einwohner.
Image:Bruntál kostel Panny Marie Pomocné 1.jpg/'>Pfarrkirche
Maria Himmelfahrt
Image:Bruntál kostel Panny Marie Pomocné 2.jpg|Pfarrkirche
Maria Himmelfahrt
Image:Bruntál - Stausee Slezsk Harta.jpg|Stausee Slezská Harta / Schlesisch Hartau
Image:Schloss_Bruntal.jpg|Schloss Bruntál
Trotz einer Anzahl von ökologischen Problemen, die die Folgen unüberlegter Eingriffe in die Natur sind, gehört die Region Bruntál mit ihren Naturschönheiten zum Wertvollsten und Gesündesten, was Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler.
Die urbanistische Gliederung Bruntáls ist die Voraussetzung für die Ausnutzung des hiesigen Potenzials der produktiven Bevölkerung. Nach Februar 1948 kam es zu einer schrittweisen Abschaffung von Betrieben mit örtlicher Bedeutung ? Mühlen, Sägewerke, Schlachthöfe, Bierbrauereien, kleine Wasserkraftwerke, Kleingewerbe u. ä.. Die unüberlegten Einschränkungen betrafen auch die traditionelle Textilindustrie.
In den siebziger und achtziger Jahren entstanden neue Industrieobjekte: ein Hydrometallurgiebetrieb, eine Kunststoffpresserei, Zentralwerkstätten, CSAO, ?SAD und andere. Im Bezirk wurde eines der größten Staatsgüter in der Republik geschaffen. Nach November 1989 kam es zum Vorteil der Dienstleistungen, Geschäfte und der Handwerksproduktion zu Änderungen in der Konzeption der Entwicklungstrends der Stadt.
Es formierte sich eine mittlere Unternehmerschicht, die dieses Gebiet völlig privatisierte. Die größten Änderungen sind an den Ergebnissen der Tätigkeit der neu gegründeten Baufirmen erkennbar. In kurzer Zeit wurden viele Objekte rekonstruiert, die zum Stolz der Stadt werden: die hussitische Kirche, die Gebäude der Berufsschule, die Kommerzbank und weitere.
Politik
Bürgermeister
Bruntáls Bürgermeister seit Ende 2006 ist Ing. Leos Gregovský (ODS). 1. Stellvertreter ist Dr. Vilém Urbis (SNK), 2. Stellvertreter ist der bisherige Bürgermeister Stanislav Navratil.
Sehenswürdigkeiten
Im Südwesten der Stadt überragt der Köhlerberg, der Kegelrest eines erloschenen Vulkans (674 m) mit einer weithin sichtbaren Wallfahrts-Kirche ?Maria Hilf?. Zu ihr führt eine fast zweihundert Jahre alte vierreihige Lindenallee.
Stadtgliederung
Ortsteile
* Bruntál (Freudenthal)
* Karlovec (Karlsberg)
* Kunov (Kunau)
Katastralgebiete
* Bruntál-m?sto (Freudenthal-Stadt)
* Karlovec (Karlsberg)
Städtepartnerschaften
Büdingen, Deutschland
Opole, Polen
Castellerano, Italien
?túrovo, Slowakei
Plung?, Litauen
Söhne und Töchter der Stadt
Joseph Franz Krones (* 7. April 1797; ? 1. Juni 1832), Schauspieler
Bruno Hanns Wittek (* 15. Februar 1895; ? 27. Januar 1935 in Troppau), Lyriker, Erzähler, Dichter
Wolfgang Niesner (* 18. Dezember 1925; ? 23. April 1994 in München), Graphiker
Hertha Scholz-Peschke (* 8. Mai 1929), Kunstschaffende
Wolfgang Peter Woseipka (* 29. August 1939), Bildender Künstler
Iva Bittová (* 1958), Musikerin und Schauspielerin
Weblinks
• Offizielle Homepage der Stadt
• Homepage des Heimatkreis Freudenthal/Altvater e. V.

