Bruno Kastner
Bruno Kastner (30. Januar 1890 in Forst (Lausitz), ? 30. Juni 1932 in Bad Kreuznach), geboren als Bruno Richard Otto Kastner war einer der beliebtesten deutschen Schauspieler seiner Zeit.Leben
Bruno Kastner wurde 1890 als Sohn eines Steuereinnehmers in Forst geboren. Nach dem Gymnasium in Fürstenwalde Ging Kastner zum Militär, wo er wegen Dienstuntauglichkeit nur 17 Tage blieb. Anschließend nahm er Schauspielunterricht bei dem Schauspieler Paul Biensfeldt in Berlin, wurde darauf vom Stadttheater Harzburg engagiert. Nach einiger Zeit auf Wanderbühnen wirkte Kastner ab 1911 bis 1921 als Chorsänger und Schauspieler an Meinhard-und Bernauer-Biihnen in Berlin.
Aufstieg
Der Ausbruch des Ersten_Weltkriegs brachte für den dienstuntauglichen Kastner den Durchbruch im Film. Wie alle kampftauglichen Männer wurden auch Schauspieler zum Kriegsdienst herangezogen, wodurch Darsteller zu einer raren Mangelware wurden.
1914 wurde Bruno Kastner vom dänischen Regisseur Urban Gad entdeckt, der ihm im Lustspiel Engelein, und dem Nachfolger Engeleins Hochzeit eine Rolle an der Seite von Asta Nielsen gab. Der junge, gutaussehende, und mit einem gewinnenden Lächeln ausgestattete Kastner wurde rasch zum Frauenschwarm, dem von der Post Liebesbriefe seiner weiblichen Fans in Wäschekörben zugestellt wurden. Das männliche Publikum fand weniger schmeichelhafte Bezeichnungen wie Kleiderbügel, und löste eine rege Diskussion über Kastner in Zeitungen und Filmzeitschriften aus.
1918 heiratete Kastner die Schauspielerin Ida Wüst, mit der auch gemeinsam vor der Kamera stand und Drehbücher verfasste.
1921 wurde Bruno Kastner zum besten Schauspieler Deutschlands gewählt, und im Jahr darauf gründete er eine eigene Filmfirma, mit der er sich noch besser in Szene setzen konnte.
Abstieg
Mitte der 1920er begann der Stern des schönen Bruno zu sinken. Der Tonfilm machte es dem durch einem Sprachfehler stark beeinträchtigten Schauspieler schwer seine Fans zu halten. Hinzu kam, daß ihm durch das fortschreitende Alter die Rollen als junger und verführerischer Dandy, mit denen er sein weibliches Publikum besonders begeistert hatte, versagt blieben.
Nachdem Bruno Kastner 1924 einen schweren Motorradunfall in Lugano hatte, von dem er sich nie wieder ganz erholte, und mit seiner schwindenden Popularität zu kämpfen hatte, setzte er am 30. Juni 1932 in einem Hotelzimmer in Bad Kreuznach mit nur 42 Jahren seinem Leben ein Ende durch Erhängen.
Filme
Weblinks
*
• Portrait auf filmportal.de
• Bruno Kastner bei www.steffi-line.de

