Bruno Goller
Bruno Goller (5. November 1901 in Gummersbach; ? 29. Januar 1998 in Düsseldorf) war ein deutscher Maler.Goller begann bereits als Jugendlicher mit der Malerei. Seine Motivwahl war zeitlebens beeinflusst durch den Hutmacherladen seiner Mutter, so dass Schaufenster, Dekorationen und ähnliches zu den bevorzugten Themen seiner Bilderwelt gehören. Ab 1927 gehörte er zu den Künstlergruppen "Das Junge Rheinland" und zum Kreis um "Mutter Ey". Während der Zeit des Nationalsozialismus lebte er weitgehend in der Inneren Emigration. 1943 wurde sein Atelier durch eine Bombe zerstört und damit ein großer Teil seines Frühwerkes. Von 1949 bis 1964 war Goller Professor an der Staatlichen_Kunstakademie_Düsseldorf und nahm u.a. 1959 an der documenta II in Kassel teil. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so den Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, die Berufung in die Akademie der Künste, Berlin und 1967 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Bei allen Würdigungen steht im Vordergrund, dass Goller einen sehr eigenständigen Stil geschaffen hat, der zwischen Jugendstil, Expressionismus und Surrealismus angesiedelt ist. Zahlreiche Ausstellungen zeigen den Maler Bruno Goller, der zu den bedeutendsten, aber in der Öffentlichkeit weniger bekannten deutschen Malern zählt. Seinen Nachlass verwaltet sein Biograph Dr. Volker Kahmen und das Bruno Goller-Archiv in Köln. Seit 1989 existiert in Gollers Heimatstadt Gummersbach das städtische Kulturzentrum (Bruno Goller-Haus), das von Martin Kuchejda geleitet wird.
Werke
* 1955: Viele Bilder, Öl auf Leinwand, Museum Ludwig in Köln
Ausstellungen
* 1959: documenta 2, Kassel
* 1969: Kunsthalle Düsseldorf
* 1986: Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
* 1999: Galerie Clara Maria Sels, Düsseldorf: "Die Zerbrechlichkeit des Seins"
* 2001: Galerie Remmert und Barth, Düsseldorf
* 2002: Kunstmuseum Winterthur
Bruno-Goller-Haus, Gummersbach (Dauerausstellung)
Schüler
Konrad Klapheck
Wolfgang Niederhagen
Blinky Palermo
Literatur
* Volker Kahmen: Bruno Goller. Bonn: Ed. Bahnhof Rolandseck 1981. ISBN 3-923304-00-5
* Bruno Goller: Bilder, Zeichnungen. Ausstellung zum 90. Geburtstag. Bahnhof Rolandseck. Katalog Mitarb.: Walburga Krupp, Gregor Laschen. Rolandseck 1991. ISBN 3-927473-08-1
* Bruno Goller - Retrospektive zum hundertsten Geburtstag. Publikation anlässlich der Ausstellungen von Bruno Goller in den Museen Haus Lange und Haus Esters, Krefeld und dem Kunstmuseum Winterthur ; Ausstellungsdaten Museen Haus Lange und Haus Esters, Krefeld, 25. Nov. 2001 - 3. März 2002 ; Kunstmuseum Winterthur, 23. März - 16. Juni 2002. Hrsg.: Martin Hentschel. Bielefeld: Kerber 2001. ISBN 3-933040-78-7
Weblinks
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