Brunnenkur
Bei einer Brunnenkur, auch Trinkkur genannt, wird Wasser aus Heilquellen zu therapeutischen Zwecken regelmäßig über einen längeren Zeitraum getrunken. Diese Form der Kur wurde bis ins 20. Jahrhundert hinein bei zahlreichen Krankheiten verordnet und war die in deutschen Kurorten am häufigsten praktizierte Kurform. Auch heute ist sie teilweise noch Bestandteil einer Kur, hat jedoch deutlich an Bedeutung verloren. Im 19. Jahrhundert war auch die Milchkur als eine spezielle Form der Trinkkur sehr populär.Geschichte
Eingeführt wurden die Brunnenkuren im 16. Jahrhundert. Über den böhmischen Kurort Franzensbad schrieb Caspar Brusch 1542: Es handelte sich dabei um den Egerbrunnen, später Franzensquelle genannt.
In dieser Zeit wurden u. a. Wandelhallen.
Literatur
* Vladimir Krizek: Kulturgeschichte des Heilbades, Stuttgart, Verlag Kohlhammer, 1990
* Horst Prignitz: Wasserkur und Badelust, Leipzig 1986

