Pölfing-Brunn
Bevölkerungsstruktur
Die Gemeinde hatte laut Volkszählung 2001 1.785 Einwohner. 97,2 % der Bevölkerung besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 93,9 % der Einwohner, 3,9 % sind ohne religiöses Bekenntnis.
Bevölkerungsentwicklung
Die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Pölfing-Brunn ist ein Spiegel der bewegten Bergbau-Vergangenheit der Gemeinde. So verdoppelte sich die Bevölkerung zwischen 1869 und 1880 auf Grund der neuerschlossenen Gruben, und sank zwischen 1890 und 1900 um 40%, nachdem Gruben in Brunn geschlossen worden waren. Zwischen 1910 und 1971 stieg die Bevölkerungszahl wieder beinahe kontinuierlich an. Seitdem sinkt die Bevölkerung der Gemeinde jedoch von Jahr zu Jahr.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Ein Zeuge für den ehemaligen Kohlebergbau in der Gemeinde ist mit dem Bergbauschaustollen Pölfing-Brunn 1988 zugänglich gemacht worden. Hier wurden unter Mithilfe von pensionierten Bergleuten, Marktgemeinde und Kulturverein in den Kellergewölben der ehemaligen Werksschule ein Kohlebergbau nachgebildet. Hinzu kommen zahlreichen Exponaten aus der Geschichte des Bergbaus. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Pfarrkirche Maria Königin. Die am 1. und 2. Juli 1961 geweiht wurde. Die Kirchenfenster stammen von Albert Pirkle.
Wirtschaft und Infrastruktur
Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gibt es 66 Arbeitsstätten mit 394 Beschäftigten in der Gemeinde sowie 558 Auspendler und 239 Einpendler. Wichtigste Branchen sind der Handel, das Bauwesen und die Sachgüterproduktion. Es gibt 46 land- und fortwirtschaftliche Betriebe (davon 20 im Haupterwerb), die zusammen 540 ha bewirtschaften (1999).
Die Verkehrserschließung erfolgt über L 605 (Pölfing Brunnerstraße) und die Sulmtalbahn.
Politik
Gemeinderat
Die Politik der Gemeinde Pölfing-Brunn wird stark von der SPÖ dominiert. Lag die Partei 2000 noch bei 48,94 % und damit knapp unterhalb der absoluten Stimmenmehrheit, so erreichte die SPÖ bei den Gemeinderatswahlen 2005 mit einem plus von 23,33 % einen Stimmanteil von 72,27 % und damit die Zweidrittelmehrheit. Die SPÖ Gewann dadurch drei Mandate von der ÖVP, die von 44,43% auf 27,73% schrumpfte. Die FPÖ und die Namensliste Friedrich Baumrucker, die 2000 den Einzug in den Gemeinderat nicht erreicht hatten, traten 2005 nicht mehr an.
Wappen
Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte am 1. September 1974, wobei das Wappenschild der Gemeinde Pölfing-Brunn zweigeteilt ist. Im oberen Wappenbereich sind drei blaue Wellenpfähle auf silbernem Grund dargestellt, der untere Wappenbereich ist von den gekreuzten, silbernen Bergwerkszeichen "Schlägel_und_Eisen" auf schwarzem Grund geprägt.
Die Wellenpfähle der oberen Wappenhälfte symbolisieren dabei die drei Katastralgemeinden, die von der Sulm durchflossen werden. Des Weiteren symbolisieren sie das Wasser im Allgemeinen sowie den Namen Brunn. Die Bergwerkszeichen "Schlägel und Eisen" stehen wiederum für die enge Verbindung zum Bergbau, wobei die schwarze Grundfarbe die Kohle symbolisiert.
Literatur
* Radimsky, Ingeborg: Die Bergarbeitercolonie von Pölfing Brunn 1871 - 1900. Dipl.-Arb., Graz 1998
* Wozonig, Erich (Hrsg.): Pölfing-Brunn. Ortsgeschichte. Pölfing-Brunn 1984
Weblinks
• Tourismusverband Südliche Weststeiermark
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