Brucker Lache
Das Waldgebiet Brucker Lache befindet sich in der Stadt Erlangen östlich des Stadtteils Bruck und nördlich von Tennenlohe. Ein Teil des Gebietes (76 ha) wurde bereits 1964 als erstes Naturschutzgebiet in Mittelfranken ausgewiesen.
Geschichte
Obwohl das Feuchtgebiet nördlich von der Erlanger Stadtteils Tennenlohe bereits früh als schützenswert eingestuft wurde, plante man bis Ende der 1960er Jahre umfangreiche Baumaßnahmen wie Straßen und Wohnsiedlungen in dem Areal. Erst das aufkommende Umweltbewusstsein Anfang der 1990er Jahre stoppte die bereits begonnene Bebauung an der heutigen Waldgrenze. 1978 wurde ein 30 ha großes Teil des Naturschutzgebietes als Waldreservat ausgewiesen. In diesem besonders schützenswertem Teil haben sich aufgrund von wasserundurchlässigen Ton- und Lehmschichten Sümpfe und Moore sowie der für diese Biotope charakteristische Erlen-Eschen-Wald (Bruchwald) gebildet.
Um den empfindlichen Wasserhaushalt dieses Biotops und damit das Naturschutzgebiet selbst langfristig zu sichern, wurde 1984 das Naturschutzgebiet um weitere 110 ha vergrößert und ein Jahr später die gesamte Brucker Lache zum Bannwald ernannt.
Quer durch das Naturschutzgebiet verläuft der gerade Franzosenweg, der 1820 im Rahmen der bayrischen Landvermessung angelegt wurde, um eine direkte Sichtverbindung zwischen den Türmen der Tennenloher Kirche und der Hugenottenkirche zu erhalten. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Sicht auf die Kirchtürme zu beiden Seiten verbaut.
Am südlichen Rand des Naturschutzgebietes befindet sich das Walderlebniszentrum Tennenlohe, eines von fünf Walderlebniszentren der Bayerischen Forstverwaltung.
Galerie
Bild:BL3.jpg|Der Franzosenweg führt quer durch das NSG
Bild:BL4.jpg|Der Kern der Brucker Lache steht unter Naturschutz
Bild:BL5.jpg|Der Mühlgraben entspringt in der Brucker Lache und fließt in die Regnitz
Weblinks
• Walderlebniszentrum Tennenlohe

