Bruchhauser Steine
Die Bruchhauser Steine sind eine ?vierköpfige? Felsformation bei Olsberg im Hochsauerlandkreis.
Die vier großen Felsen aus Porphyr befinden sich etwa 500 m östlich des Stadtteils Bruchhausen am Nordwesthang des Istenberges, dessen hoher Gipfel etwa 500 m entfernt ist. Dort ragen sie über dem Tal des Fluchtburg, welche auch als Kult- und Ritualstätte diente und die älteste ihrer Art in Westfalen ist.
Das Gebiet rund um die Bruchhauser Steine steht als Bodendenkmal unter Naturschutz und wird von einer eigenen Stiftung betreut. Am zugehörigen Informationszentrum führt der Rothaarsteig vorbei. Als Klettergebiet sind die Bruchhauser Steine seit 1989 ganzjährig gesperrt.
Besondere floristische Bedeutung haben die Felsen für ganz Nordwestdeutschland durch die Alpengänsekresse Arabis alpina, die als Eiszeitrelikt gilt und hier ein Vorkommen weit außerhalb der Hauptverbreitung hat.
Weitere Besonderheiten sind die Habichtskräuter Hieracium onosmoides und Hieracium schmidtii.
Die Moos- und Flechtenflora weist ebenfalls einige große Seltenheiten auf.
In den Wiesen unterhalb der Felsen befindet sich das einzige Vorkommen des Gefalteten Frauenmantels Alchemilla plicata in NRW.
Der Wanderfalke hat an den Steinen das einzige Brutvorkommen in NRW an einem Naturfelsen.
Erst durch die Sperrung der Felsen konnten diese Seltenheiten vor dem Aussterben gerettet werden.
Vom Gipfel des Feldstein, der fußläufig erreicht werden kann, hat man eine gute Aussicht über das Tal des Gierskoppbachs. Außerdem blickt man in Richtung Norden unter anderen bis hinüber zum Teutoburger Wald.
Weblinks
• Stiftung Bruchhauser Steine
• Weitere Beschreibungen zu den Bruchhauser Steinen

