Mühlberg/Elbe
Mühlberg Schmalkaldischen_Krieges kam es am 24. April 1547 in der Nähe von Mühlberg zur entscheidenden Schlacht, die als Schlacht bei Mühlberg in die Geschichtsbücher einging.1815 ging Mühlberg als Ergebnis des Wiener_Kongresses zusammen mit anderen sächsischen Gebieten an Preußen und wurde Teil des neu gegründeten Landkreises_Liebenwerda. 1853 führte eine Elbbegradigung dazu, daß Mühlberg nicht mehr unmittelbar an der Elbe liegt. Ein erhalten gebliebener Elbarm wurde 1883 zum Hafen ausgebaut. Von September 1945 bis November 1948 wurde in Mühlberg das Speziallager Nr. 1 Mühlberg des NKWD betrieben, in dem von insgesamt 22000 Menschen etwa 7000 an Hunger und Folgekrankheiten verstarben und in Massengräbern in der Nähe eines nördlich gelegenen Schießstandes ruhen. Als nach der Wiedervereinigung die Grenzen der neuen Bundesländer festgelegt wurden, wurde Mühlberg brandenburgisch. 1992 wurde Mühlberg in die Arbeitsgemeinschaft ?Städte mit historischen Stadtkernen? des Landes Brandenburg aufgenommen.
Ortsteil Altenau
1234 erstmals erwähnt als Althena und Alzona. Zu deuten ist der Name als al te na (All zu nah). Der Ort lag an einem alten Elbarm, und war von Überschwemmungen bedroht.Die Ortsnamen des Kreises Bad Liebenwerda Emilia Crome, Akademie-Verlag Berlin, 1968 1243 gehen 7 Hufen durch Kauf in den Besitz des Klosters in Mühlberg über. 1273 erwarb das Kloster das Dorf Althena und den Wald Grunehyde vom Markgrafen Heinrich für 25 Mark in Silber. Nach der Auflösung des Stifts in Mühlberg wurde Altenau Amtsdorf. 1550 werden 11 besessene Männer und 22 Hufen erwähnt. Im dreißigjährigem Krieg (1637) wurde der Ort von den Schweden geplündert, 1650 gab es nur noch 4 wüste Güter. Einwohnerentwicklung: 1816 = 92, 1910 = 157 Geschichte des Kreises LiebenwerdaGeschichten der Territorien und Kreise der Provinz Sachsen, Band 1: Geschichte des Kreises_Liebenwerda, Heinrich Nebelsieck
Ortsteil Brottewitz
Der Ort hat heute etwa 400 Einwohner. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1230 als Brotewicz. Der Name deutet auf die Pflanze Rubia Tinctorium hin welcher hier vermutlich einst wuchs. 1872/73 wurde die Zuckerfabrik Actien Zuckerfabrik Mühlberg a. E. errichtet. 1990 übernahm die Südzucker AG das Werk. Das Werk hat eine Verarbeitungskapazität von 6.000 Tonnen Rüben täglich. Märkische Oderzeitung, 24. August 2006, S. 9
Ortsteil Koßdorf
Koßdorf hat etwa 900 Einwohner. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1234 als Costendorp. Der Name des Ortes geht auf den slawischen Personennamen Kosten zurück. 1912 wurde eine Holländerwindmühle errichtet. 1980 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt und ist weiterhin in Betrieb, heute allerdings elektrisch. 1937 schlossen sich die bis dahin selbständigen Ortschaften Lehndorf, Wenzendorf und Koßdorf'' zusammen. Märkische Oderzeitung, 23. August 2006, S. 11
Kultur und Sehenswürdigkeiten
• Marienstern/'>Zisterzienser Nonnenkloster Marienstern]
*Propstei: 1531 mit Maßwerktreppengiebeln erbaut, mit mittelalterlichen Wand- und Deckenmalereien. Die Propstei beherbergt seit 1926 das Stadtmuseum und wurde anfangs der 1990er Jahre restauriert.
*Villa Güldenstern: 1898-1900 als Wohn- und Verwaltungsgebäude des Wasserburg erwähnt; 1545 (nach einem Stadtbrand) unter Herzog_Moritz als Jagdschloss wiederaufgebaut. Die Wassergräben wurden anfangs des 19. Jahrhunderts trockengelegt.
*Historischer Stadtkern
*40t-Gierseilfähre über die Elbe
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Mühlberg ist über die Bundesstraße 182 zu erreichen. Als Übergang über die Elbe gibt es eine Gierseilfähre.
Der 1998 stillgelegte Binnenhafen soll ausgebaut werden, ebenfalls soll eine Brücke über die Elbe entstehen. Den Anstoß hatte ein Windanlagenbauer gegeben: Durch den Ausbau des Mühlberger Hafens könnten dort große Mengen von Windradflügeln umgeschlagen und über den Wasserweg in Richtung Nordsee transportiert werden, andere Firmen interessieren sich auch bereits für die Verschiffung von Gütern in Mühlberg. Die Idee eines Elbe-Oder-Kanals von Mühlberg über Elsterwerda, Lauchhammer, Großräschen, Welzow, Cottbus, Jänschwalde nach Eisenhüttenstadt ist nicht erst mit den Windanlagen entstanden.
Bilder
Bild:Muehlberg_Elbe_Kirche_Rathaus.JPG|Kirche und Rathaus
Bild:Mühlberg_Propstei.jpg|Propstei
Bild:Mühlberg_Villa_Güldenstern.jpg|Villa Güldenstern
Bild:Mühlberg_Schloss.jpg|Schloss
Einzelnachweise
Weblinks
• Offizielle Homepage der Stadt
• Marienkloster

