Brother Records
Brother Records ist ein amerikanisches Plattenlabel. Es wurde 1966 von der US-Band "The Beach Boys" gegründet. Diesen Schritt hatte die Band gesetzt, da ihr kreativer Kopf Brian Wilson eine Plattform haben sollte, mit der er seine musikalischen Experimente veröffentlichen konnte. Den Vorsitz dieses Plattenlabels übernahm 1966 David Enderle.1967 vertrieben die Beach Boys mit "Heroes & Villains" ihre erste Single unter ihrer Plattenfirma. Ab diesem Zeitpunkt suchten sie nach Bands, die einzelne Mitglieder der Beach Boys produzieren und über ihre Plattenfirma unter Vertrag nehmen konnten. Die Redwoods waren auf der Wunschliste ganz oben und sollten von Brian Wilson persönlich produziert werden, es kam allerdings nie zu einem Vertragsabschluss (die Redwoods benannten sich einige Zeit später in Three Dog Night um und machten eine Weltkarriere). Die einzige Band die es schaffte, einen Vertrag bei Brother Records zu bekommen, war die südafrikanische Band "The Flame" die Carl Wilson produzierte!
Ab den 1970er Jahren beschlossen die Beach Boys, ihre gesamte Musik über ihre eigene Plattenfirma zu vertreiben. Sie nutzten bereits etablierte Plattenfirmen als Vertriebspartner. Darunter waren unter anderen Reprise/Warner Bros., Caribou Records und EMI. Jack Rieley wurde zu diesem Zeitpunkt zum neuen Vorsitzenden bestellt. 1972 eröffneten sie ein Büro in Amsterdam, das als Europazentrale diente.
Ende der 70er Jahre wurde Beach Boys Mitglied Alan Jardine Präsident von Brother Records. Diese Position hat er heute noch inne.
1992 wurde das letzte Beach Boys Studio-Album Summer In Paradise über Brother Records vertrieben.
Anfang des neuen Jahrtausends brachten die Beach Boys mehrere Compilations über ihre Plattenfirma heraus, wie etwa "The Best of the Brothers Years". 2003 veröffentlichten sie über ihren Eigenverlag die DVD "Live in Knebleworth"

