British Airways
British Airways oder kurz BA ist die größte Oneworld Allianz. Sitz der Airline und zugleich ihr wichtigstes Luftfahrtdrehkreuz ist London-Heathrow. British Airways betreibt eine der weltgrößten Flotten von Boeing 747 und Boeing 777.
Geschichte
Gründung
Die Geschichte von British Airways beginnt mit der Fusion von Instone, Handley Page, Daimler Airways und British Air Marine Navigation zu Imperial Airways am 31. März 1924, die Interkontinentalflüge anbot. 1935 schlossen sich vier britische Fluglinien, die einen Flugdienst innerhalb Europas anboten, zu British Airways zusammen. Aufgrund eines vom Parlament erlassenen Gesetzes wurden Imperial Airways und British Airways 1939 verstaatlicht und zur BOAC verschmolzen. Im August 1946 wurde der innereuropäische Flugverkehr unter dem Namen British European Airways (BEA) aus dem Konzern ausgegliedert. Ein Helikopterflugdienst namens British Airways Helicopters wurde 1964 gegründet, zu seinen Aufgaben gehörte auch die Seenotrettung.
Die BEA gründete Anfang 1969 die BEA Airtours, später British Airtours, die Charter- und Reiseflüge anbot.
Am 31. Oktober 1970 kaufte BEA Cambrian Airways sowie BKS/Northeast, um sich weitere regionale Transportstrecken zu sichern. Am 1. September 1972 wurden BOAC und BEA zur heutigen British Airways verschmolzen, der erste Auftritt unter dem neuen Namen erfolgte am 1. April 1974.
1990er
1992 gründete BA die Tochtergesellschaft Deutsche BA um auf dem deutschen Markt stärker in Erscheinung zu treten. Da diese jedoch keine Gewinne erbrachte wurde sie am 2. Juni 2003 an die Intro Verwaltungsgesellschaft verkauft.
Seit Anfang der 1990er hatte British Airways zudem, wie andere ehemals staatliche Fluggesellschaften, mit einer zunehmenden Konkurrenz an Billigfluggesellschaften zu leben. Dennoch war British Airways im Rezessionsjahr 1992 die weltweit einzige internationale Airline, die keinen Verlust machte. Im Gegensatz zu den europäischen Hauptkonkurrenten Lufthansa und Air France erkannte BA bereits in den 1990er Jahren das Problem und begann ihr Konzept zu überarbeiten. Durch die starke Konkurrenz von Easyjet und Ryanair auf innereuropäischen Strecken begann ein Teilrückzug von diesen Verbindungen und eine Verstärkung des Interkontinentalverkehrs, insbesondere nach Süd-Ost-Asien und Nordamerika.
Entwicklung seit 2000
Unter anderem bedingt durch den Teilrückzug vom innereuropäischen Markt konnte die irische Ryanair 2003 erstmals behaupten, auf Verbindungen zwischen Großbritannien und Kontinentaleuropa mehr Passagiere als British Airways befördert zu haben. BA versuchte dieser Entwicklung mit der 2002 gegründeten Tochtergesellschaft BA Citiexpress entgegenzutreten. Da diese jedoch rote Zahlen schrieb, wurde sie im Januar 2006 in BA Connect umbenannt und neu positioniert. BA bot nun Flüge ab 25 GBP an, von allen britischen Flughäfen mit Ausnahme der Londoner Flughäfen. Am 1. März 2007 wurde die weiterhin verlustbringende Tochtergesellschaft jedoch schließlich an den englischen Low-Cost-Carrier Flybe verkauft. Ausgenommen hiervon sind die Routen vom Londoner City_Airport, die unter dem neuen Namen BA Cityflyer weiterbetrieben werden sollen.
Am 24. Oktober 2003 stellte BA als letzte Airline den Betrieb der Concorde ein. Infolge des Absturzes einer Concorde der Air France bei Paris im Juli 2000 und den Terroranschlägen_des_11._September_2001 konnten die Betriebskosten nicht mehr gedeckt werden. Hinzu kam die Entscheidung des Luftfahrtkonzerns EADS, die Kosten für die Ersatzteile drastisch zu erhöhen.
2006 wurde British Airways von Skytrax als beste Fluggesellschaft der Welt ausgezeichnet und verdrängte damit Cathay Pacific vom ersten Platz.
Im selben Jahr löste die Fluglinie eine Kontroverse aus, als sie der koptisch-orthodoxen Angestellten Nadia Eweida in Uniform das sichtbare Tragen eines etwa zwei Zentimeter großen Kreuzanhängers untersagte, jedoch Angehörigen der Sikh das Tragen von Turbanen sowie bei weiblichen Muslimen Kopftücher erlaubte. Die Fluglinie teilte zu dieser Differenzierung mit, dass Kreuze nicht offen getragen werden müssten, um die christliche Religion auszuleben, während Turbane und Kopftücher nicht verborgen werden könnten. Bei anderen Fluggesellschaften, beispielsweise Bmi, bestehen bereits seit längerer Zeit vergleichbare Regelungen. In Deutschland kritisierte insbesondere die CSU diese Entscheidung. Der Abgeordnete Johannes Singhammer forderte als Reaktion sogar einen Boykott der Fluglinie.[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,442876,00.html Spiegel Online 16. Oktober 2006] Inzwischen hat das Unternehmen eingelenkt und das Kreuzverbot wieder abgeschafft. Premierminister Tony Blair riet dem BA-Vorstandsvorsitzenden Martin Broughton zum Nachgeben. Das geistliche Oberhaupt der anglikanischen_Kirche, der Erzbischof von Canterbury Rowan Williams, deutete an, dass seine Kirche ihre bei BA investierten 15 Millionen Euro abziehen könnte, wenn das Unternehmen nicht einlenke. Kath.net: [http://www.kath.net/detail.php?id=15763 British Airways lenkt ein: Kreuzverbot gestrichen] 22. Januar 2007
Im November 2006 kam ebenfalls ein Fall von Männerdiskriminierung heraus, dass gemäß der Richtlinie der British Airways erwachsene Männer "aus Kinderschutzgründen" (engl. Child-Welfare-Program) nicht neben Kindern ohne Begleitung sitzen dürfen. Umsitzungswünsche an Männer werden ohne Angaben von Gründen durch das Flugpersonal herangetragen, in dem konkret bekannt gewordenen Fall wurde ein Abflug bis zur räumlichen Trennung verweigert. In offiziellen Stellungsnahmen wurde seitens British Airways mitgeteilt, dass es als verantwortungsvolle Fluggesellschaft die Pflicht sei, Kinder von Männern zu trennen.
• deutsche Webpräsenz der British Airwayshy:?????????? ???????????

