Royal Air Force
Anmerkungen
1. Der Hitler aufgegeben werden mussten. Das bedeutete einen entscheidenden Wendepunkt im 2._Weltkrieg.
Ab dem Sommer 1942 flogen alliierte Bomberflotten kontinuierlich schwere Angriffe gegen deutsche und italienische Städte und Industrieanlagen (siehe dazu auch den Artikel Luftkrieg). Die Verteidigung des deutschen Luftraumes schien zunächst schwierig, aber möglich. Die RAF flog in dieser Zeit zumeist Nachtangriffe und gezielte Bombardements auf die Infrastruktur und Rüstungsindustrie. Ab Sommer 1943 begannen geschlossene US-Bomberverbände zusammen mit der RAF unter ihrem Oberkommandierenden Sir Arthur Harris Flächenbombardements durchzuführen. Die Bomberflotten der RAF waren nun bis zu 1.000 Flugzeuge stark, viele davon schwere viermotorige Bomber. Die deutsche Luftabwehr war deutlich unterlegen. Die RAF und die US_Army_Air_Forces stimmten ihre Bombardements untereinander ab. Bis Kriegsende wurden nun gezielt Flächenbombardements auf Wohngebiete deutscher Großstädte geflogen, bei denen Brand- und Phosphorbomben gezielt dazu eingesetzt wurden, große Brände zu entfachen, um eine möglichst großflächige und vollständige Zerstörung zu erreichen. Solche Luftangriffe wurden u. a. auf Dresden, Hamburg, Berlin, Frankfurt und Köln geflogen. Das Ziel dieser Aktion sollte es sein, den Widerstandswillen der deutschen Bevölkerung zu brechen.
Ob diese Art der Kriegführung ethisch vertretbar und überhaupt notwendig war, ist umstritten; dass diese Angriffe eine ungeheure menschliche Tragödie waren und unvorstellbares Leid gebracht haben, ist unstrittig.
Auch lassen die - allerdings nicht international ratifizierten - Haager Luftkriegsregeln sowie die Auslegung einiger Artikel der Haager Landkriegsordnung eine Bewertung dieser unterschiedslosen Flächenbombardements als völkerrechtswidrig zu. In diese Bewertung muss jedoch auch einfließen, dass "der eigentliche Beginn des strategischen Luftkrieges gegen die Zivilbevölkerung [...] sicher die deutschen Angriffe auf London und Coventry 1940 [darstellen]" [http://www.uni-salzburg.at/irk/pages/dresd-vortr.html], auch wenn die deutschen Angriffe nie die Größenordnung der alliierten Flächenbombardements der letzten Kriegsjahre erreichten.
1945 bis 2000
Nach dem Krieg blieben Einheiten der RAF teilweise jahrzehntelang in Nordwestdeutschland stationiert. Hinzu kam RAF Gatow in Berlin. Zuletzt schloss die RAF Germany Anfang der 90er Jahre die Stationen RAF Gütersloh und RAF Wildenrath, später dann RAF Laarbruch und zuletzt 2002 RAF Brüggen.
Im Koreakrieg spielte die RAF nur eine untergeordnete Rolle. Erst in der Suezkrise 1956 wurde die RAF von Zypern und Malta aus in umfangreichen Operationen eingesetzt.
1968 wurden Verwaltung und Strukturen der RAF, die seit 1936 Bestand hatten, reformiert. Die bedeutendste Änderung war die Schaffung des "Strike Command" in High Wycombe. Diese Kommandozentrale koordinierte nun gemeinsam Bomber und Jagdflugzeuge, die zuvor verschiedenen Institutionen der RAF unterstellt waren.
1971 wurde die RAF im Zuge der Truppenverkleinerung aus dem südasiatischen Raum abgezogen. Wenig später folgte der Abzug aus dem arabischen Raum.
Der folgende größere Konflikt, in den die RAF gezogen wurde, war der Falklandkrieg 1982. Neben den Patrouilleneinsätzen über dem Atlantik wurden vor allem Hubschrauber und Kampfflieger von den Flugzeugträgern der Royal Navy eingesetzt. Zusätzlich flogen im Rahmen der Operation Black Buck Vulcan_Bomber von Ascension im Atlantik etliche Einsätze gegen die argentinischen Truppen.
Im Zweiten_Golfkrieg 1991 wurden 100 RAF-Kampfflugzeuge, Bomber und Hubschrauber eingesetzt. Zum ersten Mal konnte die RAF dabei zielgesteuerte Munition einsetzen. Die RAF kam auch im Kosovo 1999 zum Einsatz, in der die präzisionsgesteuerte Munition standardmäßig verwendet wurde.
2000 bis heute
Die RAF war erneut im Afghanistankrieg 2001 beteiligt. Sie stellte dort vor allem Aufklärungsflugzeuge bereit. Im dritten_Golfkrieg 2003 gegen den Irak kamen, wie schon 12 Jahre zuvor, über 100 Flugzeuge und Hubschrauber zum Einsatz. Während des Krieges verlor die RAF lediglich ein Flugzeug. Ein Tornado GR4 wurde bei der Rückkehr von einem Einsatz versehentlich durch eine amerikanische Patriot-Rakete abgeschossen.
Von Dezember 2004 bis Januar 2005 setzte die RAF etwa 20 Transport- und Aeromedflugzeuge zur Katastrophenhilfe nach der Flut in Süd-Asien ein. Der Einsatz umfasste sowohl Hilfslieferungen wie auch das Ausfliegen von Touristen und Verletzten.
Zukunftspläne
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts steht das Schritthalten mit der technischen Ausrüstung der US-Air_Force ganz oben auf der Agenda. Hierbei stehen die Briten den US-Amerikanern in nichts nach, so dass die Royal Air Force zweifellos zu den effektivsten Luftwaffen der Welt zählt. Allerdings kostet dies den britischen Steuerzahler einen hohen Preis, so dass die Aufrüstung zu einem finanziellen Problem geworden ist. Im Zuge der umfangreichsten Modernisierung seit den 50er Jahren wird die Royal Air Force'' in den kommenden zehn Jahren nahezu ihre gesamte Flotte ersetzen.
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!style="color: white; height: 30px; background: navy;"|Aktuelle Flugzeuge
!style="color: white; height: 30px; background: navy;"|Ersatz
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|Jaguar_GR3 und Tornado_F3
|Eurofighter
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|Airbus A400M
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|VC10
|Airbus_A330_FSTA
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|Nimrod_MR2
|Nimrod_MR4A
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|Sea King, Puma
|Merlin EH-101 und MK3, CH-47 Chinook
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|WAH-64_Apache_Longbow Kampfhubschrauber beschafft. Bis 2015 sollen zudem die Tornado_GR4 durch einen unbemannten Bomber (UCAV) ersetzt werden.
Persönlichkeiten
Folgende Persönlichkeiten sind mit der Royal Air Force verbunden (in chronologischer Reihenfolge):
Hugh Trenchard, 1. Viscount Trenchard, Marshal_of_the_Air_Force 1918?1929
Arthur Harris, Air Marshal 1941?1945
Hugh Dowding, Air Marshal 1933?1940
Charles Portal, Air Chief Marshal 1940?1945
Siehe auch
Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg
Weblinks
• Website der Royal Air Force

