Britannic (II)
{| border="1" align="right" cellpadding="2" cellspacing="0" width=320|-----
! colspan="3" bgcolor="#skyblue" | HMHS Britannic
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|colspan="2" |
|-
!colspan=2 bgcolor="skyblue" |Technische Daten
|-
|Schiffstyp:
|Passagierdampfer
|-
|Einsatzzweck:
|Lazarettschiff
|-
|Rauminhalt:
|48.158 BRT
/'>-
|Verdrängung:
|54.300 t
|-
|Länge (ü.a.):
|269,04 m
|-
|Breite (ü.a.):
|28,65 m
|-
|Tiefgang (bei 54.300 Tonnen):
|10,57 m
|-
|Höhe (Kiel bis Oberkante Schornstein):
|56 m
|-
|Antrieb:
|3 Schrauben,
2 Vierzylinder-Kolbendampfmaschinen,
1 Niederdruck-Parsonsturbine
|-
|Leistung:
|50.000 PS (registriert)
|-
|Geschwindigkeit:
|21 Knoten Dienstgeschwindigkeit
|-
|Passagiere:
|3309 Krankenbetten
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|Mannschaft:
|1164 inklusive Lazarett
|-
|Kiellegung:
|1914
/'>-
|Fertigstellung:
|1916
/'>}
Die HMHS (His Majesty Hospital Ship) Britannic war, wie auch die Olympic-Klasse erwähnt, welches aufgrund des Untergangs der Titanic nicht mehr gebaut wurde. Tatsächlich sollten die drei Dampfer ursprünglich alle mit Namen aus der Griechischen_Mythologie versehen werden; nach dem Untergang der Titanic wurde die Gigantic dann in Britannic umbenannt. Anscheinend gab es nach dem Titanic-Verlust Gerüchte über den Bau eines vierten Schiffes der Olympic-Klasse als Ersatz. Aufgrund des Kriegsausbruchs und dem Verlust der Britannic wurden solche Überlegungen aber obsolet.
Der Untergang
Am 21. November 1916 steuerte die Britannic den griechischen Hafen Mudros an. Im Kanal zwischen den Inseln Kea und Makrónissos ereignete sich um 8:12 Uhr eine schwere Unterwasserexplosion an Bord. Als Ursache könnte ein Torpedo-, wesentlich wahrscheinlicher allerdings ein Minentreffer durch eine Seemine des deutschen U-Boots U_73 in Frage kommen.
Fatalerweise fand diese Explosion gegen acht Uhr morgens statt, als die Besatzung gerade einen Schichtwechsel durchführte. Obwohl im Kriegseinsatz verboten, wurden dafür aus Bequemlichkeit (Zugang zu den Abteilen war bei geschlossenen Schotten noch über die Notleitern möglich) die Wasserschutztüren geöffnet. Nach der Explosion schlossen einige der Wasserschutztüren im Bug nicht mehr vollständig, wahrscheinlich waren ihre Rahmen durch die Druckwelle leicht verbogen worden. Hierdurch war eine Eingrenzung der Flutung auf die zur See hin offenen Abteile nicht mehr möglich. Verschlimmert wurde die Situation noch durch eine starke, nicht korrigierbare Schlagseite und zahlreiche offene Bullaugen (eigentlich war das Offenlassen von Bullaugen im Kriegseinsatz genauso verboten wie das Öffnen der Wasserschutztüren), durch welche Wasser in hintere Abteile eindringen konnte und auch die asymmetrische Flutung noch verstärkte.
Der Versuch Kapitäns Charles Bartlett, das Schiff auf Strand zu setzen, scheiterte, da durch die Fahrt noch mehr Wasser in das Leck des Schiffes gepresst wurde. Die Britannic sank somit in nur 55 Minuten. Es gab 30 Tote und 40 Verletzte, die meisten davon in zwei Rettungsbooten, die bei noch laufenden Maschinen unerlaubt zu Wasser gelassen und in die Propeller gesogen wurden.
Eine der Verletzten war die Krankenschwester Violet Jessop, welche zuvor schon bei der Hawke-Kollision als Stewardess an Bord der Olympic war und auch den Untergang der Titanic überlebt hatte.
Bis auf den tragischen Zwischenfall mit den ersten beiden Rettungsbooten verlief die Evakuierung des Schiffes sehr zügig und geordnet, was sich an der geringen Opferzahl bei einer verbleibenden Zeit von weniger als 55 min ablesen lässt.
Es wird teilweise vermutet, dass die Britannic trotz ihres Status als Lazarettschiff Munition geladen haben soll, welche eine Sekundärexplosion verursacht haben könnte. Auch eine Kohlenstaubexplosion wurde als Sekundärexplosion für denkbar gehalten. Allerdings ist angesichts von Art (frühe Schlagseite, offene Bullaugen) und Geschwindigkeit des Untergangs eine Sekundärexplosion sehr unwahrscheinlich, auch gibt es hierzu keine Zeugenaussagen.
Die Britannic war der größte Handelsschiffs-Verlust im Ersten Weltkrieg.
Entdeckung
Das Wrack wurde 1976 von Jacques Cousteau und seinem Taucherteam auf in einer Tiefe von 120 Metern entdeckt.
Das Wrack liegt auf der Seite des Lecks, so dass sich heute die genaue Ursache des Untergangs nicht mehr klären lässt.
Allerdings wurden bei einer Expedition im Jahr 2003 beim Wrack Anker entdeckt, wie sie für deutsche Minen im ersten Weltkrieg verwendet wurden. Dies ist eine Bestätigung für die Annahme eines Minentreffers als Unglücksursache.
Literatur
*Eberhard Möller/Werner Brack: Enzyklopädie deutscher U-Boote. Hsrg. Motorbuch Verlag,
ISBN 3-613-02245-1
Weblinks
[http://www.periscopepublishing.com/Britannic%20exhibition.htm Bilder vom Wrack]

