Briquet-Syndrom
Briquet-Syndrom ist die historische Bezeichnung innerhalb der Psychotherapie und Neurosenlehre für einen polysymptomatischen Typ der Hysterie. Diese Form wird im DSM-IV unter die Somatisierungsstörungen eingeordnet und zeichnet sich durch eine rasch wechselnde Symptomatik aus.
Der Begriff wurde letztlich durch den der Hysteria abgelöst. Der Psychiater Samuel B. Guze führte diese Unterscheidung ein und unterschied damit pseudoneurologische Konversionssymptome von denen der Hysterie, denen seiner Meinung nach eine vielfältige Symptomatik zugrunde liegt und sich nicht mit der Histrionischen_Persönlichkeitsstörung deckt.
In Deutschland überschneidet sich dieser Typ mit dem der psychovegetativen_Störung, auch funktionelles Syndrom genannt.
Die Einteilung nach ICD-10 Schlüssel unter F45.0 bzw. unter die Gesamtrubrik Dissoziative Identitätsstörungen und die Einteilung im DSM - IV unter die Somatoforme Störungen führt zu einer nomenklatorischen Verwirrung hinsichtlich der Fachtermini.
Literatur
* Hoffmann/Hochapfel: Neurosenlehre, Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin. Schattauer 1995, ISBN 3-7945-1680-x

