Weißer Waldportier
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Aulocera circe
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| class="Person" | (Fabricius, 1775)
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Der Weiße Waldportier (Aulocera circe), ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae).
Merkmale
Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 55 bis 65 Millimetern. Sie haben sehr dunkelbraun gefärbte Flügeloberseiten auf denen eine auffällige, breite weiße Querbinde, die sich zum Flügelaußenrand in einzelne Flecken aufteilt. Auf der dunkel graubraunen Unterseite der Hinterflügel ist ebenfalls die breite, weiße Binde zu erkennen. Sie ist aber etwas matt gefärbt. Dazu kommt eine nur schwach angedeutete zweite Binde nahe dem Flügelansatz, was diese Art vom Großen_Waldportier (Hipparchia fagi) deutlich unterscheidet. Sie reicht aber nur bis zur Flügelmitte. Auf der Unterseite der Vorderflügel ist nahe der Spitze ein großer verlaufener weißer Fleck mit einem schwarzen Punkt in der Mitte platziert.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 206, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Die Raupen werden ca. 35 Millimeter lang und sind hellgraubraun gefärbt. Sie haben einen dunkelgrauen Rückenstreifen und daneben mehrere, schwach ausgeprägte Seitenstreifen. Die Kopfkapsel ist mit sechs graubraunen Streifen auffällig gemustert.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 206, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Ähnliche Arten
• Waldportier] (Hipparchia fagi)
• Waldportier] (Hipparchia alcyone)
Synonyme
*Brintesia circe
*Kanetisa circe
*Satyrus circe
Lebensweise
Die Falter fliegen jährlich in einer Generation von Anfang Juni bis Mitte September.
Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, S. 202, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7 Man kann sie im Gegensatz zum Großen Waldportier oft auf Blüten beobachten.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 206, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Entwicklung
Die Weibchen werfen ihre Eier während des Fluges auf dem Boden. Die Raupen suchen sich dann eine geeignete Futterpflanze. Sie überwintern halbwüchsig und verpuppen sich im nächsten Jahr in einer Kammer unter der Erde.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 206, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Nahrung der Raupen
Die Raupen ernähren sich von den Blättern von Aufrechter_Trespe (Bromus erectus) und Echtem_Schaf-Schwingel (Festuca ovina). Daneben findet man sie auch auf anderen Süßgräsern.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 206, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Vorkommen
Die Tiere kommen in Süd- und Mitteleuropa, in der Türkei, dem Iran und im Himalaya bis in eine Höhe von 1.650 Metern vor.
Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, S. 202, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7 Sie sind vor allem im Mittelmeergebiet häufig, in den warmen Gebieten Süddeutschlands sind sie sehr selten vorkommend. Man findet sie besonders auf Trockenrasen nahe an Wäldern.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 206, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Gefährdung und Schutz
Der Weiße Waldportier ist in vielen Gegenden selten geworden oder ausgestorben. Maßnahmen zur Arterhaltung sind schwierig, da die Art weder völlig freie Magerrasen oder Heideflächen noch zu stark verbuschte Gebiete besiedeltJosef Settele, Roland Steiner, Rolf Reinhardt, Reinhart Feldmann: Schmetterlinge. Die Tagfalter Deutschlands., Eugen Ulmer KG, 2005, ISBN 3-800-14167-1.
• Liste] BRD: 2 (stark gefährdet)Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands. Landwirtschaftsverlag, Münster 1998, ISBN 3-89624-110-9
*Rote Liste Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet)
Referenzen
Literatur
*Günter Ebert (Hrsg.), Erwin Rennwald: Die Schmetterlinge Baden-Württembergs Band 2, Tagfalter II (Augenfalter (Satyridae), Bläulinge (Lycaenidae), Dickkopffalter (Hesperiidae)), Ulmer Verlag Stuttgart 1993. ISBN 3-8001-3459-4
*Günter Ebert (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs Band 10, Ergänzungsband, Ulmer Verlag Stuttgart 2005. ISBN 3-800-14383-6
Weblinks
*}}
• www.lepiforum.de
• www.schmetterling-raupe.de
• Moths and Butterflies of Europe and North Africa (englisch)

