Brink (Siedlung)
thumb|right|Der_Dorfes. Diese Siedlungsstellen waren vom Boden her minderwertig und lagen meistens ungeschützt. Die Brinksitzer oder Freien zählten nicht als Bauern und hatten keinen Anteil an den besseren Ackerflächen, dem sogenannten Eschland. Sie hatten aber geringen Bodenbesitz und von daher auch Stimmrecht in der Gemeinde. Sie arbeiteten meistens zusätzlich als Handwerker im Dorf, da es auf dem Lande möglich war, ein Handwerk außerhalb der strengen Regelungen der Zünfte auszuüben.In der Weserstadt Vlotho werden bzw. wurden bestimmte Abschnitte Brink genannt. Sie befanden sich u. a. längs der heutigen Langen Straße. Die Stadt hatte sich im engen Tal der "Vlothe" (später auch Mühlenbach genannt, heute Forellenbach) entwickelt. Die Hanglage bedingte, dass einige Häuser im Niveau etwa ein Stockwerk höher als die Straßensohle lagen. Davor befand sich der aufgemauerte Bürgersteig als Verbindung zur Straße. Im Nebeneffekt war man so vor den häufigen Hochwassern der "Vlothe" sicherer. - Der Vollständigkeit halber soll noch erwähnt sein, dass es als Gegenstück im Bereich des heutigen Sommerfelder Platzes die sog. "Grund" gab, Häuser, die auf der hangabgewandten Straßenseite etwa ein halbes Stockwerk tiefer lagen. - Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Lange Straße als eine der Hauptstraßen Vlothos der verkehrstechnischen Entwicklung angepasst und man entfernte solche "Verkehrshindernisse". Die betroffenen Häuser wurden um ein Stockwerk nach unten erweitert. Der Brink in der unteren Langen Straße ist noch erhalten, er verleiht dem Abschnitt eine nostalgische Romantik und kann als städtebauliche Besonderheit gelten. Fast unmittelbar hinter der im Bild gezeigten linken Häuserzeile erhebt sich der Amtshausberg.

