Vulkanpalme
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Brighamia insignis
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| class="Person" | A.Gray 1867
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Die Vulkanpalme (Brighamia insignis) ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Brighamia in der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Der botanische Name wurde ihr zu Ehren William T. Brighams, eines Entdeckers und Sammlers auf Hawaii gegeben. Der deutsche Name ist von der an Palmen erinnernden Wuchsform der Pflanze und ihrem Vorkommen auf den Vulkaninseln Hawaiis inspiriert. Der englische Name "Cabbage on a Stick" (wörtlich: "Kohlkopf auf einem Stock") spielt ebenfalls auf die Wuchsform an.
Beschreibung
Brighamia insignis ist eine laubwerfende, nur selten verzweigende Stammsukkulente. Der weichfleischige, Milchsaft enthaltende Stamm steht aufrecht und wird 1 bis 3 (bis 5) m groß. Seine Rinde ist glatt, anfangs grün, dann grau und von den Narben abgeworfener Blätter bedeckt. Während der Vegetationszeit sind die dünnen, nicht sukkulenten Blätter in einer Rosette am Scheitel des Stammes ausgebreitet. Sie sind verkehrt eiförmig, etwa 12-30 x 6-12 cm groß und hellgrün.
Die etwa 10 cm langen Blütenstände mit vier bis sieben Blüten erscheinen seitenständig aus den Blattachseln. Die sich nachts öffnenden Blüten tragen fünf 1-6 mm lange Kelchblätter und eine fünfzipfelige Kronblatt-Röhre. Diese ist bei einem Durchmesser von 3-4 mm etwa 13 cm lang. Ihre freien, ausgebreiteten Zipfel sind weiß bis gelb und etwa 1,8-2,5 x 1 cm groß. Die zuerst reifenden, seitlich stehenden fünf Staubfäden sind zu einer Röhre verwachsen. Nach ihrem Welken reift der weibliche Teil der Blüte mit unterständigem, zweikammerigem Fruchtknoten. Die Frucht, eine längliche, etwa 14 x 10 mm große, zehnrippige Kapsel teilt sich bei Reife der Länge nach in vier Teile. Ihre zahlreichen, blassen Samen sind etwa 1 mm groß.
Verbreitung und Systematik
Brighamia insignis wächst endemisch auf fünf Inseln Hawaiis. Sie bildet dort kleine Populationen auf Basaltklippen in Meeresnähe. Wegen der Bildung mehrerer lokaler Typen, die sich leicht in Blüten und Samen unterscheiden, wurden in der Vergangenheit mehrere Arten und Varietäten (wie z.B. Brighamia rockii H.St.John) beschrieben, die aber inzwischen alle als Synonyme gelten. Die Gattung Brighamia ist somit monotypisch.
Ökologie
In der Natur findet die Bestäubung der Pflanzen durch Nachtfalter mit sehr langen, in die immerhin 13 cm tiefen Blüten reichenden Saugrüsseln statt. Da ein Bestäuber auf der Insel Molokai anscheinend fehlt und möglicherweise ausgestorben ist, ging die Anzahl von Pflanzen der dortigen Lokalform dramatisch zurück. Zur Rettung dieser Lokalform werden die Pflanzen nun von Hand bestäubt. Dabei wurde leider durch unsachliche und eher tendenziöse Berichterstattung der inzwischen weit verbreitete Eindruck erweckt, die komplette Art wäre durch den Ausfall eines Bestäubers vom Aussterben bedroht. Tatsächlich gilt die Art wegen ihrer natürlicherweise kleinen und verstreuten Populationen als gefährdet.
Kultivierung
Außer in Sukkulenten-Gärtnereinen wird Brighamia insignis manchmal auch in Blumenläden, Gartencentern und Baumärkten angeboten. Es handelt sich hierbei fast ausschließlich um Importware, also nicht um in Mitteleuropa herangezogene Pflanzen. In Kultur stellen sie sich bald als schwierig heraus und wachsen bei umgekehren Rhythmus im Winter, während sie im Sommer eine Ruhezeit einhalten. Zudem sind sie anfällig für Fäulnis und viele Schädlinge. Einen dauerhaften Erfolg mit dieser Art wird nur ein erfahrener Sukkulentensammler haben, als Zimmerpflanze für Anfänger ist sie nicht zu empfehlen.
Literatur
* Asa Gray: Brighamia insignis, Proc. Am. Acad. 7:185, 1867
* Gordon D. Rowley: Brighamia: Succulent endemics of Hawaii, Brit. Cact. Succ. J. 1(1): 9-11, 1983
* Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulentenlexikon Band 2 Zweikeimblättrige Pflanzen (Dicotyledonen) ausgenommen Aizoaceae, Asclepiadaceae, Cactaceae und Crassulaceae''. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2002. ISBN 3-8001-3915-4
Weblinks
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• Steckbrief der Art
• Bilder der Art

