Moriz Adolph Briegleb
Moriz Adolph Briegleb (10. November 1809 in Coburg, † 28. April 1872 in Berlin) war ein deutscher Politiker.Nach Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Jena und Heidelberg begann Briegleb 1832 als Hofadvokat in Coburg eine Juristenlaufbahn.
Von 1842 bis 1851 war er Abgeordneter im Landtag des Herzogtums Sachsen-Coburg_und_Gotha. Briegleb wurde aufgrund seiner politischen Äußerungen 1843 wegen Hochverrats und Majestätsbeleidigung angeklagt, jedoch 1844 freigesprochen. Er war Delegierter im Vorparlament sowie Mitglied im Fünfzigerausschuss, dessen Schriftführer er war. Er vertrat vom 18. Mai 1848 bis zum 20. Mai 1849 Coburg und damit ganz Sachsen-Coburg-Gotha in der Frankfurter Nationalversammlung. Briegleb war Mitglied der Kaiserdeputation.
Ab 1851 stand er in Diensten des belgischen Königs Leopold_I., dessen Generalbevollmächtigter für die deutschen Besitzungen und Rechte er 1859 wurde. Die gleiche Aufgabe übte er ab 1862 auch für die britische Königin Victoria, ab 1863 zusätzlich für deren Sohn Prinz_Alfred (später Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha) sowie ab 1868 auch für Leopold_II._von_Belgien aus.
Von 1871 bis zu seinem Tod war er für die Nationalliberale Partei Abgeordneter für Sachsen-Coburg-Gotha im Reichstag.

