Brenner Autobahn
|}Die Brenner Autobahn (A 13) ist eine 60er_Jahren gebaut und war eine der ersten Gebirgsautobahnen der Welt. Im Norden ist sie mit der A12 / Inntal Autobahn verbunden.
Allgemeines
Das wichtigste und geologisch schwierigste Teilstück der europäischen Autobahn von München nach Modena beginnt beim Knoten Innsbruck und führt zum Brennerpass (eigentl. ?Brenner?), der mit einer Seehöhe von ca. 1.350 m der niedrigste und schon von den Römern vielbenutzte Pass über den Alpenhauptkamm ist. Er bildet heute die Grenze zwischen Tirol und Südtirol/Italien, deren Verlauf großteils den Kämmen der Tiroler Hochgebirge folgt.
Die Brennerautobahn ist auf dem Großteil der Strecke Innsbruck ? Brenner mit Kriechspuren ausgestattet, wenn die Steigung über 3 % beträgt. Vergleichbare Strecken z. B. in der Schweiz haben diesen als optimal angesehenen Grenzwert erst später aufgegriffen.
Benutzungsgebühren
Für die einfache Fahrt über den Brenner wird eine Maut von 8 Euro berechnet. Durch die Einhebung dieser Sondermaut durch die Betreibergesellschaft ASFINAG unterliegt die Brennerautobahn nicht der in Österreich sonst auf Autobahnen üblichen Vignettenpflicht.
Der Fahrer kann diese Maut entweder bar oder per Kreditkarte am Mauthäuschen bezahlen, oder die Maut schon vorher im Internet oder an einigen Raststätten buchen und dann via Videomaut durch die Mautstelle fahren. Bei der Videomaut wird elektronisch das KFZ-Kennzeichen gelesen, und bei einem gültigen Kennzeichen (wenn die Maut vorher bezahlt wurde) wird eine Schranke geöffnet. Für Vielfahrer besteht außerdem die Möglichkeit, eine Jahreskarte zu kaufen.
Brücken der Brenner Autobahn
Die Brücken der Brenner Autobahn A 13 von Norden nach Süden:
Paschbergbrücke
Sillbrücken
Europabrücke (815 m lang, Bauzeit 1960 bis 1963) ist mit 190 m Höhe die zweithöchste Brücke Europas
Gschnitztalbrücke (674 m)
* Erste Nößlachbrücke (340 m)
* Zweite Nößlachbrücke (202 m)
Obernberg (458 m)
Luegbrücke (1.804 m): eine lange und technisch komplizierte Hangbrücke über einem Rutschhang, der 30 bis 50° steil ist und auch Wildbachverbauungen aufweist. Die Spannbeton- und Stahltragwerke der Brücke (36?72 m lang) sind gelenkig verbunden und wurden 2002 generalsaniert. Im Bereich Nößlach gibt es außerdem niedere Brückenabschnitte, die seitlich eingeschüttet wurden und äußerlich als Damm erscheinen.
Literatur
* Brenner-Autobahn AG (Hg.), Die Brenner-Autobahn. Die erste alpenüberquerende Vollautobahn, Innsbruck 1972.
* Wolfgang Meixner, ?Brücken nach dem Süden?. 50 Jahre Debatten über den Brennerverkehr, in: Klaus Brandstätter/ Julia Hörmann (Hg.), Tirol ? Österreich ? Italien. Festschrift für Josef Riedmann zum 65. Geburtstag, Innsbruck 2005, S. 469?482.

