Brennelementbehälter
Brennelementbehälter sind massive Stahlbehälter für den Transport und/oder die Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente aus Kernkraftwerken. Häufig werden die Behälter für beide Handhabungsschritte (Transport und anschließende Zwischenlagerung) verwendet. Ein Entladen der Brennelemente aus dem Behälter ist dann nicht erforderlich.Der in Deutschland bekannteste Behältertyp ist der CASTOR-Behälter. Folgende CASTOR-Typen kommen für Brennelemente am häufigsten zum Einsatz (k.I. = keine Information verfügbar):Von der französischen Firma Transnucléaire (TN) gibt es folgende Transportbehältermodelle:Zu den britischen Behälterentwicklungen gehören:Transportbehälter für abgebrannte Brennelemente gehören zu den so genannten Typ-B-Verpackungen. Für sie ist gemäß Verkehrsrecht eine Bauartzulassung erforderlich, für die in Deutschland das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zuständig ist.
Typ B-Versandstücke müssen allen beim normalen Transport und bei eventuellen schweren Transportunfällen auftretenden mechanischen und thermischen Belastungenstandhalten, das heißt, ihre Sicherheitsfunktionen dürfen auch bei einem Unfall nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) prüft die mechanischen und thermischen Eigenschaften der Versandstücke.
Quellen
*Bundesamt für Strahlenschutz: Broschüre "Radioaktive Frachten unterwegs ? Atomtransporte und Sicherheit" (2000)
*GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit: Broschüre "Strahlende Fracht" (1999)

