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_Sonderform_Hülsenlose_Munition_


Zur_hülsenlosen_Munition_gehören_Patronen_ohne_Hülse_oder_mit_sich_selbst_aufbrauchender_(vollständig_verbrennender)_Hülse_sowie_Raketengeschosse._Bei_der_hülsenlosen_Munition_ist_das_Geschoss_in_die_Treibladung_verpresst._Das_Pulver_wird_anschließend_mit_einem_Harz_beschichtet._Ein_bekanntes_Beispiel_für_eine_Waffe,_die_solche_Munition_abfeuern_kann,_ist_die_Patrone_Schusskadenzen erreicht werden, weil keine Hülse ausgestoßen werden muss. Dem stehen zwei grundlegende Probleme gegenüber. Zum einen ist es schwerer den Verschluss gegen das Entweichen von Gasen abzudichten, zum anderen führt die hülsenlose Munition zu einer stärkeren Erhitzung der Waffe, da keine Wärme durch den Auswurf der heißen Hülse abgeführt wird, sondern die Wärmeenergie der Treibgase direkt an den Verschluss abgegeben wird.

Zündung


Bei moderner Munition wird fast ausschließlich die Zentralfeuerzündung benutzt. Hierbei sitzt mittig im Hülsenboden ein Anzündhütchen, auf das ein Schlagbolzen trifft. Dabei wird die Anzündladung abgebrannt und die entstehende Energie durch einen oder mehrere Zündkanäle im Hülsenboden auf die Treibladung gerichtet. Eine wichtige Aufgabe des Anzündhütchens ist es zudem, die Patrone am Boden gasdicht abzuschließen.

Bei Kleinkalibermunition wird auch heute noch meist die Randfeuerzündung verwendet. Hierbei bildet die Hülse am Boden einen Rand, in dem sich der Anzündsatz befindet. Der Schlagbolzen trifft auf den Rand der Hülse und entzündet so den Anzündsatz. Wichtigster Vorteil ist der kostensparende Verzicht auf ein Anzündhütchen. Außerdem kann diese Munition gut in Röhrenmagazinen verladen werden, da hier die Geschoss-Spitzen bei Stößen nicht wie ein Schlagbolzen auf den Anzündsatz wirken können. Dafür können diese Patronen nur schlecht in größeren (Stangen-)Magazinen verladen werden. Eine Ausnahme bildet eine schweizerische Maschinenpistole mit einem 176-Schuss Tellermagazin.

Moderne Panzermunition wird zum Teil auch elektrisch gezündet bzw. erst am Rohrende mittels Induktionsspulen die Wirkladung (Hohl- bzw. Sprengladung) ?geschärft?.

Beim Flobertgewehr ist der Zündsatz gleichzeitig der Treibsatz. Zusätzlich gibt es noch die heute veraltete Perkussionszündung und die Lefaucheux-Zündung.

Patronenkaliber


; 7,62x25_mm; .357 SIG; _10_mm_AUTO; .40 S&W; .45 GAP; _.50AE)
Für Handfeuerwaffen werden Projektildurchmesser bis 20 mm verwendet. Militärische Waffen benutzen Patronen bis ca. zum Kaliber 40 mm. Darüber hinaus werden meist getrennte Projektile und Treibladungen eingesetzt.

Patronen für Handfeuerwaffen werden in verschiedensten Kalibern und Längen verwendet. Die deutsche Nomenklatur bezeichnet zuerst das Kaliber und dann die Länge der Hülse (9 x 19 mm). Handelt es sich um eine Hülse mit Rand oder Halbrand, wird ein entsprechendes Kürzel angehängt (7,65 x 17 mm HR). Um bei gleichen Abmessungen weitere Unterscheidungen zu treffen können, sind unterschiedlichste Zusätze umgesetzt worden (6,5 x 53,5 mm Mannlicher/Griechenland 03 bzw. 6,5 x 53,5 mm Mannlicher-Schönauer M1900)

Umgangssprachlich werden oft andere Bezeichnungen verwendet, auch um den Unterschied zur gängigen Munition klar herauszustellen (9mm kurz statt 9 x 17 mm Browning).

In den angelsächsischen Ländern werden die Kaliber meist in Zoll angegeben und um den Namen des Entwicklers ergänzt (.223 Remington). Es wird aber mitunter auch das Jahr der Einführung (.30-06 = eingeführt 1906) oder die Ladung und das Geschossgewicht .45-90-300 angegeben. Manche Kaliberangaben weichen von den tatsächlichen Maßen ab oder sind gerundet, um unterschiedliche Patronen mit gleichem Geschossdurchmesser voneinander zu unterscheiden. So stimmen die Geschoss- und Hülsendurchmesser der Patronen .357 Magnum und .38 Special überein, so daß aus einem Revolver im Kaliber .357 auch die kürzeren 38er-Patronen verschossen werden können.

?Magnum?-Patronen sind hingegen länger als die Standardpatrone. Da längere Patronen eine größere Treibladung aufnehmen, haben diese in der Regel eine höhere Durchschlagskraft.

Die Standardprojektile haben ein gerade ?abgeschnittenes? Ende und dadurch eine aerodynamisch ungünstige Form. Das Ende der ?Boat Tail? (en. in etwa "Bootsheck") Kugel verläuft demgegenüber konisch in Form eines Kegelstumpfes (der Längsschnitt einer solchen Kugel ähnelt dem Umriss eines Bootsrumpfes) und ist so aerodynamischer. Sie fliegt weiter und stabiler.

Kurzwaffenpatrone


Eine Kurzwaffenpatrone ist eine Patrone, die für die Verwendung in einer Kurzwaffe (Faustfeuerwaffe) eingerichtet ist, also eine Revolverpatrone oder eine Pistolenpatrone.

Solche Patronen sind in der Regel zylindrisch (z.B. Kaliber .38 Special) oder ganz leicht konisch (z.B. Kaliber 9 x 19 mm). Allerdings gibt es Ausnahmen und es gibt auch Kurzwaffen, die Gewehrmunition verschießen.

Patronen in Pistolen


Eine Pistolenpatrone ist eine Patrone, die hauptsächlich als Munition für die Verwendung in einer Pistole konzipiert ist. Sie verfügt in der Regel über keinen Rand (damit die Patronen besser übereinander in einem Magazin angeordnet werden können). Dafür haben sie immer eine umlaufende Nut vor dem Patronenboden, die Auszieherrille. In sie greift die Auszieherkralle, um die leergeschossene Hülse aus dem Patronenlager (Lauf) durch das Auswurffenster aus der Waffe auszuwerfen.

Es gibt allerdings auch einige wenige Pistolen, die für Revolverpatronen eingerichtet sind (z.B. die israelische ?Desert Eagle? im Kaliber .357 Magnum und .44 Magnum).

Patronen in Revolvern


Eine Revolverpatrone ist eine Patrone, die hauptsächlich für die Verwendung in einem Revolver konzipiert ist. Sie hat in den meisten Fällen einen Rand, damit die Patronen in den Patronenkammern festgehalten werden und nicht durch die Bohrung in der Trommel fallen. Revolverpatronen haben meistens eine längere Hülse als vergleichbare Pistolenpatronen, die daraus resultierende mögliche größere Treibladung erhöht ihre Durchschlagskraft gegenüber Pistolenmunition.
Die bekanntesten Kaliber für Revolver sind .38 Special, .357 Magnum und .44 Magnum.

Mit speziellen Halterungen (Metallscheiben mit Aussparungen) können in entsprechenden Revolvern auch Pistolenpatronen ohne Rand verschossen werden. Durch die mit mehreren Patronen versehenen Metallscheiben kann der Ladevorgang beschleunigt werden.

Zudem wird mit Revolvern in Gewehrkalibern experimentiert, die aber meist als Einzelstücke hergestellt werden und nur schwer zu handhaben sind. Manche dieser ?Giganten? lassen sich nur noch mit Gelhandschuhen und Integralhelm abfeuern ohne schwere Verletzungen durch die Waffenbewegung im Schuss zu riskieren.

Mittlere Patrone


Die mittlere_Patrone ist ein Konglomerat aus Kurzwaffenpatrone und Gewehrpatrone (Hochleistungspatrone). Sie ist ein Entwicklungsprodukt der Erfahrungen des Zweiten_Weltkrieges und ist die Munition für Sturmgewehre. Sturmgewehre (ursprünglich Maschinenkarabiner) bilden eine eigene Waffenklasse die gegen Ende des 2.WK entwickelt wurde. Sturmgewehre vereinen die Feuergeschwindigkeit von Maschinenpistolen mit der Durchschlagskraft, Präzision und Reichweite von Karabinern und sind somit ideale Infanteriewaffen. Das erste militärisch bedeutsame Sturmgewehr war das deutsche Sturmgewehr_44.

Gewehrpatrone (Hochleistungspatrone)


Eine Patrone, die für die Verwendung in einem Gewehr konzipiert ist, heißt Gewehrpatrone. Sie verfügt in der Regel über eine viel stärkere Ladung als Patronen für Pistolen und Revolver. Daneben gibt es Gewehrpatronen, die auch in Pistolen oder Revolvern Verwendung finden, wie die .22 lfB.

Im Bereich der Ordonnanzwaffen haben die Gewehrpatronen Geschosse mit viel kleinerem Durchmesser als die Pistolenpatronen.

Zum Vergleich: In praktisch allen Armeen der Welt haben die Ordonnanzpistolen ein Kaliber von entweder 9 mm (Kaliber 9 mm Luger) oder 11,3 mm (Kaliber .45 ACP). Die Sturmgewehre hingegen haben ein Kaliber zwischen 5,56 mm (zum Beispiel das G36 der Bundeswehr, das Stg_77 des Österreichischen_Bundesheeres, das Stgw 90 der Schweizer Armee oder das M16 der Amerikaner) und 7,62 mm (oft die Vorgängermodelle der genannten Waffen, also das G3 der Deutschen, das Stgw57 der Schweizer {im Kaliber 7,5 mm} oder das M14 der US-Armee).

Gewehrpatronen für Ordonnanzwaffen oder für Jagdgewehre in mittleren und schweren Kalibern haben meist eine Flaschenform, um das Verhältnis von Pulverraum zu Geschosskaliber zu erhöhen. Extrem schwere Jagdkaliber (wie z. B. .450 Nitro Express, .500 Nitro Express, .600 Nitro Express, .585 Nyati und die mit dem größten Geschossdurchmesser, die .700 Nitro Express) oder alte Kaliber (wie die 7x65 R) sind zylindrisch oder leicht konisch.

Scheibenpatrone


Patrone, die für das Scheibenschießen konzipiert ist. Sie hat in der Regel eine äußerst schwache Ladung, die gerade noch ausreicht, um das Geschoss auf einer relativ flachen Flugbahn bis zur Scheibe zu befördern. Dadurch ist das Hochschlagen der Waffe sehr stark vermindert. Patronen dieser Art werden in der Regel im Hochleistungssport verwendet.

Wadcutterpatrone


Patrone mit zylinderförmiger Hülse, in die das flachköpfige Bleigeschoss so eingesetzt ist, dass es bündig mit dem Hülsenmund abschließt, also nicht aus der Hülse hervorsteht. Wadcutterpatronen haben durch das wesentlich tiefer sitzende Projektil weniger Ladung als eine normale Patrone und werden in der Regel sportlich als Scheibenpatrone genutzt. Daher sind die bekanntesten Wadcutterkaliber die .32 S&W und die .38 S&W Special.

Flechette


Hauptartikel Flechet

Bevor im 14. Jahrhundert runde Bleikugeln erfunden wurden, wurden fast ausschließlich Pfeilgeschosse in den ersten Feuerwaffen verschossen. Heutzutage ist ein Flechettegeschoß ein unterkalibriges Nadel- oder Pfeilgeschoss. Wie bei Schrot- oder Flintenlaufgeschossen findet auch hier ein Treibspiegel Anwendung, um Gasschlupf um das Geschoss zu vermeiden. Ein solches Pfeilgeschoss hat eine wesentlich gestrecktere Flugbahn und eine viel höhere Geschwindigkeit als ein herkömmliches Geschoss gleichen Kalibers.

Die moderne Flechettemunition ist eine rein militärische Entwicklung.

Siehe auch:
Flechettepatrone im Kaliber 5,56 mm der Firma Steyr (Abb.)
Das Flechette im Treibkäfig und die Kunststoffhülse (Abb.)

Papierpatronen


In der Übergangszeit von den Vorderladern zu den Gewehren mit Hinterladung entstanden verschiedene Typen von Handfeuerwaffen, die mit Papierpatronen zu laden waren. Dazu gehören die Konstruktionen von Dreyse und Chassepot (Zündnadelgewehrpatronen), Sharps und Gallager, aber auch Westley Richards Monkey-Tail-Gewehr und das bayerische Podewils-Gewehr. Ihnen allen gemeinsam war, dass das Papier der Patronenhülse verbrennt, zum Teil sogar vollständig, so dass daraus zusätzlicher Schmauch resultiert, der eventuell zu Fehlfunktionen führen kann.
Auch die ersten Revolver von Colt oder Remington wurden mit Papierpatronen geladen, in denen sich das Geschoss und die Treibladung befanden. Lediglich das Zündhütchen musste noch auf das Piston aufgesteckt werden.
An den Papierpatronen rühmen die Zeitgenossen die Einfachheit und die billige Herstellung. Bald war man aber gezwungen, durch die Patrone und deren Liderung ans Patronenlager Gasdichtigkeit zu erreichen, was mittels Papierpatronen nicht mehr möglich war.
(Zündnadelpatrone)

Siehe auch


mm Parabellum]
Kleinkaliber
*Hartkernmunition
*(Kaliber)]
•_Magnum' target='blank'>(Kaliber)]
Teilmantelgeschoss
*Vollmantelgeschoss
*Geschosswirkung

' target='blank'>Weblinks


* [http://www.sscmagnum.de/munition.htm Munition für Handfeuerwaffen



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