Bremswegabstand
Der Bremswegabstand ist ein Begriff aus dem Bahnbetrieb und bezeichnet den Abstand zwischen Vorsignal und Hauptsignal an einer Bahnstrecke. Dieser Abstand entspricht dem Bremsweg eines Zuges, welcher erreicht wird, wenn eine Betriebsbremsung ausgeführt wird (der Schnellbremsweg ist kürzer).Erhält ein Lokführer an einem Vorsignal die Fahrtbegriffe Langsamfahrt erwarten (Vr2) oder Halt erwarten (Vr0), hat er sofort eine Bremsung einzuleiten um innerhalb einer festgelegten Wegstrecke den Zug entweder auf die vorgeschriebene Geschwindigkeit eines Langsamfahrt (Hp2) zeigenden Hauptsignals herunterzubremsen oder diesen vor einem Halt (Hp0) zeigenden Hauptsignal zum Stillstand zu bringen.
Die in Deutschland für den Bahnbetrieb gültigen Vorschriften DS_408_?_Züge_fahren_und_rangieren sowie DS_301_?_Signalbuch kennen für diesen Abstand unterschiedliche Geschwindigkeiten und Entfernungen. Diese differieren zwischen 1000 Metern (Hauptbahn, Höchstgeschwindigkeit 160 km/h) und 400 Metern (Nebenbahn, maximal 60 km/h). Bei Zügen mit höherer Geschwindigkeit als 160 km/h werden dem Lokführer Bremsaufträge bzw. Bremswegabstände nicht mehr durch Signale an der Strecke, sondern über das Anzeigegerät der Linienzugbeeinflussung auf dem Führerstand mitgeteilt. Hier kann der Bremswegabstand bis zu 7700 Meter betragen.
Die Höchstgewindigkeit eines Zuges, ist neben den topografischen Gründen, auch von dem Zusammenspiel der Bremswegabstände einer Strecke und dem Bremsverhältnisses eines Zuges abhängig.

