Bremis Wasserschlauch
Bremis Wasserschlauch (Utricularia bremii), auch Zierlicher Wasserschlauch, ist eine aquatische Pflanzenart aus der Gattung der Hydrophyt, die Pflanze befindet sich (mit Ausnahme der Blüte) vollständig unter Wasser. Die unterirdischen Sprosse sind 25 bis 60 Millimeter lang, chlorophylllos, haben ein bis acht Fallen und extrem reduzierte Blätter. Die Sprosse im Wasser sind bis zu sechzig Zentimeter lang, die zahlreichen kreis- bis eiförmigen Blätter sind bis zu zwei Zentimeter lang.
Vermehrung
Wegen ihres späten Blühzeitpunktes, der, ähnlich wie beim Südlichen_Wasserschlauch (Utricularia australis), nur äußerst selten zum Ausreifen der Samen führt, vermehrt sich die Pflanze hauptsächlich vegetativ durch Teilung entlang der Sprossachse.
Verbreitung
Bremis Wasserschlauch ist eine europäische Art, sie findet sich von den Britischen_Inseln bis in die Ukraine. Schwerpunkt ihres Vorkommens sind allerdings die Regionen von Donau und Oberrhein. In Deutschland existiert sie nur noch in Mittelfranken in sechs Teichen im Aischgrund, an einem Standort im Sebalder Reichswald sowie in Wehrda in Hessen. Die bayrischen Bestände waren zeitweise stark bedroht und wurden seither durch Schutzmaßnahmen stabilisiert. Bremis Wasserschlauch ist in Deutschland durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt.
In der Schweiz, wo sie auf der Roten Liste steht, sind noch fünf Standorte bekannt, in Österreich kommt sie in Kärnten und in Niederösterreich vor.
Sie bevorzugt nährstoffarme, helle, saure Gewässer.
Literatur
* Marabini, J., Franke, T. 2001, "Utricularia bremii Heer ex Koelliker, eine verkannte Wasserschlauchart in Nordbayern", Ber. Bayer.Bot.Ges.,71,161-166, München, ISSN 0373-7640
* Marabini, Johannes: Zwischenbericht zum ABSP-Umsetzungsprojekt ?Lebensraumnetz Moorweiher und Niedermoore?, Landkreis Erlangen-Höchstadt und Landschaftspflegeverband Mittelfranken, 2002, unveröffentlicht ([http://www.edelkrebs.de/zwischen.pdf Volltext Online (PDF)])
* Taylor, Peter: The Genus Utricularia - A Taxonomic Monograph, London, 1989, ISBN 0947643729
Weblinks
• Zu den Schweizer Vorkommen
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