Iselersheim
Iselersheim ist ein am Fluss Mehe liegendes und zur Stadt Bremervörde gehörendes Dorf im Landkreis Rotenburg (Wümme).Geografie
Geografische Lage
Iselersheim liegt 7 km nördlich von Bremervörde am Fluss Mehe, im Norden des Landkreises Rotenburg (Wümme).
Geologie
Iselersheim liegt in den nordöstlichen Flachmoorgebieten des Teufelsmoores, der ?Iseler? bildet die einzige Erhebung in der näheren Umgebung. Hier befinden sich die ev.-luth. Findorff-Kirche zu Iselersheim, das Grabmal des Moorkolonisators Jürgen Christian Findorff und das Findorff-Haus.
Geschichte
Die Entstehung des Ortsnamens Iselersheim
Der Name ?Iseler? geht zurück auf romanische Formen (italienisch isola, französisch île) des lateinischen Wortes insula = Insel.
Es begegnet uns im Althochdeutschen als isila, im Frühmittelhochdeutschen als isele.
Die inselartige Lage des Iselers, einer Geest-Erhebung, in dem weiten Moorsumpfgebiet veranlasste die Bewohner der umliegenden Geest wohl zu dieser Namensgebung.
Im Jahre 1395 wird in einer urkundlichen Eintragung in das ?Ordelbok?, das alte Weichbildrecht (Stadtrecht) des Fleckens Vörde (Bremervörde), der Familienname Yseler genannt.
Es ist sehr gut möglich, dass dieser Name auf eine mittelalterliche Siedlung auf dem Iseler zurückgeht. Nachrichten darüber sind jedoch nicht bekannt.
(Aus: ?Iselersheim 1780 - 1980?, Seite 16)
Die Namensgebung Iselersheim zur Zeit der Dorfgründung im Jahre 1780 geht sicher auf die Wahl des Moorkomissars Jürgen Christian Findorff zurück: Iselersheim - Heim am Iseler.
Der Weg von einer selbstständigen Gemeinde zum Teil der Stadt Bremervörde
Die heutige Ortschaft Iselersheim ist aus den ehemals selbständigen Gemeinden Iselersheim mit Iseler und Neuendamm entstanden.
Die beiden eigenständigen Gemeinden entstanden 1780 nach Plänen Findorffs. Beiden Gemeinden stand jeweils ein Bürgermeister vor.
In Schulangelegenheiten ging man mit der Errichtung eines Schulgebäudes auf dem Iseler gemeinsame Wege.
Die Gemeinden Iselersheim und Neuendamm bestanden bis zum Jahr 1929, als aus diesen beiden Gemeinden mit den gleichfalls bis dahin selbständigen Gemeinden Hönau und Lindorf für 20 Jahre bis 1949 die Gemeinde Sanddamm entstand.
Dieses in der Bevölkerung allseits ungeliebte Gebilde zerfiel dann in die beiden Gemeinden Iselersheim und Hönau-Lindorf.
Der Name Neuendamm ging zunächst verloren, lebte jedoch ab 1976 in der Straßenbezeichnung wieder auf, jetzt aber auch in den Ortschaften Hönau-Lindorf und Mehedorf.
Von 1971 bis 1974 gehörte Iselersheim im Zuge einer Verwaltungszusammenlegung der Samtgemeinde Osteniederung an, bis 1974 die Eingliederung in die Stadt Bremervörde erfolgte.
Nur noch in den größeren Ortschaften gab es jetzt noch Gemeinderäte.
Weblinks
• Offizielle Website

