Bremer Silberwaren Fabrik
Martin Heinrich Wilkens gründete 1810 die Silberwarenmanufaktur M.H. Wilkens und Söhne GmbH. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Fertigung in das zu dieser Zeit noch preussische Hemelingen verlegt. Der damalige Inhaber Diedrich Wilkens war der seinerzeit größte Steuerzahler im Altkreis Achim. Später übernahm er unter anderem auch die Bremer Silberwarenfabrik (BSF).Das Unternehmen ist Hersteller hochwertiger, zeitloser Bestecke aus verschiedenen Edelmetallen bzw. mit Auflage von Silber und Gold. Etliche der alten Bestecke und Accessoires sind auch heute noch in vielen Haushalten im täglichen Einsatz zu finden und zum Teil begehrte Sammlerstücke.
Die Bremer Silberwaren Fabrik in Bremen-Hemelingen - Wilkens und Söhne - existierte bis 1995 selbständig und gehört seitdem zur ZWILLING J.A. Henckels AG, 2005 wurde der verbliebene Unternehmensbereich "Tafelbestecke" zusammen mit der Marke Wilkens als Unternehmensbereich "Gedeckter Tisch" in die Firma Zwilling integriert.
2006 wurde die Manufaktur in Bremen von den beiden Geschäftsführern übernommen, die sich mit der Firma Zwilling auf eine Lizenz zur Produktion von Silberwaren der Marke Wilkens geeinigt haben.
Der Park und die Villa Wilkens in der Hemelinger Bahnhofsstraße/Diedrich-Wilkens-Straße gingen in das Eigentum des Landes Bremen über. In der Remise und dem ehemaligen Hausmeisterhaus sind derzeit das Bürgerhaus Hemelingen und in der Villa ein italienischen Restaurant untergebracht. Teile des Grundstücks wurden für den Bau des Hemelinger Tunnels in Anspruch genommen, der das Daimler Chrysler Werk Bremen mit der Autobahn verbindet.
Das Grabmahl der Familie Wilkens steht auf dem Riensberger Friedhof am See gegenüber dem ehemaligen Krematorium (heute Columbarium) und dem Rutenberg Mausoleum. Es beherbergt die Pumpe für die Wasserversorgung des Friedhofs.

