Freizeitsport
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Freizeitsport (auch Breitensport) umfasst im Gegensatz zum Leistungssport sämtliche sportlichen Aktivitäten, die hauptsächlich der körperlichen Ertüchtigung, dem Ausgleich von Bewegungsmangel und der Abwechslung dienen und zumeist in der Freizeit betrieben werden. Hierbei spielt nicht zuletzt auch der Spaß am Sport eine wichtige Rolle. In der Sportartikelindustrie wird zu Vermarktungszwecken auch der sehr ähnliche Begriff Funsport (Spaßsport) für Freizeitsportarten verwendet.
Der Begriff des Freizeitsports kann unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet werden; eine einheitliche Definition fehlt. Die Schwierigkeit einer realitätsnahen Abbildung des Sports macht ein kurzer Blick auf die publizierten Modelle (Pyramidenmodell, Duales Modell, Plurale Modelle) und Begrifflichkeiten deutlich (vgl. in einer Übersicht Dieckert et al. 2005. S.18ff).
Wopp und Dieckert (2005) definieren den Freizeitsport als ?Sport für möglichst viele Menschen? (S.17), der durch vielfältige Bewegungsantworten gekennzeichnet ist und ihn zum ?Sport für alle? macht. In einem differenzierten Modell geht Wopp von einem ?weitem Sportverständnis aus, das Wettkämpfe auf unterem und mittleren Niveau mit einschließt? (Dieckert et al. 2005, S.20)
Der Deutsche_Sportbund definierte im Dezember 1975: Unter Breitensport versteht man jegliche sportliche Tätigkeit, die nicht "wettkampfmäßig" betrieben wird Zeitschrift DTS, 1976/1 S.37.
Zum Breitensport werden überwiegend die Wettkampfsportarten gezählt, die in den Medien besonders hervorgehoben werden (Leichtathletik, Fußball, Handball, Tennis, Turnierhundesport u. a.), oder die in organisierter Form (Sportverein) über große Mitgliederzahlen verfügen. Aus einer großen "Breite" sollen viele "Spitzensportler" möglich werden. Hierbei gibt es jedoch durchaus Diskrepanzen. So liegen die Verbände_des_Schießsportes in den Sport-Statistiken seit Jahren auf dem dritten oder vierten Platz mit ihren passiven Mitgliederzahlen, ohne dass das Sportschießen im öffentlichen Bewusstsein zum Breitensport gerechnet wird. Auch können die wachsenden Zahlen der Senioren nicht mit einer Breite für den Spitzensport in Verbindung gebracht werden.
Zur Förderung des Breitensports wurden in Deutschland verschiedene Möglichkeiten geschaffen, gute Leistungen kenntlich zu machen.
Hierzu gehören auch verschiedene Ausprägungen des Sportabzeichens.
1970 wurde vom Deutschen_Sportbund (DSB) die ?Trimm-dich-Kampagne? durch die Initiatoren Jürgen Dieckert und Jürgen Palm mit der Werbefigur "Trimmy" ins Leben gerufen, die Sport, Bewegung und Gesundheit ins öffentliche Bewusstsein rufen sollte und dabei auf Teilnahme an Breitensportarten abzielte.
Im Gegensatz zum Breitensport steht der Leistungssport, der sich auf die Erzielung optimaler Ergebnisse im Rahmen von Einzelsport-Wettkämpfen richtet und von den teilnehmenden Sportlern oft beruflich ausgeübt wird.
Siehe auch
Referenzen
* Breitensport, Zeitschrift DTS, 1976/1 S.37-38
Weblinks
• Skript zur Vorlesung Sport und Gesundheit (1,39 MB)
• Das Informationssystem zu Naturschutz und Sport des Bundesamtes für Naturschutz

