Breitbandatlas
Ein Breitbandatlas ist eine regional differenzierte Darstellung der Verfügbarkeit von Breitband-Internetanschlüssen. Mit ihm wird also quasi die digitale Spaltung kartographisch dokumentiert.In Deutschland wurde am 20. Juli 2005 vom Bundeswirtschaftsministerium der erste Atlas vorgestellt. Dieser geriet in erhebliche Kritik, da er beträchtliche Ungenauigkeiten enthielt. Auch die 2006 vorgelegte überarbeitete zweite Version wurde kritisiert, da die selbständig von der Industrie eingepflegten Angaben schönfärberisch eine Breitbandverfügbarkeit vorgaukeln, die in der Praxis vor Ort nicht existiert. Ein lokaler und präziserer - wenngleich ebenfalls mit Unzulänglichkeiten versehener - Breitbandatlas existiert für Berlin mit dem dortigen Telekommunikationsatlas.
Da in Deutschland DSL die vorherrschende Breitbandzugangstechnologie ist (der DSL-Marktanteil am Breitbandmarkt betrug Ende 2006 95,5 %) und alternative Zugangstechnologien wie TV-Kabelinternet, FTTH, Wimax oder HSDPA insbesondere außerhalb der Ballungsräume nur eine geringe Verfügbarkeit aufweisen, ist meist die DSL-Verfügbarkeit entscheidend für die Frage, ob ein Privatkunden-Breitbandzugang vor Ort erhältlich ist; dies kann mittels der Online-T-DSL-Verfügbarkeitsprüfung der Deutschen Telekom für einzelne Anschlüsse in aller Regel wesentlich zuverlässiger und genauer geprüft werden als mit dem derzeit verfügbaren Breitbandatlas, da in diesem die DSL-Verfügbarkeit nur anhand der geografischen Entfernung von den Ortsvermittlungsstellen grob abgeschätzt wird, während bei der Online-T-DSL-Verfügbarkeitsprüfung die genaue individuelle Leitungsführung der Anschlussleitung berücksichtigt wird.
Weblinks
• Der deutsche Breitbandatlas
• Telekommunikationsatlas Berlin
• Online-T-DSL-Verfügbarkeitsprüfung der Deutschen Telekom
• geteilt.de: Detailierte T-DSL-Verfügbarkeitsstatistiken für einzelne Ortsnetze
• Onlineprüfung, ob alternative Anbieter ein Ortsnetz erschlossen haben

