Breitband-Wissenschaftsnetz
Das Breitband-Wissenschaftsnetz (B-WiN) ist ein seit Herbst 1995 aufgebautes, ATM-basiertes, breitbandiges Netz, das vom DFN-Verein (Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e. V., DFN) und T-Systems (damals noch DeTeSystem) bzw. der Deutschen_Telekom betrieben wird; es wurde im März 1996 in Betrieb genommen und verband mehr als 650 Einrichtungen an Universitäten und Hochschulen in Deutschland. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.Das B-WiN wurde als Virtuelles_Privates_Netz (VPN) auf Basis des nationalen ATM-Crossconnect-Netzes der Deutschen Telekom aufgebaut; es wird daher gelegentlich auch als "Intranet für die Wissenschaft" bezeichnet. Das Netz erreichte zu Beginn eine Übertragungsgeschwindigkeit von 34 Mbit/s, die im Juli 1996 auf 155 Mbit/s und später auf 622 Mbit/s erhöht wurde. Das B-WiN war damit eins der schnellsten Forschungsnetze der Welt; ein mit 155 Mbit/s ebenso schnelles Forschungsnetz existierte bis dahin nur in den USA.
Das WiN war zunächst mit 6 Mbit/s über EuroNET mit den anderen europäischen Forschungsnetzen verbunden; die USA-Konnektivität wurde Anfang 1997 von bisher 7 Mbit/s auf 34 Mbit/s erweitert. Seit dem 25. Februar 1999 bestehen Verbindungen mit dem europäischen Forschungsnetz TEN-155.
Das B-WiN wurde ab etwa 2000 vom Gigabit-Wissenschaftsnetz G-WiN abgelöst, das Bandbreiten von 2,5 oder 10 Gbit/s bietet und vergleichbar ist mit dem Internet2 in den USA.
Siehe auch: Breitbandkommunikation.
Quellen
* Gertraud Hoffmann: Start frei für die Datenautobahn der Wissenschaft. Das Breitband-Wissenschaftsnetz B-WiN (Breitbandnetze). In: NET 50 (1996), Heft 6, S. 20?22.
* http://nt1.alp.dillingen.de/telumm/schilfglossar/glossar/b/b-win.htm
Weblinks
• Überblick zum B-WiN vom DFN
• Übersichtskarte zum B-WiN vom DFN
• Gigabit-Wissenschaftsnetz (G-WiN)

