Ross Brawn
2003]]Ross Brawn (23. November 1954 in Manchester, England) war Technischer Direktor mehrerer Formel-1-Teams und wurde vor allem durch sein Engagement bei der Scuderia Ferrari auch einem breiterem Publikum bekannt.
Seine größte Leistung ist das Planen der Rennstrategie, durch die insbesondere Ferrari einen großen Teil seiner Siege in der Erfolgsära von Michael Schumacher einfahren konnte.
In den frühen 1970ern war Brawn auszubildender Ingenieur der United Kingdom Atomic Energy Authority in Harwell, Oxfordshire, wo er Messtechnik studierte. Seine Formel-1-Karriere begann 1976, als er Operator einer Fräsmaschine bei March wurde. Bald darauf trat er dem Formel-3-Team als Mechaniker bei.
Brawn wurde 1978 von Frank Williams als Maschinist in seinem Williams-Team eingestellt. Bald darauf stieg er zum Aerodynamiker im teameigenen Windkanal auf.
Weitere Stationen waren das Arrows-Team und seit 1989 das Sportwagen-Team von Jaguar. Dort konstruierte er die Weltmeister-Autos von 1991.
Im Verlauf des Jahres wechselte er wieder in die Formel 1 zu Benetton. Bei Benetton war er als technischer Direktor maßgeblich an den Formel-1-Weltmeister-Titeln von Michael Schumacher in den Saisons 1994 und 1995 sowie an der ebenfalls gewonnenen Konstrukteursweltmeisterschaft von Benetton im Jahr 1995 beteiligt.
Ross Brawn folgte Michael Schumacher Ende 1996 zu Ferrari - ein Jahr nachdem Schumacher das Benetton-Team als Weltmeister verlassen hatte. Brawn baute das Team technisch neu auf und ermöglichte somit die Siegesserie von 1999 bis 2004, wobei Ferrari sechs mal in Folge Konstrukteursweltmeister und Michael Schumacher von 2000 bis 2004 fünf mal in Folge Fahrerweltmeister wurde.
Eines seiner größten Meisterwerke als technischer Direktor bei Ferrari dürfte der taktische Geniestreich beim Rennen in Magny_Cours_(GP_von_Frankreich) 2004 gewesen sein, indem er Michael Schumacher trotz einer - bislang noch nie angewendeten - 4-Stopp-Strategie zu einem Sieg verholfen hat. Legendär waren auch seine Kommandos an Michael Schumacher wie z. B. beim Großen_Preis_von_Ungarn 1998, als er den Ferrari-Star anwies, in 18 Runden mehr als 20 Sekunden Vorsprung herauszufahren, um nach dem Boxenstopp in Führung zu bleiben.
Am 27. Oktober 2006 beendete Brawn vorläufig sein Engagement bei Ferrari und kündigte ein privates Jahr an. Der Engländer erklärte aber bereits, dass diese Auszeit nicht auf Dauer anzusehen ist und er in naher Zukunft wieder in einer höheren Position bei Ferrari in der Formel 1 arbeiten möchte.
Brawn ist verheiratet mit Jean und hat zwei Töchter, Helen und Amy. Er wohnt mit seiner Familie in Henley-on-Thames, verbrachte bist dato aber einen großen Teil seiner Zeit in der Nähe der Ferrari-Fabrik in Maranello, Italien.
Siehe auch
Boxenstopp

