Braveheart (Film)
Braveheart ist ein US-amerikanischer Film, der 1995 erschien. In der Hauptrolle sieht man Mel Gibson als William Wallace. Gibson ist auch Produzent und Regisseur. In weiteren Rollen sind Sophie Marceau, Brendan Gleeson und Angus Macfadyen zu sehen.
Handlung
Im letzten Drittel des 13. Jahrhunderts beansprucht Eduard_I., genannt "The Longshanks" den Thron Schottlands und lockt mehrere schottische Unterhändler in einen Hinterhalt. Nach der Beerdigung wird William, erst 8 Jahre alt, aufgenommen von seinem Onkel Argail, der in Irland lebt. Er bringt ihm die lateinische und französische Sprache sowie den Umgang mit dem Schwert bei.
Für Schottland ist es eine Zeit unter den harten Gesetzen Longshanks, doch Wallace kehrt Jahre später zurück, um Murron zu heiraten, an die er seit seiner Kindheit denken muss, sie ist die Liebe seines Lebens. Schließlich heiraten sie heimlich. Als ein Engländer versucht, Murron zu vergewaltigen kommt es zu einem Kampf, nach dem Murron öffentlich hingerichtet wird. Der Sherriff bestellt William zu sich, dieser erscheint tatsächlich, erobert aber mit einigen Getreuen die Festung des Sherrifs, den er anschließend hinrichtet.
Schließlich ist ein Krieg gegen England nicht mehr aufzuhalten und Wallace schart mit seinem Mut die einfachen Schotten um sich, während die schottischen Edelleute sich aus Angst zurückhalten.
Für William allerdings ist es nun ein Kampf um Schottlands Freiheit und Eigenständigkeit.
Als Edward sein Heer in Marsch setzt, führt Wallace die schottische Armee bei der Schlacht von Stirling Bridge an und zusammen mit den Edelleuten, die sich nun doch kampfbereit zeigen, zum Sieg.
Anschliessend wird er in Edinburgh zum Guardian of Scotland ernannt. Doch die Edelleute sind immer noch nicht bereit, sich zu einem geeinten Schottland zu bekennen. Anschließend zieht Wallace nach England und nimmt York ein. Longshanks, zu dieser Zeit in Frankreich, übergibt die Verantwortung über die "Meuterei" seinem schwächlichen, homosexuellen Sohn, der sich aber nicht sonderlich darum kümmert.
Longshanks lässt, wieder daheim angekommen, seine unglückliche Schwiegertochter Isabelle mit Wallace verhandeln, die sich in Wallace verliebt. Heimlich hat er aber Wochen vorher schon Truppen über den Seeweg nach Schottland geschickt. Robert the Bruce, ein Edelmann und legitimer Thronerbe, gibt William sein Wort mit ihm gegen England zu kämpfen, übt aber, ebenso wie einige Edelleute, die von Edward bestochen wurden, in der Schlacht_von_Falkirk Verrat an ihm. Von Gewissensbissen geplagt, verhilft er ihm zur Flucht.
Isabelle sucht Wallace erneut auf und gesteht ihm ihre Liebe. Gegen eine hohe Bestechungssumme allerdings liefern die schottischen Edelleute William Wallace an Longshanks aus. Obwohl Isabella sich für ihn einsetzt, wird Wallace zügig des Hochverrats angeklagt und für schuldig befunden. Vor seiner Hinrichtung wird er öffentlich gefoltert, bleibt jedoch bis zum Tode standhaft. Nach seinem Tod führt Robert the Bruce, der eigentlich von den Engländern als König von Schottland legitimiert werden soll, die verbliebenen Anhänger von Wallace in die Schlacht. Der Film stellt den Ausgang der Schlacht nicht dar, erwähnt jedoch im Schlusswort, dass die Schotten dadurch ihre Freiheit gewannen.
Hintergrund
Der Film basiert zum Teil auf tatsächlichen, historischen Gegebenheiten. Der schottische Aufständische William Wallace existierte tatsächlich, wenn auch die Details seiner Geschichte nicht in jeder Hinsicht der filmischen Darstellung entsprechen.
Der Film erweckt den Anschein, dass sämtliche Ereignisse des schottischen Unabhängigkeitskrieges innerhalb kurzer Zeit stattgefunden haben, wodurch besonders im Falle von Robert the Bruce die historischen Fakten stark verzerrt dargestellt oder aus dem Zusammenhang gerissen werden.
*Fast am Ende des Films wird der Eindruck erweckt, dass die Schlacht von Bannockburn spontan ausgelöst worden sei, nachdem Robert Bruce von William Wallace' Tod erfahren habe. In der Realität war Bruce bereits seit acht Jahren in einem Guerillakrieg mit den Engländern verwickelt und die Schlacht selbst fand neun Jahre nach der Exekution von Wallace statt. Etwa ein Jahr nach dessen Tod fand in Wirklichkeit die Schlacht bei Methven statt, die in einer empfindlichen Niederlage für Bruce endete.
*Der damals noch ungekrönte Robert Bruce wird im Film als "Earl of Bruce" bezeichnet, in Wirklichkeit war er der Earl of Carrick.
*Im Film wird behauptet, dass Wallace den Anspruch von Bruce auf den schottischen Thron unterstützte. In Wirklichkeit war er auf der Seite des abgesetzten Königs John Balliol.
* Der Film zeigt Robert Bruces Vater (der ebenfalls Robert hieß) als Leprakranken. Es gibt jedoch keine historischen Aufzeichnungen darüber. Lange nahmen Historiker an, dass König Robert Bruce selbst an Lepra gestorben sei, doch wird diese Theorie heute nicht mehr gestützt.
* Bei Falkirk wurde Wallace nicht von Bruce verraten. Er wechselte tatsächlich die Seiten, doch dies geschah schon einige Jahre zuvor aufgrund des Konflikts mit der Comyn-Familie, die John Balliol unterstützte (der Konflikt wird im Film völlig weggelassen). Wallace wurde gejagt und gefangen genommen, nachdem die Schotten 1305 zur Kapitulation gezwungen worden waren.
*Zu der Zeit, in der der Film spielt, gab es in Schottland noch keine Kilts. Das Auftreten von Kilts ist nicht vor 1600 nachgewiesen.
* Das "Recht der ersten Nacht" (ius primae noctis) gilt als geschichtlich nicht nachgewiesen.
Auszeichnungen
Braveheart wurde mit fünf Oscars ausgezeichnet (Bester Film, Regie, Kamera, Tonschnitt, Make-Up).
Und er erhielt einen Golden Globe.
Außerdem wurde er zum besten Film des Jahres 1995 gewählt.
Kritiken
* "Ein zwischen 1275 und 1305 spielendes Epos, in dem viel von Freiheit geredet wird, das aber nicht mehr als eine aufwendige Rache-Story ist. In der Hauptrolle fehlbesetzt, flüchtet sich der Film in voyeuristische Grausamkeiten und üble Klischees." - ?Lexikon des internationalen Films?
* "Mel Gibsons ?Braveheart? ist ein hervorragendes, ungemein packendes und eindringliches Schlachtenepos, welches die rauen und dunklen Tage des Mittelalters wiederbelebt und eine Lanze für das unbändige Verlangen nach Selbstbestimmung und Freiheit bricht.." - www.filmstarts.de
Weblinks
• Braveheart im Lexikon des internationalen Films
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