Braunsteich
Der Braunsteich ist ein Gewässer östlich von Weißwasser, Sachsen.Lage und Ausdehnung
Der Braunsteich grenzt unmittelbar an den östlichen Stadtrand von Weißwasser. Von der Stadt trennt ihn nur die ehemalige Eisenbahnlinie Weißwasser-Bad Muskau. Seine Wasseroberfläche hat eine Ausdehnung von etwa 44 ha. Im südlichen Teil geht der Teich in eine ausgedehnte Moorlandschaft über und ist fast vollständig mit Schilf bewachsen. Die Nordhälfte des Teiches ist unbewachsen und wird von Anglern genutzt. In ost-westlicher Richtung führt eine 1994 restaurierte Brücke quer über den Teich.
Flora und Fauna
Der Braunsteich befindet sich mitten in einem Sander des Muskauer Faltenbogens. Die Vegetation im Umfeld ist daher vor allem durch Kiefern geprägt. Charakteristisch im näheren Umfeld des Teiches ist die Lausitzer Tieflandsfichte, eine Unterart der Fichte. In den Moorgebieten südlich des Teiches trifft man neben typischen Moorpflanzen vor allem auf Weißbirken. Der Saum des Sees ist von Schilf bestanden.
Das auffälligste Tier am Braunsteich ist der Höckerschwan. Daneben leben am Teich und im Schilf auch verschiedene Arten von Enten. Auf Grund seines Fischreichtums wird der Teich als Angelgewässer genutzt.
Geschichte
Der Braunsteich wurde im 15. Jahrhundert künstlich angelegt, um für die Keulahütte in Krauschwitz Wasser bereitzustellen. Dazu wurde der in nörlicher Richtung fließende Rothwassergraben mittels eines Damms, auf dem man heute noch entlanglaufen kann, angestaut. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde am Nordostufer des Teiches das ?Waldhaus?, eine Ausflugsgaststätte mit Tanzlokal, errichtet. In den 1920er Jahren durch einen Brand zerstört, wurde es später wieder aufgebaut und veranstaltet heute noch Feiern und Diskoabende. Im Jahr 1929 spielte die Weißwasseraner Eishockeymannschaft erstmals auf dem Braunsteich.

