Braunschweig
sowie v.l.n.r. die Innenstadtkirchen: St._Andreas, St._Petri, Brüdernkirche, St._Katharinen, St._Martini und den Dom.]]Braunschweig (niedersächsisch: Brunswiek) ist eine Großstadt in Norddeutschland im Südosten des Bundeslandes Niedersachsen. Mit ca. 240.000 Einwohnern ist sie nach Hannover die zweitgrößte Stadt und eines der Oberzentren Niedersachsens.
Die Ursprünge der Stadt gehen, nach Lage neuerer archäologischer Funde, bis in das frühe 9. Jahrhundert zurück. Insbesondere durch Heinrich_den_Löwen, der Braunschweig Mitte des 12. Jahrhunderts zu seiner Residenz wählte, entwickelte sich das Gemeinwesen schnell zu einer mächtigen und einflussreichen Handelsmetropole, die ab Mitte des 13. Jahrhunderts der Hanse angehörte. Bis 1671 war die Stadt selbstständig, wobei ihre politische Stellung der einer freien_Reichsstadt gleichkam.
Bis Anfang November 1918 war Braunschweig Residenz des Herzogtums_Braunschweig-Lüneburg. Nach der Abdankung des letzten Herzogs war sie Hauptstadt des Freistaates_Braunschweig, bis dieser 1946 aufgelöst wurde, um im neu geschaffenen Bundesland Niedersachsen aufzugehen. Bis zur Auflösung des Landkreises_Braunschweig im Jahr 1974 war Braunschweig Sitz der Kreisverwaltung, gehörte als kreisfreie_Stadt dem Landkreis jedoch selbst nicht an. Vor der Auflösung der Bezirksregierungen in Niedersachsen zum 31. Dezember 2004 war Braunschweig auch Sitz der Bezirksregierung des gleichnamigen Regierungsbezirks. Die Stadt ist Sitz des Oberlandesgerichts.
Braunschweig ist Teil der 2005 gegründeten und von der deutschen Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) offiziell anerkannten Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat Braunschweig den Titel ?Stadt der Wissenschaft? 2007 verliehen. Nach einem Bericht von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, aus dem Jahre 2006, verfügt die Region Braunschweig im gesamten Europäischen_Wirtschaftsraum (EWR) mit weitem Abstand über die höchste Intensität auf dem Gebiete der Forschung und Entwicklung (F&E). So werden in Braunschweig 7,1 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP) dafür aufgewendet.[http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_OFFPUB/KS-NS-06-006/DE/KS-NS-06-006-DE.PDF Eurostat-Bericht: Statistik kurz gefasst ? Wissenschaft und Technologie 06/2006, S. 5]
Geografie
, Wahrzeichen der Stadt seit dem Mittelalter]]
Braunschweig liegt im nördlichen Harzvorland zwischen dem Nordrand der deutschen Mittelgebirge mit ihren schwach hügeligen Ausläufern und dem Übergang zum Norddeutschen_Tiefland, in einem Alluvialtal auf zum Teil brüchigen, ehemals sumpfigen Böden zu beiden Seiten des Flusses Oker. Im Süden wird die Oker durch ein Wehr gestaut und umfließt den Stadtkern westlich und östlich in zwei Umflutgräben, die zur besseren Verteidigung im Mittelalter angelegt wurden und sich im Nordwesten der Stadt wieder vereinigen. Durch zwei weitere Wehre wird der Wasserstand im Stadtgebiet reguliert. Weitere Gewässer sind die Wabe und Mittelriede, die in Braunschweig in die Schunter münden.
Das Stadtgebiet erstreckt sich über eine Fläche von 192 km², umschlossen von einer Stadtgrenze mit einer Länge von 98 km. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 19,1 km und die West-Ost Ausdehnung 15,7 km. Das innere Stadtgebiet befindet sich auf einer mittleren Höhe von 70 m über Normalnull. Die höchste Erhebung bildet der Geitelder Berg mit einer Höhe von 111 m über Normalnull, die tiefste Stelle ist eine alte Okerschleife mit 62 m über NN im Nordosten.Stadt Braunschweig, Fachbereich Stadtentwicklung und Statistik [http://www.braunschweig.de/rat_verwaltung/verwaltung/ref0120/statistik/statistische_angaben.html Statistische Angaben über Braunschweig]
Im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten, grenzen folgende Gemeinden an Braunschweig:
Lehre (Landkreis Helmstedt), Cremlingen, Sickte (Samtgemeinde Sickte) und Wolfenbüttel (alle Landkreis Wolfenbüttel), Salzgitter (Kreisfreie Stadt), Vechelde und Wendeburg (Landkreis Peine) sowie Schwülper, Vordorf und Meine (alle Samtgemeinde Papenteich, Landkreis Gifhorn).
Nächstgelegene Großstädte sind Wolfsburg, etwa 35 km nordöstlich, Hannover, etwa 65 km westlich, Magdeburg, etwa 90 km östlich und Göttingen, etwa 110 km südwestlich von Braunschweig.
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet wurde am 1. November 1981 gemäß § 55 der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO) in 20 Stadtbezirke eingeteilt. Jeder Bezirk verfügt über einen von der Bevölkerung gewählten Stadtbezirksrat mit einem Bezirksbürgermeister als Vorsitzenden. Die Stadtbezirksräte haben je nach Einwohnerzahl ihres Bezirks zwischen 7 und 19 Mitglieder. Sie sind zu allen wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten, zu hören. Ursprünglich existierten 22 Stadtbezirke, im November 1991 entstand Lehndorf-Watenbüttel durch Verschmelzung zweier Bezirke. Im November 2001 wurde die Gesamtzahl durch eine weitere Zusammenlegung von zwei Bezirken zu Südstadt-Rautheim-Mascherode auf die heutige Anzahl reduziert.
Die 20 Stadtbezirke mit ihren amtlichen Nummern [http://www.braunschweig.de/rat_verwaltung/verwaltung/ref0120/statistik/jahrbuch/Karte_Stadtbezirke.pdf Karte der Stadtbezirke der Stadt Braunschweig; gültig bis 31.10.2006 (PDF)]:*Stadtbezirk 111: Wabe-Schunter
*Stadtbezirk 112: Bienrode-Waggum-Bevenrode
*Stadtbezirk 113: Hondelage
*Stadtbezirk 114: Volkmarode
*Stadtbezirk 120: Östliches_Ringgebiet
*Stadtbezirk 212: Heidberg-Melverode
*Stadtbezirk 213: Südstadt-Rautheim-Mascherode
*Stadtbezirk 214: Stöckheim-Leiferde
*Stadtbezirk 221: Innenstadt
*Stadtbezirk 222: Viewegs_Garten-Bebelhof
*Stadtbezirk 311: Weststadt
*Stadtbezirk 312: Timmerlah-Geitelde-Stiddien
*Stadtbezirk 313: Broitzem
*Stadtbezirk 314: Rüningen
*Stadtbezirk 320: Westliches_Ringgebiet
*Stadtbezirk 412: Lehndorf-Watenbüttel
*Stadtbezirk 413: Veltenhof-Rühme
*Stadtbezirk 414: Wenden-Thune-Harxbüttel
*Stadtbezirk 421: Nordstadt
*Stadtbezirk 422: Schunteraue
Für die 1974 eingemeindeten 22 Ortschaften wurden zu diesem Zeitpunkt 12 Ortschaften mit je einem Ortsrat gebildet. Diese Orträte blieben bis 1981 bestehen und gingen in dann den Stadtbezirken auf.
Für statistische Zwecke ist das Stadtgebiet Braunschweig in insgesamt 74 statistische Bezirke eingeteilt, die fortlaufend nummeriert sind und meist historische Namen tragen:
Klima
Braunschweig liegt innerhalb der gemäßigten_Breiten im Übergangsbereich zwischen ozeanisch und kontinental geprägten Gebieten. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8,8 °C, die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit 79 %. Es gibt im Jahr wesentlich mehr Frosttage (Tiefsttemperatur unter 0 °C, 74 Tage) als Sommertage (Höchsttemperatur über 25 °C, 25 Tage). In durchschnittlich 189 Tagen mit Niederschlag fallen im Jahr insgesamt 618 mm Regen.[http://www.braunschweig.de/umwelt_naturschutz/infos/umweltatlas/11/11_1.html Stadt Braunschweig - Lokales Klima, Stadtklima]
Bevölkerung
1867 hatte Braunschweig mehr als 50.000 Einwohner. 1890 überschritt die Einwohnerzahl erstmals die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf 200.000. Im Oktober 1944 lebten in der bereits stark zerstörten Stadt noch ca. 150.000 Menschen Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 43. Die Bevölkerungszahl erreichte 1974 durch die Gebietsreform mit 271.213 ihren bisherigen Höchststand. Nach amtlicher Fortschreibung von 2005 hatten 245.273 Personen ihren Hauptwohnsitz in Braunschweig. Somit ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 1.277 Menschen pro km².Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt, danach beziehen sich die Angaben beziehen sich auf die ?Ortsanwesende Bevölkerung?, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die ?Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung?.| valign = ?top? |
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¹ Volkszählungsergebnis ? ² nach Eingemeindungen
Sprache
Zum Teil wird von der Bevölkerung noch das Braunschweigisch genannt. Allgemein gilt das in der Region Braunschweig-Celle-Hannover gesprochene Hochdeutsch als bundesweit am reinsten.
Geschichte
Siehe auch Hauptartikel: Geschichte der Stadt Braunschweig
aus dem 9. Jahrhundert.]]
Vorgeschichte und Sächsische Besiedlung
Die ältesten Funde im Braunschweiger Land, die sogenannten Schöninger Speere, haben ein Alter von bis zu 270.000 Jahren. Aber auch im Stadtgebiet selbst, insbesondere in der Umgebung des heutigen Stadtteils Wenden, wurden Funde aus der Jungsteinzeit, der Bronze- und der Eisenzeit gemacht, die auf eine sehr frühe erste Besiedlung hindeuten.
In germanischer Zeit war das heutige Braunschweiger Land wahrscheinlich Siedlungsgebiet der Cherusker und der Angrivarier, evtl. auch der Elbgermanen. Diese wurden jedoch alle nach und nach unterworfen, vertrieben oder schlossen sich dem Sachsenbund an. Die Sachsen waren ab etwa 500 n. Chr. auch die dominierende Macht in der Region. Seit dieser Zeit sind auch sächsische Siedlungen nachweisbar. Unklar ist, ob damals bereits ein Dorf an der Stelle des heutigen Braunschweig bestand, welches dann im Laufe der Sachsenkriege zerstört wurde.
Stadtgründung und Mittelalter
im Mittelalter, Rekonstruktion des mutmaßlichen Zustands von 1200]]
Großen Einfluss auf die Stadtgründung und Entwicklung hatte die die Stadt durchfließende Oker. Dieser stellte seit etwa 800 n. Chr. die Grenze zwischen den Bistümern Halberstadt und Hildesheim dar und begünstigte durch eine für den Handel wichtige Furt die Entwicklung der Stadt. Auf beiden Seiten der Oker entstanden wahrscheinlich schon im 9. Jahrhundert die Siedlungen Brunswik und Dankwarderode. Der Legende der Braunschweigischen_Reimchronik zufolge soll die erste Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Braunschweig im Jahre 861 gegründet worden sein. Die Seriosität dieser Quelle wird heute jedoch von Experten bezweifelt, weshalb das Jahr 1031 als erster urkundlicher Nachweis der Existenz einer Siedlung gilt. Die Grundlage dafür ist die Weiheurkunde der Magnikirche.
Seit dem 10. Jahrhundert stellten die Brunonen, Nachfahren des sagenhaften Stadtgründers Brun(o), die Herrscher Braunschweigs. Über die Nichte Richenza von Northeim des Brunonen Ekbert_II. und deren Enkelin Gertrud_von_Süpplingenburg ging die Stadt Braunschweig und das gesamte Herzogtum Sachsen 1142 an Heinrich_den_Löwen, Herzog von Sachsen und Bayern
Unter dem Einfluss Heinrichs entwickelte sich Braunschweig zu einer mächtigen Stadt, welche er zu seiner Residenz ausbaute. So ließ er die Burg Dankwarderode erweitern und den Braunschweiger Dom errichten. Heinrich erlangte soviel Macht, dass er den Löwen zu seinem Wappentier wählte und dessen bronzenes Abbild, den Braunschweiger Löwe, um 1166 vor dem Dom, auf dem Burgplatz, aufstellen ließ. Seitdem ist der Löwe das Wahrzeichen und Wappentier der Stadt.
Hansestadt Braunschweig
Auch das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg geht auf Heinrich den Löwen zurück und war Teil des Landes der Welfen. Namensgebend waren die beiden größten Städte Braunschweig und Lüneburg. Bereits 1267/69 kam es zur Teilung des Herzogtums in die Fürstentümer Lüneburg und Braunschweig. Die Stadt Braunschweig blieb gemeinsames Herrschaftsgebiet, aber auch Residenz der Braunschweigischen Linie der Welfen.
1432 erhielt Braunschweig seine städtische Unabhängigkeit, nachdem die Landesherren ihre Residenz aufgrund zunehmender Spannungen mit der Braunschweiger Stadtbevölkerung in das nahe Wolfenbüttel verlegten. Braunschweig galt neben Paris und Gent als eine der unruhigsten Städte des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa, da immer wieder Verfassungskonflikte durch revolutionäre Bürgerunruhen, die Braunschweiger Schichten, ausbrachen.
vor 1830]]
Wirtschaftlich entwickelte sich Braunschweig durch seine günstige Lage an der Oker, die ab Braunschweig schiffbar war. Hierdurch entwickelte sich Braunschweig zu einer wichtigen Handelsstadt, was ab Mitte des 13. Jahrhunderts auch zur Mitgliedschaft in der Hanse führte. Nach dem Beschluss des Hansetages 1494 teilte sich die Hanse statt in drei (Dritteln) nun in vier (Quartiere) Machtblöcke. Braunschweig führte das sogenannte ?Sächsische Quartier? und damit die mitteldeutschen Städte des sächsischen Städtebundes an. 1669 gehörte Braunschweig zu den letzten neun in der Hanse verbliebenen Städten.
1671 eroberte eine Streitmacht der Welfen-Fürsten die Stadt und stellte sie wieder unter die Herrschaft des Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Damit war die Epoche der unabhängigen, nahezu reichsunmittelbaren, Stadt Braunschweig beendet. 1753 wurde auch der Residenzsitz zurück nach Braunschweig in das neu gebaute Braunschweiger Schloss verlegt. Über 4000 Personen folgten der herzoglichen Familie und siedelten ebenfalls nach Braunschweig über, was gleichzeitig den Niedergang Wolfenbüttels zur Folge hatte.
Braunschweig im 19. Jahrhundert
mit Quadriga (ca. 1899), Ausführung Georg Ferdinand Howaldt]]
Nach dem Frieden von Tilsit (1807) und der Schaffung des Königreiches_Westfalen durch Napoléon Bonaparte wurden Stadt und Herzogtum Braunschweig von den Franzosen besetzt und Braunschweig Hauptstadt des neu gestalteten Départements_Oker. Während der Befreiungskriege zogen 1813 Braunschweigische Truppen unter Führung Johann Elias Olfermanns in der Stadt ein und stellten das alte Herzogtum Braunschweig für Herzog Friedrich_Wilhelm wieder her. Durch den Wiener Kongress im folgenden Jahr wurde dies bestätigt und die Stadt zunächst der Kreisdirektion Wolfenbüttel zugeteilt.
1825 erhielt die Stadt den Status einer landesunmittelbaren Stadt. 1833 wurde sie Sitz einer eigenen Kreisdirektion (aus der später der Landkreis Braunschweig hervorging), bevor sie 1850 erneut landesunmittelbar wurde. Ab 1870 gehörte die Stadt endgültig zur Kreisdirektion Braunschweig. Nachdem das Herzogtum 1866 im Deutschen_Krieg auf der Seite Preußens stand, was zu einem Bruch mit dem Haus Hohenzollern führte, wurde 1871 aus dem Herzogtum ein Bundesstaat des Deutschen_Reiches.
Da Welfenherzog Wilhelm 1884 ohne legitimen Erben verstorben war, übernahm zunächst ein Regentschaftsrat bis zur Aussöhnung zwischen den Hohenzollern und dem Haus Hannover im Jahre 1913 die Regierungsgeschäfte in Braunschweig.
Weimarer Republik
Ebenso wie im Rest des Deutsche_Kaiserreich kam es gegen Ende des Ersten_Weltkrieges in Braunschweig zu einer wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krise, die zur Novemberrevolution in Braunschweig führte. Nachdem der Arbeiter- und Soldatenrat unter August Merges am 8. November 1918 die Abdankung des letzten Herzogs, Ernst_August_von_Braunschweig-Lüneburg erzwungen hatte, übernahm der Rat die politische Führung und rief die ?Sozialistische Republik Braunschweig? unter Führung des Präsidenten Merges aus.
Die Lage in der Stadt Braunschweig spitzte sich zu, als die Spartakisten am 9. April 1919 einen Generalstreik ausriefen. Der Streik führte dazu, dass die Züge nicht mehr abgefertigt wurden und damit der wichtige Ost-West-Verkehr blockiert wurde. Die Folge war ein Rückstau, der in ganz Deutschland ein Verkehrschaos auslöste. Ab dem 11. April kam das öffentliche Leben in der Stadt zum Erliegen. Um Recht und Ordnung wieder herzustellen, verhängte die Reichsregierung den Belagerungszustand über die Stadt und den Freistaat Braunschweig. Am 17. April rückten 10.000 Mann der Freikorps-Truppen in der Stadt ein und übernahmen sie friedlich. Nach der Bildung einer neuen Regierung unter Ministerpräsident Heinrich Jasper, verließen die Truppen Braunschweig bereits im Mai wieder.
Braunschweig im Nationalsozialismus
]]
beseitigt]]
In Folge der durch die Hyperinflation ausgelöste Teuerungswelle, Arbeitslosigkeit und Armut kam es 1922 zu schweren Unruhen in der Stadt. Politisch gewann seit 1923 die NSDAP immer mehr an Einfluss und zog bereits ein Jahr später in den Braunschweigen Landtag. 1931 kam es in Anwesenheit Adolf Hitlers zu einem Aufmarsch von ca. 100.000 SA-Leuten vor dem Braunschweiger Schloss. Obwohl die Bevölkerung der Stadt Braunschweig eher proletarisch geprägt war, gelang der NSDAP bereits 1930 eine Regierungsbeteiligung im Freistaat Braunschweig, welche für die Einbürgerung Adolf Hitlers verantwortlich ist.
Unter dem Kabinett Klagges kam es bereits 1933 zu einer brutalen Verfolgung von politischen Gegnern und anderen unerwünschten Personengruppen. Besonders bedeutsam sind in diesem Zusammenhang die Rieseberg-Morde vom 4. Juli 1933. Klagges? Ziel war der Aufbau eines nationalsozialistischen Musterstaates und damit die Festigung seiner eigenen Position. Hierzu errichtete er Mustersiedlungen wie Lehndorf, holte wichtige nationalsozialistische Institutionen wie die Deutsche_Versuchsanstalt_für_Luftfahrt oder eine SS-Junkerschule in die Stadt und baute Braunschweig zu einem Rüstungszentrum des Dritten_Reiches aus.
Während des Zweiten_Weltkrieges war Braunschweig zahlreichen Bombenangriffen ausgesetzt, wobei etwa 90% der Innenstadt zerstört wurden. Der verheerendste war der Bombenangriff auf Braunschweig am 15. Oktober 1944, bei dem 233 Lancaster-Bomber der No. 5 Bomber Group Royal Air Force (RAF) durch den Abwurf von ca. 200.000 Phosphor-, Brand- und Sprengbomben einen 2½ Tage wütenden Feuersturm entfachten. Über 1000 Menschen kamen bei diesem Angriff ums Leben. Während des gesamten Krieges fanden ca. 3.500 Menschen durch Bombenangriffe den Tod, wobei fast die Hälfte der Toten Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge waren.
Die Entstehung des heutigen Braunschweig
= Nachkriegsjahre und Wiederaufbau
=Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte Braunschweig 202.284 Einwohner; bei Kriegsende hatte sich diese Zahl um 26,03 % auf 149.641 verringert. Die Stadt gehört zu den am schwersten zerstörten deutschen Städten. Der Zerstörungsgrad der Innenstadt (innerhalb des Okerringes) lag bei 90 %, der Gesamtzerstörungsgrad der Stadt bei 42 %. Die Gesamttrümmermenge belief sich auf 3.670.500 m³Rudolf Prescher: Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945, Braunschweig 1955, S. 112. Die Trümmerräumung dauerte 17 Jahre, bis diese 1963 offiziell für beendet erklärt wurde. Tatsächlich jedoch wurden sie aber noch Jahrzehnte danach in geringerem Umfang fortgesetzt.
Durch den akuten Bedarf an Wohnraum schritt der Wiederaufbau in den 1950/60ern schnell voran. Da die Innenstadt nahezu vollständig zerstört war, ergriffen neue, aber ideenlose Stadt- und Raumplaner ihre Chance und entwarfen und bauten die neue, moderne, und v. a. ?autogerechte_Stadt?, wobei sie u. a. die Maxime der sogenannten Braunschweiger Schule umzusetzen versuchten. Hierzu wurde erheblich in den Restbestand der über Jahrhunderte gewachsenen Stadtlandschaft eingegriffen, was wiederum an vielen Stellen zu weiteren Zerstörungen führte (u. a. durch neu angelegte Straßenschneisen). So wurden z. B. intakte Gebäude abgerissen und ein neuer Hauptbahnhofs weit ab vom Stadtzentrum angelegt. Diese nachträgliche Zerstörung historischen Bau- und Kulturgutes in Friedenszeiten, führte zu einem weiteren Identitätsverlust der örtlichen Bevölkerung und war jahrzehntelang Anlass für sehr kontrovers geführte Diskussionen.
Eingemeindungen
• Veltenhof]
• Lehndorf/'>Gliesmarode], [[Braunschweig-Lehndorf/'>Lehndorf, Melverode, Dibbesdorf, Hondelage, Lamme, Mascherode, Rautheim, Rüningen, Schapen, (Klein-)Stöckheim, Thune, Timmerlah, Völkenrode, Volkmarode, Waggum, Watenbüttel und Wenden ¹
**vom Landkreis Gifhorn die Gemeinde Harxbüttel
**vom Landkreis Wolfenbüttel die Gemeinden Geitelde, Leiferde und Stiddien
¹ die restlichen Gemeinden des Landkreises_Braunschweig wurden den Nachbarlandkreisen eingegliedert
Politik
Stadtregierung
An der Spitze der Stadt Braunschweig stand ursprünglich ein herzoglicher Vogt, doch wurde das Amt bereits im 12. Jahrhundert an Bürger verliehen. Einen Rat gab es in den drei Weichbilden Altstadt, Hagen und Neustadt in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die drei Räte schlossen sich 1269 zu einem einzigen Rat zusammen. Die Zusammensetzung des Rates variierte im Laufe der Geschichte mehrfach, 1386 hatte er 105 Mitglieder, ab 1614 nur noch 56. Die laufende Verwaltung oblag einem Ausschuss des Rates, dem ?Engen Rat?, der ab 1386 25, ab 1614 15 Mitglieder hatte. Nachdem die Stadt 1671 ihre Unabhängigkeit verloren hatte, gab es nur noch einen aus 16 Senatoren bestehenden Rat, der vom Herzog zu bestätigen war. Dem Rat stand ein Bürgermeister vor.
Während der Zeit der französischen Besetzung Braunschweigs von 1807 bis November 1813, war Braunschweig die Hauptstadt des Départements_Oker, das wiederum zum Königreich Westfalen gehörte. Es galt die ?Maire-Verfassung?, mit einem ?Maire? (Bürgermeister) an der Spitze der Stadt. Danach wurde die alte Verfassung mit dem Rat, der sich nunmehr ?Stadtgericht? nannte, wieder eingeführt. Nach Trennung von Justiz und Verwaltung im Jahre 1825, führte der Rat die Bezeichnung Magistrat. Bereits ab 1813 trug das Stadtoberhaupt den Titel ?Stadtdirektor?, seit 1848 hat Braunschweig einen ?Oberbürgermeister?. Während des Zeit des Nationalsozialismus wurde das Stadtoberhaupt von der NSDAP eingesetzt.
1946 führte die Militärregierung der Britischen_Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen von der Bevölkerung gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung.
2001 wurde in Braunschweig die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und oberster Repräsentant der Stadt. Er wird seit 2001 direkt von der Bevölkerung gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.
= ?Maires?, Stadtdirektoren und Oberbürgermeister seit 1807
=Wappen, Farben & Wahrzeichen der Stadt Braunschweig
= Wappen
=? ? Schilde einen steigenden links (heraldisch rechts) gewendeten roten Löwen mit weißen Zähnen, roter Zunge und schwarzen Krallen. Die Schildbreite verhält sich zur Schildhöhe wie 6 : 7. Für die heraldische Gestaltung des Wappens ist der Wappenbrief vom 15. Oktober 1438 maßgebend.}}
Dieses Stadtwappen ist seit mindestens 1366/67 bekannt und seither – lediglich mit einigen stilistischen Veränderungen – in Gebrauch. Es wurde von König Albrecht_II. im o. g. Wappenbrief vom 1438 bestätigt. Neben der Gesamtstadt führen auch die fünf Weichbilde Altewiek, Altstadt, Hagen, Neustadt und Sack eigene Wappen, die sämtlich Variationen des Löwenmotivs zeigen. Camerer, Garzmann, Schuegraf, Pingel: Braunschweiger Stadtlexikon, Braunschweig 1992, S. 217 f.
= Farben
=Weiter führt die Hauptsatzung bzgl. der Farben der Stadt aus:Neben dem im Wappenbrief enthaltenen Wappen, zeigt dieser auch die Farben der Stadt. Neben dieser offiziellen Stadtflagge führen allerdings die fünf Weichbilde, die Bürgergarde und die Stadtverwaltung eine Vielzahl weiterer (eigener) Flaggen, die, gleich dem Wappen, wiederum Variationen des Löwenmotivs aufweisen..
= Wahrzeichen
=Der Braunschweiger Löwe ist das Wahrzeichen Heinrichs_des_Löwen, der die Stadt im Mittelalter zu einem bedeutenden Gemeinwesen ausbaute. So wurde der Löwe auch zum Wahrzeichen Braunschweigs. Auf der wahrscheinlich um 1300 entstandenen Ebstorfer Weltkarte ist Braunschweig mit dem Löwenstandbild und darüber stehend ?Leo? eingezeichnet – so bekannt war der Braunschweiger Löwe bereits im ausgehenden Mittelalter. Die heutige offizielle Festlegung als Wahrzeichen der Stadt erfolgte erst 1953 in der Hauptsatzung der Stadt.
Als ?inoffizielles?, aber ebenfalls sehr altes Wahrzeichen der Stadt, gelten die Türme der Andreaskirche, die von alters her schon von weitem den Weg nach Braunschweig wiesen.
Städtepartnerschaften
Braunschweig unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft bzw. -freundschaft:
Wirtschaft und Infrastruktur
Stadt und Region Braunschweig haben in ihrer Geschichte mehrere Strukturwandel erlebt. Bis nach dem Konservenindustrie mit vielen verarbeitenden Betrieben sowie einer spezialisierten Maschinenbau-Industrie, unter anderem Schmalbach-Lubeca.
Mit dem Niedergang der Konservenindustrie und der Abwanderung der Industrie in andere Länder verschob sich der Schwerpunkt in Richtung auf die Automobilindustrie. Ebenfalls Geschichte ist die Fotoindustrie mit den traditionsreichen Firmen Voigtländer und Rollei.
Im Januar 2005 erwarb Veolia Water 74,9 % der Geschäftsanteile an der BS/'>ENERGY Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG. Die BS|ENERGY versorgt die rd. 250.000 Einwohner Braunschweigs mit Strom, Gas, Wärme und Trinkwasser und ist bundesweit im Bündelkundengeschäft tätig. Im Jahr 2004 erwirtschaftete sie mit 686 Beschäftigten einen Umsatz in Höhe von 292,5 Mio. ?. Ende 2005 wurde durch Veolia auch zu 100 % die SE|BS Stadtentwässerung Braunschweig GmbH erworben, die als Tochtergesellschaft von BS|ENERGY mit rd. 230 Mitarbeitern das Kanalnetz der Stadt Braunschweig betreibt und die Betriebsführung für den Abwasserverband Braunschweig wahrnimmt.
Industrie und Handwerk
Braunschweig war Sitz der MAN aufgegangen sind. Die Fahrzeuge der MAN tragen noch heute das Logo der Firma Büssing, einen stilisierten Braunschweiger Löwen, auf dem Kühlergrill, werden aber heute in Salzgitter, 20 km südlich von Braunschweig, produziert.
In Braunschweig wurde 1938 das erste Volkswagen-Werk, das sogenannte ?Vorwerk? in Betrieb genommen. Ihm folgte das Werk in Fallersleben. Die Automobilindustrie ist nach wie vor einer der wichtigsten Industriezweige der Stadt und der Region. Noch heute befinden sich ein großes VW-Werk sowie zahlreiche Zulieferfirmen in der Stadt. Darüber hinaus hat die Volkswagen Bank ihren Unternehmenssitz in Braunschweig.
Die Stadt ist Sitz eines traditionsreichen Werkes der Siemens AG, das gleichfalls auf Heinrich Büssing zurückgeht und weltweit führend in der Bahnautomation ist (siehe Siemens-Werk Braunschweig) und unter anderem die Bahnbetriebstechnik für den Transrapid in Shanghai entwickelt hat. Der Unternehmensbereich Siemens Transportation Systems schätzt Braunschweig unter anderem wegen der Technischen Universität und der Niederlassung des Deutschen_Zentrums_für_Luft-_und_Raumfahrt (DLR), welches auch aerodynamische Forschung für die Bahnindustrie durchführt, als Kompetenzzentrum für Verkehrstechnik.
Ein interessantes Experiment ist die ?Kooperationsinitiative im Maschinenbau?, ein Zusammenschluss mittelständischer Maschinenbau-Unternehmen aus der Region Braunschweig, die gemeinsam einkaufen, die Qualifikation der Mitarbeiter erhöhen und auch auf anderen Gebieten zusammenarbeiten.
Traditionell ist Braunschweig auch eines der Zentren der deutschen Zuckerindustrie, schon aufgrund des intensiven Anbaus von Zuckerrüben im Braunschweiger Raum seit etwa 1850. Die durch einen Zusammenschluss aus mehreren Zuckerfabriken hervor gegangene Nordzucker AG hat nach der Fusion Braunschweig als Unternehmenssitz gewählt. Sie ist jetzt der zweitgrößte deutsche Hersteller von Zuckererzeugnissen. Die Technische Universität Braunschweig verfügt bereits seit Jahrzehnten über ein eigenes Forschungsinstitut für Zuckerherstellung und -verarbeitung.
Des Weiteren ist die Stadt Sitz der Handwerkskammer Braunschweig, deren Kammerbezirk die kreisfreien Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie die Landkreise Helmstedt, Goslar, Peine und Wolfenbüttel umfasst.
Außerdem ist sie Sitz der Öffentlichen_Versicherung.
Musikinstrumente
Braunschweig war und ist eines der Zentren der deutschen Musikinstrumentenindustrie. Hier haben unter anderem die Wilhelm Schimmel Pianofortefabrik GmbH als der größte deutsche Hersteller von Klavieren und Flügeln und mit der Grotrian-Steinweg GmbH ein weiterer namhafter Hersteller ihren Sitz. Streichinstrumente werden seit 1844 in Braunschweig von der Geigenbauer-Familie Rautmann, mittlerweile in der fünften Generation, hergestellt. Die Firma Sandberg fertigt hochwertige E-Gitarren und E-Bässe.
Medien
]]
Braunschweig ist Sitz eines Studios des Norddeutschen_Rundfunks (NDR). Auch zwei private Radiounternehmen, Hit-Radio Antenne und Radio ffn, besitzen hier jeweils Regionalstudios.
Regionale Tageszeitung ist die Braunschweiger Zeitung, die auch in der Region unter verschiedenen Titeln mit unterschiedlichen Lokalteilen vorherrscht. Daneben erscheinen die kostenlosen Wochenzeitungen neue Braunschweiger aus demselben Verlag und Braunschweig Report sowie die monatlichen Stadtmagazine chexx, Dacapo und Subway.
In Braunschweig und der näheren Umgebung sendet das nichtkommerzielle, lokale Bürgerradio ?Radio Okerwelle? auf der Frequenz 104,6 FM. Außerdem unterhält ?TV38?, ein nichtkommerzielles Community-TV, ein Studio in der Stadt (neben weiteren Studiostandorten in Wolfsburg und Salzgitter). Radio Okerwelle und TV 38 sind zwei von 15 niedersächsischen Veranstaltern von Bürgerrundfunk.
In Cremlingen betreibt die Deutsche Telekom AG einen Mittelwellen
Wissenschaft
, Altgebäude]]
Im gesamten Europäischen_Wirtschaftsraum (EWR) verfügt die Region Braunschweig mit weitem Abstand über die höchste Intensität auf dem Gebiete der Forschung und Entwicklung (F&E). So werden in Braunschweig 7,1 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP) dafür aufgewendet.
Die Stadt beheimatet drei Hochschulen und eine Vielzahl von Bundesanstalten und Forschungseinrichtungen. Die Technische_Universität_Carolo-Wilhelmina wurde 1745 als ?Collegium Carolinum? gegründet. 1862 wurde dieses zur ?Herzoglichen Polytechnische Schule? umgewandelt und 1877 zur ?Technischen Hochschule? erhoben. Seit der Erweiterung um eine Philosophische und eine staatswissenschaftliche Fakultät 1968 ist sie ?Technische Universität?. Die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel wurde 1971 durch Zusammenschluss der Staatlichen Ingenieurschule Wolfenbüttel mit der Höheren Fachschule für Sozialarbeit des Landes Niedersachsen gegründet. Weitere Fachbereiche kamen hinzu. Die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) wurde 1963 aus der früheren Werkkunstschule Braunschweig gegründet. 1972 wurde sie eine wissenschaftliche Hochschule und seit 1978 hat sie den Status einer künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschule. Sie ist die einzige Kunsthochschule Niedersachsens.
Aus den Nachrichten ist Braunschweig besonders durch das hier ansässige Luftfahrt-Bundesamt (LBA), durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) bekannt, die aufgrund des Zeitgesetzes seit 1978 den gesetzlichen Auftrag hat, mit ihren Atomuhren die gesetzliche Zeit in Deutschland zu verbreiten.
Am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg befindet sich auch ein Standort des Deutschen_Zentrums_für_Luft-_und_Raumfahrt (DLR), das 1969 (zunächst als ?DFVLR?) aus der 1936 gegründeten Deutschen_Forschungsanstalt_für_Luftfahrt (DFL) hervorging. Hauptarbeitsgebiete sind Flugmechanik, Flugführung und Flugsicherung, Aerodynamik und die Entwicklung leistungsfähiger Werkzeuge für Berechnungen, sowie Struktursysteme (Adaptronik und extremer Leichtbau). Der Standort arbeitet eng mit dem benachbarten Luftfahrtbundesamt, der Technischen Universität und anderen ansässigen Forschungseinrichtungen zusammen.
Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), früher Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF), ist ein Zentrum für Infektionsforschung und gehört der Helmholtz-Gemeinschaft an, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf Erregern, die medizinisch relevant sind oder als Modell für die Untersuchung von Infektionsmechanismen genutzt werden. Träger des HZI sind die Bundesrepublik Deutschland und das Land Niedersachsen (90:10).
Weitere Bundesanstalten und Forschungseinrichtungen in Braunschweig sind:
Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA)
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)
Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ) in der Leibniz-Gemeinschaft
Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik (IST)
* Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut für Holzforschung (WKI)
Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI)
Institut für angewandte Mikroelektronik (IAM)
Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen (MPA), Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (IBMB)
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat Braunschweig den Titel ?Stadt der Wissenschaft? des Jahres 2007 verliehen.
Verkehr
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Siehe auch Hauptartikel: Verkehr in Braunschweig
Braunschweig befand sich seit dem Mittelalter am Kreuzungspunkt mehrerer Fernhandelsstraßen. Die die Stadt durch- und umfließende Oker war bis in die Neuzeit schiffbar.
Heute führen mehrere Bundesautobahnen (z. B. die A_2 und die A_39) sowie Bundesstraßen nach Braunschweig bzw. direkt durch die Stadt (z. B. die B_1 und die B_248). Braunschweig hat einen Hafen mit Anbindung an den Mittellandkanal und seit 1935 einen eigenen Flughafen_bei_Waggum.
Der Braunschweiger_Hauptbahnhof wurde 1960 eröffnet und ersetzte den innerstädtischen Braunschweiger Bahnhof von 1845, dessen Hauptgebäude noch heute steht. Bereits 1838 nahm hier die erste_deutsche_Staatseisenbahn von Braunschweig nach Wolfenbüttel ihren Betrieb auf.
Der öffentliche_Personennahverkehr (ÖPNV) der Stadt wird von Bussen und Straßenbahnen der Braunschweiger Verkehrs-AG bedient. Die Umgebung ist durch mehrere Regionalverkehrsgesellschaften vorwiegend mit Buslinien erschlossen. Bereits 1904 hatte Heinrich Büssing auf der Strecke Wendeburg-Braunschweig die weltweit erste und noch heute bestehende Omnibus-Linie der ?Automobil-Omnibus-Betriebs-Gesellschaft Braunschweig? (AOBG) eröffnet. Sie diente dem Praxistest für die Busse, die er in seinem Werk bauen ließ.
Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Durch die weitgehende Zerstörung der Braunschweiger Innenstadt durch zahlreiche Luftangriffe während des Zweiten Weltkrieges, insbesondere den Luftangriff_vom_15._Oktober_1944, sind in der ehemals größten Fachwerkstadt Deutschlands nur noch wenige alte Gebäude und Straßenzüge in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben. Vor allem seit den 1990er Jahren gibt es verstärkte Bestrebungen, stadtgeschichtlich wichtige Gebäude wie z. B. die Alte_Waage oder das Braunschweiger Schloss wieder aufzubauen.
= Traditionsinseln
=mit dem Marienbrunnen]]
Unzerstörtes, Restauriertes oder Wiederaufgebautes findet sich heute vor allem innerhalb der fünf ?Traditionsinseln? der Innenstadt: Rund um den Dom, die Aegidienkirche, Magnikirche (Magniviertel), Martinikirche und um die Michaeliskirche. Die ?Traditionsinseln? wurden schon kurz nach dem Krieg vom damaligen Landeskonservator Kurt Seeleke ins Leben gerufen und genießen seit 1963 gesetzlichen Schutz.
Die ?Traditionsinsel? um den Dom umfasst vor allem den Burgplatz mit Braunschweigs Wahrzeichen, dem Braunschweiger Löwen, dessen Original sich seit 1989 zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen in der Burg Dankwarderode befindet. Um das Standbild gruppieren sich nach Burg und Dom das Braunschweigische_Landesmuseum, das Huneborstelsche_Haus und das ?von Veltheimsche Haus?. Hinter dem Dom liegen die Stiftsherrenhäuser aus dem 15. Jahrhundert.
Ähnliche ?Inseln? bilden der Altstadtmarkt mit dem Altstadtrathaus, dem Gewandhaus und dem Stechinelli-Haus und der in seiner Nähe befindliche Kohlmarkt mit zahlreichen interessanten Gebäuden aus verschiedenen Jahrhunderten.
= Kirchen
=und Alte_Waage]]
Zu den ältesten Kirchenbauten zählen unter anderem die Jakobskirche aus dem 9. Jh. und die Magnikirche aus dem 11. Jh., in deren Stiftungsurkunde aus dem Jahre 1031 Braunschweig urkundlich erwähnt wird. Weitere bedeutende Kirchen des Mittelalters sind der Dom, die Bartholomäuskirche, die Michaeliskirche, die Petrikirche und die Pfarrkirchen St._Martini, St._Katharinen und die 91 Meter hohe Andreaskirche, die über Jahrhunderte das höchste Bauwerk der Stadt war. Bekannte Kirchen aus der neueren Zeit sind die Jakobikirche und die neogotischen Kirchen St._Johannis und St._Pauli.
Die Aegidienkirche, die Brüdernkirche und das Kloster Riddagshausen sind die bedeutendsten Klosterbauten der Stadt.
= Gebäude durch die Jahrhunderte
=Aus den letzten fast 900 Jahren stammen die Burg Dankwarderode, das Gewandhaus, die Liberei, das Achtermannsche_Haus, Schloss Richmond, die zwischen 1991 und 1994 rekonstruierte Alte_Waage, das in den Jahren 2005 bis 2007 neu errichtete Braunschweiger Schloss und der Ritter_St._Georg. Weitere bemerkenswerte Gebäude sind das Neustadtrathaus, das ?Haus Salve Hospes?, das Haus_zum_goldenen_Stern, der Alte_Bahnhof, der Wasserturm auf dem Giersberg u.v.m.
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Akzente moderner Architektur wurden 1960 mit dem Empfangsgebäude des Braunschweiger_Hauptbahnhofes, sowie dem im Jahr 2000 davor errichteten Nahverkehrsterminal gesetzt. Das 1999 gebaute Rizzi-Haus entfachte kontroverse Diskussionen. Ein weiteres Beispiel moderner Architektur ist das gläserne Bibliotheksgebäude der Hochschule_für_Bildende_Künste aus dem Jahr 2002.
Das höchste Wohngebäude der Stadt ist das 22-geschössige Hochhaus am Schwarzen Berge mit 66 m, der Fernmeldeturm im Stadtteil Broitzem erreicht die Höhe von 155 m. Überragt wird die Stadt vom höchsten Bauwerk, dem Schornstein des Heizkraftwerks Mitte mit einer Gesamthöhe von 198 m.
Bedeutende Denkmale
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Siehe auch Hauptartikel: Liste der Denkmale und Standbilder der Stadt Braunschweig
Über die Stadt verstreut finden sich zahlreiche Denkmale, Standbilder, Reliefe, Gedenksteine, und -tafeln, die im Laufe der Jahrhunderte zu unterschiedlichen Anlässen geschaffen wurden. Einige dieser Werke sind allerdings mittlerweile aus verschiedenen Gründen (meist aufgrund von Kriegseinwirkung) nicht mehr vorhanden. Die zweifellos kunsthistorisch und stadtgeschichtlich wichtigsten Werke sind auch gleichzeitig die ältesten:
Das nach seinem Erschaffer benannte ?Imervard-Kreuz? im Braunschweiger Dom gilt als eine der bedeutendsten romanischen Skulpturen auf deutschem Boden. Bei der Holzskulptur handelt es sich um ein Viernagelkreuz aus der Mitte des 12. Jhs. Wenige Meter weiter in der Burg Dankwarderode befindet sich der Braunschweiger Löwe. Er ist die älteste erhaltene Großplastik des Mittelalters nördlich der Alpen und erster größerer figürlicher Hohlguss seit der Antike.
Das Grabmal Heinrichs_des_Löwen und seiner zweiten Gemahlin Mathilde_von_England ist ebenfalls außergewöhnlich, da es zu den ersten Grabmälern gehört, bei denen ein naturalistischer Stil Einzug hielt.
Weitere wichtige Denkmale:
{| class="prettytable"
|- style="background-color:#e7e7e7"
| colspan=2 style="width: 50%" | Lessing-Denkmal von 1853
| colspan=2 style="width: 50%" | Grabmal Heinrichs_des_Löwen und Mathildes
|-
| style="vertical-align: top" |
| style="vertical-align: top" | Entwurf Ernst Rietschel, ausgeführt von Georg_Howaldt
| style="vertical-align: top" |
| style="vertical-align: top" | Das Grabmal wurde um 1230 errichtet und befindet sich im Braunschweiger Dom.
|- style="background-color:#e7e7e7"
| colspan=2 style="width: 50%" | Reiterstandbild Herzog Friedrich_Wilhelm
| colspan=2 style="width: 50%" | Reiterstandbild Herzog Carl_Wilhelm_Ferdinand
|-
| style="vertical-align: top" |
| style="vertical-align: top" | Entwurf Ernst Hähnel, Enthüllung 1874, ausgeführt von Georg Howaldt
/'> style="vertical-align: top" |
| style="vertical-align: top" | Entwurf Hermann_Howaldt
| style="vertical-align: top" |
| style="vertical-align: top" | Entwurf Adolf Breymann, ausgeführt von Georg Ferdinand Howaldt, gezeigt auf der Weltausstellung 1873 in Wien (ausgezeichnet mit einer Silbermedaille).
/'>}
Kultur
Museen
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Das wohl bedeutendste Museum Braunschweigs ist das Braunschweigische_Landesmuseum, kurz BLM. Es wurde 1891 als ?Vaterländisches Museum für Braunschweigische Landesgeschichte? in der Straße Hagenscharrn gegründet und ist das einzige Geschichtsmuseum in der Trägerschaft des Landes Niedersachsen. Auch die Ausstellung in der gegenüber liegenden Burg Dankwarderode gehört zu diesem Museum. Die Außenstelle des BLM im Chor des Paulinerklosters aus der Mitte des 12. Jahrhunderts beherbergt das älteste jüdische Museum der Welt.
Das 1865 eröffnete Städtische_Museum am Magnitor zeigt die Geschichte der Stadt Braunschweig; zu ihm gehören auch die Formsammlung und die Friedrich-Gerstäcker-Gedächtnisstätte.
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des Kunstvereins Braunschweig]]
Weitere Museen Braunschweigs sind:
Eisenbahnmuseum;
Gedenkstätte_KZ-Außenlager_Schillstraße;
Friedrich-Gerstäcker-Museum, gegründet 1982;
Grammophon-Museum_?Harmonie?, gegründet 1998;
Haus Salve Hospes, Kunstverein Braunschweig e. V.;
Landtechnik-Museum Braunschweig, Gut Steinhof;
Mineralien-Kabinett der Technischen_Universität_Braunschweig, gegründet 1978;
Museum_für_Photographie, gegründet 1984;
Naturhistorisches_Museum, hervorgegangen aus dem 1754 von Herzog Karl_I. eröffneten Kunst- und Naturalienkabinett;
Raabe-Haus, Wilhelm Raabes letztes Wohnhaus, als Gedenkstätte 1948 gegründet;
Zisterziensermuseum_Riddagshausen in einem früheren Kloster.
Bibliotheken
Die größte Bibliothek der Region Braunschweig ist die Universitätsbibliothek der Technischen_Universität_Braunschweig. Sie wurde 1748 als Bibliothek des Collegium Carolinum gegründet und ist damit die älteste Bibliothek einer Technischen Hochschule in Deutschland. Der Bestand umfasst ca. 1,6 Mio. Medien.Neben ihrer eigentlichen Arbeit betreibt die Universitätsbibliothek Braunschweig auch das Datenbanksystem allegro und betreut die größte Sammlung pharmazeutischer Literatur in Deutschland bzw. Mitteleuropa.
Die Städtischen Bibliotheken Braunschweigs bestehen aus der Öffentlichen_Bücherei und der Stadtbibliothek Braunschweig, die ihren Schwerpunkt in Geistes- und Sozialwissenschaften besitzt.
Die Stadtbibliothek wurde 1861 gegründet und 1865 mit einer 3.584-bändigen Ministerialbibliothek im Neustadtrathaus eröffnet. Über Jahrzehnte hinweg wuchs der Bestand an Werken, sodass die Stadtbibliothek heute über 400.000 Bücher, 1.366 mittelalterliche Handschriften, 2.500 Karten und Pläne aus der Zeit vor 1850 sowie die Bibliothek des Geistlichen Ministeriums mit 8.675 Titeln verfügt.
Mit der Wilhelm-Raabe-Forschungsstelle der Stadtbibliothek soll der Nachlass des Schriftstellers Wilhelm Raabe erschlossen und erarbeitet werden. Werke Raabes befinden sich im Museum des Raabe-Hauses und im Stadtarchiv Braunschweig.
Die Öffentliche Bücherei ging 1907 aus der Volkslesehalle hervor und umfasst 170.000 Medien. Neben mehreren Zweigstellen besitzt sie weiterhin eine Kinder- und Jugendbibliothek sowie eine Musikbibliothek.
Weitere Bibliotheken befinden sich im Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung, im Herzog Anton Ulrich-Museum und in der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.
Die Stadt ist Mitglied der Braunschweigischen_Landschaft, einem Verein zur Pflege kultureller Einrichtungen in der Region.
Braunschweig beherbergt 18 Stiftungen, die älteste, die Braunschweigs Stiftung, stammt aus dem Jahre 1794 und ist noch heute tätig. Ein Stiftungsgründung der jüngsten Vergangenheit stammt aus dem Jahre 2003: Die Bürgerstiftung Braunschweig hat sich zum Ziel gesetzt, soziale und kulturelle Aktivitäten zu fördern.
Theater
, Großes Haus]]
Das Staatstheater Braunschweig ist ein staatliches Vierspartentheater. Es zeigt jährlich etwa 30 Premieren in Schauspiel, Musiktheater (Oper, Operette, Musical) und Ballett sowie in der Kinder- und Jugendtheatersparte Junges Staatstheater. Die Ursprünge des Staatstheaters gehen auf ein Vorgängerhaus zurück, das 1690 von Herzog Anton_Ulrich begründet wurde. Das Herzogliche Opernhaus stand bis 1864 am Hagenmarkt, hier fanden bedeutende Uraufführungen, wie Lessings Emilia Galotti im Jahr 1772 und Goethes Faust im Jahr 1829, statt.
Weitere Theater sind: Figurentheater fadenschein, Komödie am Altstadtmarkt, LOT Theater, ?Mutabor?, ein 1994 gegründetes Schülertheater, das Niederdeutsche Theater, Premiere Amateurtheater Braunschweig, Studio Bühne Braunschweig, Theater Fanferlüsch und das Theater Zeitraum.
Religionsgemeinschaften
= Evangelisch-lutherische Kirche
=]]
Ab 1522 hielt die reformatorische_Bewegung Einzug und ab 1525 wurde die erste evangelische Predigt in Braunschweig gehalten. Bis 1528 wurde die Reformation nach lutherischem Bekenntnis durch Martin Luthers Mitstreiter Johann Bugenhagen eingeführt. Die Stadt bekam eine über die Stadtgrenzen hinaus berühmte Kirchenordnung und war fortan über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Sie regelte ihre kirchlichen Angelegenheiten weitestgehend autonom. Protestantische Hauptkirche ist der Braunschweiger Dom.
Erst 1671 wurde die Kirchenverwaltung in die Braunschweigische Evangelisch-Lutherische Landeskirche des Herzogtums_Braunschweig eingegliedert. Hier wurde die Stadt alsbald Sitz einer Superintendentur. Heute bezeichnet man diese Verwaltungsebene als Propstei. Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Stadt gehören heute zur Propstei Braunschweig der Evangelisch-Lutherischen_Landeskirche_in_Braunschweig.
= Evangelisch-reformierte Kirche
=Im 18. Jahrhundert gründeten sich in Braunschweig auch deutsch-reformierte und französisch-reformierte Gemeinden, die sich 1811 zu einer reformierten_Gemeinde vereinigten. Bis heute ist die Kirchengemeinde selbständig. Sie wurde 1928 Gründungsmitglied des Bundes_Evangelisch-reformierten_Kirchen_Deutschlands, der eine kleine Anzahl reformierter Gemeinden umfasst, die nicht Mitglied in einer Landeskirche sind und in Braunschweig seinen Sitz hat.
= Evangelische Freikirchen
=Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), zwei Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten), die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangelische_Freikirche_Querum, das Christuszentrum Braunschweig e. V., die Ecclesia-Gemeinde Braunschweig e. V. und die Gemeinschaft Christi.
= Katholische Kirche
=]]
Im Mittelalter gehörte die Stadt Braunschweig zu den Bistümern Hildesheim und Halberstadt, wobei die Oker deren Grenze bildete. Das Hildesheimer Gebiet gehörte zum Archidiakonat Stöckheim, das Halberstädter zum Archidiakonat Atzum. 1391 wurde von beiden Bischöfen in Braunschweig ein Offizialat eingerichtet, das die kirchlichen Angelegenheiten der Stadt im Auftrag beider Bistümer erledigte. In der Reformation wurden die Kirchen evangelisch-lutherisch, katholische Gottesdienste fanden nicht mehr statt.
Anfang des 18. Jahrhunderts wurde den Katholiken in Braunschweig wieder erlaubt, Gottesdienste abzuhalten, so dass sich alsbald eine katholische Gemeinde gründen konnte. Diese gehörte ab 1824 zum neu festgelegten Bistum Hildesheim, welches bis 1930 zur Kirchenprovinz Köln (Erzbistum Köln), dann zur Kirchenprovinz Paderborn (Erzbistum Paderborn) und seit 1995 zur neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) gehört. Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören zum Dekanat Braunschweig, dessen Gebiet auch Gemeinden außerhalb der Stadt Braunschweig umfasst. Katholische Hauptkirche in Braunschweig ist das Liebfrauenmünster St._Aegidien, die Kirche eines ehemaligen Benediktinerklosters.
= Jüdische Gemeinde
=Seit dem Mittelalter gab es in Braunschweig ein vielgestaltiges jüdisches Leben. Erstmals wird im Jahre 1282 eine jüdische Gemeinde mit Synagoge, Schule, Gericht und Vorsteher erwähnt. Hauptsächlich wurde im nördlichen Teil der Altstadt und in der Neustadt gesiedelt. Der erste jüdische Friedhof ist für 1584 belegt; noch heute besteht ein 1910 an der Hamburger Straße eingerichtet Friedhof, der während der Zeit des Nationalsozialismus geschändet worden war, aber später wieder instand gesetzt wurde. Die 1873-1875 von Constantin Uhde entworfene ?Neue_Synagoge? wurde in der, von den Nationalsozialisten lancierten, sogenannten ?Reichskristallnacht? vom 9. auf den 10. November 1938 schwer beschädigt und 1940 wegen Baufälligkeit abgerissen. Aufgrund der Verfolgung während des Dritten Reiches reduzierte sich die jüdische Bevölkerung Braunschweigs von ehemals 682 im Jahre 1933 dramatisch (s. Judenverfolgung). Nachweislich wurden 196 Braunschweiger Juden ermordetHorst-Rüdiger Jarck, Gerhard Schildt (Hrsg.): Braunschweigische Landesgeschichte. Jahrtausendrückblick einer Region, Braunschweig 2000, S. 1004?1007. Die Dunkelziffer dürfte aber erheblich höher liegen.
Nach Kriegsende bildete sich bereits ab 1946 wieder eine neue jüdische Gemeinde in der Stadt. Sie bestand aus überlebenden Braunschweiger Juden und hinzugezogenen. Heute umfasst sie über 200 Mitglieder. Am 6. Dezember 2006 wurde die neue Braunschweiger_Synagoge feierlich eingeweiht.
= Andere Glaubensgemeinschaften
=Darüber hinaus sind auch die Mormonen, die Neuapostolische Kirche, die Apostolische Sendungskirche, die (anthroposophische) Christengemeinschaft, die Christian Science und die Zeugen Jehovas in der Stadt vertreten.
Freizeit
In der Stadthalle und in der Volkswagen_Halle finden regelmäßig Konzerte, Messen oder sportliche Veranstaltungen statt.
Die Stadt verfügt mit dem Arche_Noah_Zoo über einen kleinen Zoo. In der 1964 eröffneten Anlage werden 300 Tiere aus 50 Arten in naturnahen Gehegen gehalten. Der Park ist im Familienbesitz und hat einen Schwesterzoo nur etwa 15 km entfernt, den Tierpark Essehof in Lehre.
Sport
Der bekannteste Sportverein ist Eintracht Braunschweig. Die Eintracht war unter anderem 1967 Deutscher_Fußballmeister, mehrmals deutscher Meister im Damenhockey (1965, 1969 und 1973) und erlangte auch in weiteren Sportarten wie Leichtathletik und Wasserball wichtige Titel. Seit dem 4. Juni 2005 spielt Eintracht Braunschweig in der 2. Fußball-Bundesliga.
Ein weiterer erfolgreicher Verein sind die Braunschweig Lions. Seit 1997 standen die American Footballer in jedem Finale des German Bowl und konnten diesen deutschen Meistertitel 1997, 1998, 1999, 2005 und 2006 für sich entscheiden. Darüber hinaus gewannen sie 1999 und 2003 den europäischen Titel des Eurobowl.
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Weitere Vereine sind die in der 1. Basketball-Bundesliga spielenden New Yorker Phantoms Braunschweig, der Handball-Regionalligist MTV Animals (MTV Braunschweig), sowie der national und international erfolgreichste Tanzsportverein im Standard-Formationstanzen, der Braunschweiger Tanz-Sport-Club (BTSC). Mehrere deutsche Meistertitel - vor allem im Langstreckenlauf - errang die Leichtathletik-Startgemeinschaft LG Braunschweig.
Seit 1994 finden im Juni auf dem Gelände des ?Braunschweiger Tennis- und Hockey-Clubs? (BTHC) im Bürgerpark die NORD/LB open statt, ein jährliches ATP-Challenger Tennisturnier für junge und aufstrebende Welttennis-Spieler.
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Jedes Jahr im Frühling werden in der Volkswagen Halle die Löwen Classics, ein internationales Weltranglisten-Reitsporttunier, ausgetragen.
An einem Freitag zur Zeit des Sommeranfangs (Ende Juni) findet seit 1986 der Braunschweiger Nachtlauf statt, der Läufern auf einem Rundkurs durch die Innenstadt verschieden Streckendistanzen anbietet. Für dieses Sportereignis mit ca. 6.000 aktiven Teilnehmern und 40.000 Zuschauern werden Teile der Innenstadt für den Verkehr gesperrt, und an der Strecke findet ein großes Sommerfest statt. Ein in den vergangenen Jahren stattfindender Elite-Lauf mit Profiläufern wurde zugunsten weiterer Startplätze für Laufbegeisterte 2006 zum ersten Mal gestrichen.
Der Braunschweig-Wolfenbüttel Marathon ist eine weitere Laufsportveranstaltung, die neben dem klassischen Marathonlauf auch weitere kürzere Strecken auf einer etwas hügeligen Strecke zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel anbietet. Der Marathon wird jeweils Anfang Oktober veranstaltet, Beim Marathon 2005 kamen 304 Läufer (271 Männer, 33 Frauen) ins Ziel.
Regelmäßige Veranstaltungen
= Braunschweiger Karneval
=Der am Sonntag vor Rosenmontag stattfindende Braunschweiger Karnevalsumzug ist der größte Norddeutschlands und der viertgrößte in ganz Deutschland, im Jahr 2005 zog er über 250.000 Besucher an. Seit einiger Zeit wird versucht, dieses Karnevalstreiben historisch zu ?untermauern?, indem eine Verbindung zum Schoduvel hergestellt wird. Das mittelniederdeutsche Wort ?Schoduvel? bedeutet soviel wie ?Maske, Larve, (Teufels-)Antlitz?, evtl. auch ?Scheuchteufel? oder ?etwas, womit man den Teufel verscheucht?. Dabei handelte es sich um eine mittelalterliche Form des Karnevals, die erstmalig 1293 im Braunschweiger Stadtbuch Erwähnung fand. Eine seitdem durchgehende Karnevalskultur gab es in Braunschweig jedoch nicht.
= Veranstaltungen im Sommer
=An Pfingsten findet traditionell der Mittelalterliche Markt auf dem Burgplatz statt, der vom Verein Kramer, Zunft & Kurtzweyl organisiert wird.
Im Juli findet mit dem Sommerlochfestival - CSD Braunschweig seit 1996 das mittlerweile zweitgrößte Event lesbischer, schwuler, bi- und transsexueller Kultur und Politik in Norddeutschland statt. Ebenfalls im Juli wird das beliebte Wolters Hoffest ausgetragen, das sich über ein ganzes Wochenende erstreckt und mit viel Bier und Live-Bands erfreut.
Seit 1999 findet jährlich das Internationale Sommerspektakel Braunschweig, zu dem Straßentheatergruppen aus Europa in Braunschweig gastieren, statt. Die Braunschweiger Kulturnacht wurde erstmalig 1994 angeboten und bietet seitdem alle zwei Jahre kulturelle Veranstaltungen in der gesamten Innenstadt.
Regelmäßig zur Sommerferienzeit wird für Kinder und Jugendliche das Programm Ferien in Braunschweig (FiBS) mit ca. 150 Aktivitäten in und um Braunschweig angeboten.
Seit 1973 findet alljährlich am ersten Wochenende im September das Magni-Fest im Magniviertel statt.
= Braunschweiger Weihnachtsmarkt
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Siehe auch Hauptartikel: Braunschweiger Weihnachtsmarkt
Überregional bekannt ist der Braunschweiger Weihnachtsmarkt, der eine über 300-jährige Tradition hat. Aufgrund des baulichen Umfeldes, der sogenannten ?Traditionsinsel? rund um den Burgplatz, die Burg Dankwarderode und den Braunschweiger Dom, wurde der Markt bereits mehrfach zum schönsten Weihnachtsmarkt Norddeutschlands gekürt.
Kulinarisches
= Braunschweiger Wurst
=Siehe auch Hauptartikel: Braunschweiger
Schon im Mittelalter literarisch nachweisbar geschätzt war Wurst aus Braunschweig, insbesondere die nach der Stadt benannte ?Braunschweiger?, die noch heute nicht nur überregional, sondern international, bekannt ist. Dabei handelt es sich um eine grobe Mettwurst, weicher Konsistenz, die mit oder ohne Knoblauch angeboten wird. Selbst in den USA ist die ?Braunschweiger? zu bekommen. Etwas fester und haltbarer ist die Schlackwurst, die traditionell in einem Fettdarm geräuchert wird. Jenseits der Region weniger bekannt sein dürfte die Knackwurst, eine hellgraue, oft mit Thymian gewürzte Streichwurst, die es geräuchert wie ungeräuchert gibt und die ebenso schmackhaft ist wie ihr Inhalt undokumentiert. Eine weitere Delikatesse ist die Heidewurst, die als Konserve mit gekochter Mettwurst vergleichbar ist.
= Bier
=Siehe auch Hauptartikel: Braunschweiger Mumme
Von den einst zahlreichen Brauereien produzieren heute nur noch drei in der Stadt. Es handelt sich dabei um die zwei großen: Das Hofbrauhaus Wolters und die Feldschlößchen-Brauerei sowie die kleine Privatbrauerei Schadt (hier handelt es sich um ein Brauereigasthaus). Eine Besonderheit ist die Braunschweiger Mumme, die ihren Ursprung im Mittelalter hat (vor 1390) und in abgewandelter Form – nämlich alkoholfrei – noch heute hergestellt wird.
= Sonstiges
=?Ulen un Apen?
?Typisch braunschweigisch? ist die Gestalt des Till Eulenspiegel, der aus dem Dorf Kneitlingen, wenige Kilometer östlich von Braunschweig, stammte und in der Stadt viele derbe, aber auch weise Scherze getrieben hat. Von seiner Zeit als Bäckergeselle zeugen die aus Teig hergestellten und auf Braunschweigisch ?Ulen un Apen? genannten Eulen und Meerkatzen, die auch heute noch in einigen Bäckereien der Stadt feilgeboten werden.
Spargel
Eine regionale Spezialität ist weißer Spargel, der vor allem im Norden der Stadt auf den sandigen Böden der Südheide angebaut und von Mai bis Juni auf den Märkten und in vielen Gaststätten und Restaurants traditionell mit Schnitzel oder Schinken oder modern mit Räucherlachs angeboten wird.
Braunkohl
Ein traditionelles Braunschweiger Wintergericht ist Grünkohl, der in Braunschweig allerdings ?Braunkohl? genannt wird. Diese Bezeichnung erklärt sich ?historisch?, denn beim Braunschweigischen Braunkohl handelt es sich um eine besondere Kohlsorte, die zu früheren Zeiten (Überlieferungen und Rezepte aus dem 19. Jh. bestätigen das) rund um die Stadt angebaut wurde. Im Gegensatz zum heute angebauten, hatte diese Sorte eine bräunlich-violette Färbung. Warum sie heute nicht mehr angebaut wird, ist unbekannt. Seit 1986 kann man aber der alten Kochkunst wieder dank eines Freilichtmuseums in der Altmark bei Salzwedel gerecht werden, denn dort wird wieder der alte ?Braunkohl? geerntet. Typischerweise wird Braunkohl nach dem ersten Frost (denn der zerstört die im Kohl enthaltenen Bitterstoffe) mit Bregenwurst und Salzkartoffeln gegessen. Dazu wird ein ordentliches Braunschweiger Bier getrunken.
HonigkuchenBis zum Ende des Zweiten_Weltkrieg war Braunschweig auch für seine Honigkuchen berühmt. Heute jedoch gibt es keine Unternehmen mehr in der Stadt, die dieses Backwerk herstellen.
Lokale Obstsorten
Der Braunschweiger Pomologe, Medizinalrat und Professor Theodor Engelbrecht veröffentlichte 1889 im Verlag Friedrich Vieweg, Braunschweig, das Werk ?Deutschlands Apfelsorten?, in welchem er insgesamt 688 Sorten beschrieb. Dabei sind mindestens zwei spezielle Braunschweiger Apfelsorten:
Braunschweiger Milchapfel Engelbrecht (1889), Nr. 140, S. 160.
Braunschweiger Tafel-Rambour Engelbrecht (1889), Nr. 162, S. 183.
Personen und Persönlichkeiten
Die Liste der in Braunschweig geborenen Personen umfasst bekannte Naturwissenschaftler wie Richard Dedekind und Carl Friedrich Gauß, Schriftsteller wie Ernst August Klingemann und Ricarda Huch, sowie viele weitere Söhne_und_Töchter_der_Stadt.
Darüber hinaus gibt es viele Persönlichkeiten, die durch ihr Wirken mit_der_Stadt_verbunden sind.
Im Jahr 1838 wurde zum ersten Mal die Ehrenbürgerwürde_der_Stadt verliehen. Die Intention hinter dieser Auszeichnung bestand ursprünglich darin, Kaufleute und Fabrikanten (die für diesen Titel nicht unbedingt Bürger Braunschweigs sein mussten) für ihre Verdienste zu ehren. Hierfür mussten sie ihre Waren mindestens einhundert Mal auf einer der verschiedenen Braunschweiger Messen angeboten haben. Im Laufe der Jahrzehnte änderten sich diese Voraussetzungen mehr zu allgemeineren Verdiensten um die Stadt.
Literatur und andere Medien
Für ausführlichere Literaturhinweise, siehe die: Literaturliste_Braunschweig
Braunschweigische Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
* Horst-Rüdiger Jarck, Gerhard Schildt (Hrsg.): Braunschweigische Landesgeschichte. Jahrtausendrückblick einer Region, Braunschweig 2000, ISBN 3930292289
* Richard Moderhack (Hrsg.): Braunschweigische Landesgeschichte im Überblick. Quellen und Forschungen zur Braunschweigischen Geschichte. Band 23, 3 Aufl., Braunschweig 1979
* Werner Spieß: Geschichte der Stadt Braunschweig im Nachmittelalter. Vom Ausgang des Mittelalters bis zum Ende der Stadtfreiheit 1491-1671, 2 Bände, Braunschweig 1966
Braunschweig von 1918 bis zum Ende der Weimarer Republik
Ernst-August Roloff: Wie braun war Braunschweig? Hitler und der Freistaat Braunschweig, Braunschweiger Zeitung (Hrsg.), Braunschweig 2003
* Ernst-August Roloff: Braunschweig und der Staat von Weimar. Waisenhaus-Buchdruckerei und Verlag, Braunschweig 1964
Braunschweig während der Zeit des Nationalsozialismus
Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren, Braunschweig 2004
* Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Kriegsende, Braunschweig 2005
* Eckart Grote: Braunschweig im Luftkrieg. Alliierte Film-, Bild- und Einsatzberichte der US-Air Force / British Royal Air Force aus den Jahren 1944/1945 als stadtgeschichtliche Dokumente, Braunschweig 1983
* Karl-Joachim Krause: Braunschweig zwischen Krieg und Frieden. Die Ereignisse vor und nach der Kapitulation der Stadt am 12. April 1945, Braunschweig 2005
* Rudolf Prescher: Der Rote Hahn über Braunschweig, Braunschweig 1955
* Ernst-August Roloff: Bürgertum und Nationalsozialismus 1930-1933. Braunschweigs Weg ins Dritte Reich, Hannover 1961
Lexika und sonstige Nachschlagewerke zu Stadt und Land Braunschweig
* Camerer, Garzmann, Schuegraf, Pingel: Braunschweiger Stadtlexikon, Braunschweig 1992, ISBN 3926701145
* Garzmann, Schuegraf, Pingel: Braunschweiger Stadtlexikon ? Ergänzungsband, Braunschweig 1996, ISBN 3926701307
* Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert, Hannover 1996, ISBN 3775258388
* Horst-Rüdiger Jarck (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 8. bis 18. Jahrhundert, Braunschweig 2006, ISBN 3937664467
Ausstellungskataloge
* Gerd Spies (Hrsg.): Braunschweig ? Das Bild der Stadt in 900 Jahren. Geschichte und Ansichten, 2 Bände, Braunschweig 1985
* Gerd Spies (Hrsg.): Brunswiek 1031 ? Braunschweig 1981. Die Stadt Heinrichs des Löwen von den Anfängen bis zur Gegenwart, 2 Bände, Braunschweig 1982
Andere Medien
DVDs
* Braunschweig 1945 ? Bombardierung, Befreiung, Leben in Trümmern. Erinnert und kommentiert von Eckard Schimpf (Braunschweiger Zeitung und Archiv Verlag, Braunschweig 2005)
* Feuersturm ? Der Bombenkrieg gegen Deutschland. DVD-Edition, SPIEGEL TV history. Polar Film Medien GmbH, Gescher 2003 (enthält Ausschnitte aus dem Originalfilm der RAF von der Bombardierung am 15.10.1944)
Videos
* Eike Besuden: Braunschweig in: Bilderbuch Deutschland (NDR 2004) [http://www.nordmedia.de/scripts/contentbrowser.php3?ACTION=SHOWARTIKEL&ID=3414]
* Peter Voigt: Frühlings Erwachen, Ventana Film 2002 [http://www.telepotsdam.com/filme/fruehlingserw.htm]
Siehe auch
Quellen
Weblinks
• Offizielle Website der Stadt Braunschweig• Vernetztes Gedächtnis ? Nationalsozialistische Gewaltherrschaft in Braunschweig
• Internetportal Geschichte in Braunschweig des Historischen Seminars der TU Braunschweig
*
* lmo:Braunschweigvo:Braunschweig

