Emma Braslavsky
Emma Braslavsky (2. Juni 1971 in Erfurt, Thüringen) ist eine deutsche Schriftstellerin und Philosophin, Kuratorin und Übersetzerin aus dem Russischen und Italienischen.Leben
Sie wurde als dritte Tochter des Mathematikers und Physikers Erhard Richard Magerl aus katholisch-egerländischer Familie und der kaufmännischen Fachfrau (und Sängerin) Vera Anna Adelheid Jander aus protestantisch-niederschlesischer Familie als Kathrin geboren und auf Emma katholisch getauft.
Tanz, Musik, Literatur und Theater prägten früh ihre Kindheit und Jugend neben dem naturwissenschaftlich-nüchternem Weltbild des Vaters. Mit 13 nahm sie Etüdenunterricht in Erfurt, mit 15 wurde sie in das Erfurter Jugendtheater Ti(c)k aufgenommen und spielte 3 Jahre lang die Martha aus Frank Wedekinds Frühlingserwachen, das unter den Amateurtheatern einen legendären Erfolg hatte.
Ende der 80er Jahre geriet sie immer mehr in Konflikt mit dem politischen System, so dass sie im Frühsommer 1989 das Abitur kurzerhand abbrach und aus der DDR über Ungarn flüchtete.
Nach 2 Jahren in München, lebte Emma Braslavsky ein Jahr in Rom, wo sie sich mit Gelegenheitsjobs durchschlug und das Tagebuch zur Flucht schrieb. 1992 kehrte sie für ein Jahr nach Erfurt zurück, beendete das Abitur (extern) am Gutenberg-Gymnasium und ging das Jahr darauf an die Humboldt-Universität Berlin, studierte Russistik, Italianistik und Südostasienwissenschaften, 1995 auch an der Lomonosov-Universität in Moskau, 1997 an der Vietnam National University Ho Chi Minh City, College of Social Sciences and Humanities (Vietnam) und erhielt 1999 den Magister Artium. Längere Arbeits- und Lebensaufenthalte brachten sie in den 90er Jahren außerdem in die USA, nach Israel und wieder Russland.
Seither arbeitete sie frei für Filmproduktionen, Ausstellungsprojekte, Publikationen usf. 2001 heiratete sie den israelischen Künstler Noam Braslavsky. 2002 gründete sie gemeinsam mit der amerikanischen Übersetzerin und Autorin Isabel Fargo Cole das papirossa - netzmuseum für sprache, ein Jahr darauf zusammen mit ihrem Mann den Kunstverein GdK Galerie der Künste e.V. in Berlin. 2003 wurde die gemeinsame Tochter Lail Anna geboren. 2004 nahm sie eine Lehrtätigkeit als freie Dozentin für Medienwissenschaften und externe Betreuerin für den Bereich Kunstpsychologie (im Besonderen zum Thema Eskapismus) auf. Emma Braslavsky lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Werke
* zivilgeneratur, 9 philosophische Essays über neun Arbeiten zur Sprache der zivilen Evolution, Bulletin p#1 des papirossa - netzmuseums fuer sprache, Berlin 2004
* Aus dem Sinn, Roman, Claassen, Berlin 2007
Ausstellungsprojekte als Kuratorin
* zivilgeneratur : 9 Arbeiten zur Sprache der zivilen Evolution, interdisziplinäre Ausstellung mit Maurizio Cattelan, Noam Braslavsky, Camille Rose Garcia & Janet Ginsburg, Hüseyin Arda, Cesare Viel, Astrid Menze & Thomas Ladenburger, Wojciech Stamm, Ola Lewin, Emma Braslavsky, papirossa - netzmuseum für sprache zusammen mit der GdK e.V., Berlin 2004
* I House You : Zur Sprache der eigenen vier Wände, interdisziplinäre Ausstellung mit Jim Avignon, Manuel Bonik, Noam Braslavsky, Amit Epstein, Peter Herbstreuth & bizzim, Patrick Jambon, Michael Konstabel, Anabela Macieira, Kolja Mensing, Karin Pott, Rabbiner Walter Rothschild, Jan Schlubach, Michael Schoenholtz, Jenni Zylka, papirossa - netzmuseum für sprache zusammen mit der GdK e.V., Berlin 2005
Kunstphilosophische Herausgeberschaften
* zivilgeneratur, 9 philosophische Essays über neun Arbeiten zur Sprache der zivilen Evolution, Bulletin p#1 des papirossa - netzmuseums fuer sprache, Berlin 2004, ISSN 1614-8886
* I House You, Zur Sprache der eigenen vier Wände, Bulletin p#2 des papirossa - netzmuseums fuer sprache, Berlin 2005, ISSN 1614-8886
Auszeichnungen
* 2005 Werkstattstipendium des Literarischen_Colloquiums Berlin
* 2006/7 Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung
Weblinks
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• Webseite der Autorin
• papirossa - webmuseum fuer sprache
• Kunstverein GdK e.V.
• Weitere Informationen im Autorenlexikon des literaturports

