Brasilianische Streitkräfte
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Die Brasilianischen Streitkräfte (Portug. Forças Armadas do Brasil) besteht aus dem brasilianischen_Heer, der brasilianischen_Marine einschließlich der Marineinfanterie (Corpo de Fuzileiros Navais) und den Marinefliegern, der brasilianischen Luftwaffe und der paramilitärischen Militärpolizei
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thumb|left|Übung_bei_Militärdiktatur eine gewisse Vorsicht gegenüber den Streitkräften. Daher ist die Truppenstärke - in Anbetracht der Größe und Bevölkerungszahl Brasiliens - eher gering. Da die lateinamerikanischen Staaten untereinander verbündet sind, sieht sich Brasilien keiner wirklichen äußeren Bedrohung gegenüber, was eine große Truppenstärke unnötig erscheinen lässt.
Die Streitkräfte bestehen aus 337.800 aktiven Soldaten. Es besteht Wehrpflicht für Männer ab dem 18. Lebensjahr, der Grundwehrdienst dauert neun bis zwölf Monate. Die Staatsausgaben 2005 für das brasilianische Militär betrugen im Jahr 2005 9,94 Milliarden US-Dollar, was etwa 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes entspricht - ein international eher unterdurchschnittlicher Wert (Deutschland ca. 1,6 %). In Friedenszeiten wird das Militär auch zum Katastrophenschutz und zum Rettungsdienst, sowie für wissenschaftliche Dienste (auf der Antarktisforschungsstation Comandante Ferraz) eingesetzt.
Teilstreitkräfte
Heer
thumb|Heer verfügt über eine sehr gut ausgerüstete Infanterie, die über gute Erfahrungen im Dschungelkampf verfügen. Allerdings ist die Ausrüstung des Heeres mit Panzern und gepanzerten Fahrzeugen eher mangelhaft. 500 Kampfpanzer und 1500 gepanzerte_Fahrzeuge reichen im Ernstfall kaum aus, um das große und schwer zugängliche Hinterland zu verteidigen.
Luftwaffe
Die brasillianische Luftwaffe (Força Aéra Brasileira) ist mit 73.500 Soldaten die zweitgrößte Teilstreitkraft und damit die größte Luftwaffe Lateinamerikas. Der Luftwaffe kommt eine besondere Rolle zu, da sie mit ihrer hohen Reichweite das brasilianische Hinterland und weite Seegebiete abdecken kann. Aufgrund dieser besonderen Rolle ist die Luftwaffe sehr modern ausgestattet. Die Flugzeuge und Hubschrauber kommen meist aus den USA oder Europa. Vermehrt werden in letzter Zeit Produkte vom brasilianischen Hersteller Embraer beschafft, um unabhängiger von Importen zu werden.
Nachdem Venezuela in Russland Kampfhubschrauber Mi-35, Transporthubschrauber Mi-26T und Mehrzweckjäger Su-30MK2 gekauft hat, begann Brasilien Ende 2006 mit einer neuen Ausschreibung. Im Wettbewerb sind Su-35 und Dassault Rafale. Ebenfalls angekündigt wurde der Kauf von zwei Hubschrauberstaffeln mit Mi-35 und Mi-17, die gegen Drogenhandel eingesetzt werden sollen. Rosobornexport bietet auch Mi-28NE und Ka-52 an.
Marine
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Die brasilianische Marine (Marinha do Brazil) beschäftigt 48.600 Soldaten, einschließlich der brasilianischen Marineinfanterie und den Marinefliegern. Bei ihr handelt es sich um die größte und auch am besten ausgerüstete Marine Lateinamerikas. Der ganze Stolz der Marine ist der Flugzeugträger NAe São Paulo, die ehemalige französische Foch und bereits der zweite Flugzeugträger in der Geschichte der brasilianischen Marine. Bedingt durch das große Flusssystem, das sich weit in das Festland erstreckt, verfügt die Marine über eine große Anzahl an Patrouillenbooten und leichten Kampfschiffen, die die Binnengewässer sichern sollen. Im Bereich der Binnengewässer unterstützt die Marine das Heer und verfügt deshalb über Amphibienfahrzeuge und sogar Kampfpanzer. Für den Einsatz auf hoher See verfügt die Marine über mehrere größere Kampfschiffe und U-Boote aus deutscher Produktion.
Bundespolizei
Die paramilitärische Bundespolizei (Departamento de Polícia Federal) ist mit 25.700 Mann zwar ein Teil der Streitkräfte, steht jedoch dem brasilianischen Innenministerium zur Verfügung. Die Bundespolizei hat ähnliche Aufgaben wie die deutsche Bundespolizei, wie zum Beispiel die Grenzsicherung.
Atomwaffen
Während der Militärdiktatur bestand ein langjähriges, geheimes Kernwaffenprojekt. Deutschland unterstützte das Land auf dem Gebiet der friedlich genutzten Kernenergie und lieferte dem Land Kernreaktoren und Anlagen zur Uran-Anreicherung. Wie viel deutsches Know-How in das Kernwaffenprojekt flossen und wie viel die deutsche Regierung über das brasilianische Kernwaffenprojekt wusste, lässt sich allerdings nur schwer sagen. Es wird vermutet dass es eine Kooperation mit Argentinien gab, das ebenfalls versuchte Atomwaffen zu bauen. In den 80er Jahren war das Projekt bereits sehr weit fortgeschritten, es ist anzunehmen das Brasilien kurz vor der Atombombe stand. Mit dem Übergang zur Demokratie hat Brasilien das Kernwaffenprojekt schließlich aufgegeben, und im Jahre 1998 den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben.
Siehe auch
• der Streitkräfte der Welt]
Weblinks
• Brazil military guide from GlobalSecurity.org (Engl.)
• Waffen und Gerät der brasilianischen Streitkräfte (Military Review) (Engl.)
• Brazil military profile from the CIA World Factbook (Engl.)

