F123
F 123 ist die marineinterne Bezeichnung für die Fregatten der Brandenburg-Klasse der Deutschen_Marine. Typschiff ist die Fregatte Brandenburg.
Allgemein
Das Haupteinsatzprofil der Brandenburg-Klasse ist die U-Boot-Bekämpfung (ASW). Dieser speziellen Aufgabe dient in erster Linie der Bordhubschrauber SEA_LYNX_MK_88A, von dem jedes Schiff zwei aufnehmen kann. Neben der U-Jagd besitzt die Klasse die Fähigkeit zur Abwehr von Luftzielen (Flugabwehrraketen) im Eigenschutz und zur Seezielbekämpfung.
Alle Einheiten verfügen über leistungsfähige Radaranlagen zur See- und Luftraumüberwachung, zur Navigation sowie zur Feuerleitung. Sonargeräte, LINK11/ LINK 16 -Informationsübertragung und Anlagen zur elektronischen Kampfführung sowie eine fernmeldetechnische Ausrüstung, die auch Führungsschiffaufgaben zulässt, vervollständigen die Ausrüstung.
Für die Fregatten des Typs F123 ist ein umfassendes Modernisierungsprogramm vorgesehen, unter anderem sollen die Sea_Sparrow Boden-Luft-Flugkörper ab 2008 durch die neuen RIM-162 Evolved Sea Sparrow Missile ersetzt werden. Ferner sollen die noch von der Zerstörern der Hamburg-Klasse stammenden Antischiffsraketen _MM38_Exocet durch landzielfähige _RBS_15_Mk3 ersetzt werden.
Einheiten, Geschwader und Heimathäfen
*F 215 Brandenburg (Indienststellung 1994), 2. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven
*F 216 Schleswig-Holstein (1995), 2. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven
*F 217 Bayern (1996), 2. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven
*F 218 Mecklenburg-Vorpommern (1996), 2. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven
Besondere Einsätze
Die Brandenburg (F 215) ist seit dem 15. November 2006 das Flaggschiff des deutschen Truppenkontingents zur Überwachung der libanesischen Küste im Rahmen des UNIFIL-Einsatzes. Sie löste die Mecklenburg-Vorpommern (F-218) ab, welche sich zuvor bei der Operation Enduring Freedom beteiligte und mit einigen Einsätzen für eine Kontroverse im Bundestag sorgte. Sie bot US-amerikanischen und britischen Kriegs- und Hilfsschiffen Geleitschutz, die auf dem Weg zur Operation Iraqi Freedom - dem Irakkrieg - unterwegs waren. Da Kritiker den Irakkrieg als völkerrechtswiedrig ansehen, wird nun von der Bundestagsopposition der Abbruch der Mission gefordert.
Die Bayern (F 217) war Anfang des Jahres 2002 das Flaggschiff des ersten Deployments an das Horn von Afrika (Djibuti) im Rahmen der Operation Enduring Freedom. Der gut sechsmonatige Einsatz erfolgte unmittelbar nach einer etwa viermonatigen Teilnahme an der SNFM (Standing Naval Force Mediterranean) der NATO und der Operation Active Endeavour. Sie wurde dadurch mit ihrer zehnmonatigen Einsatzdauer das Schiff mit der längsten Abwesenheit vom Heimathafen in der Deutschen_Nachkriegs-Marine.
Die Schleswig-Holstein (F 216) nimmt auch am Horn von Afrika an der Operation Enduring Freedom teil.
Weblinks
• F123 bei marine.de

