Sion
Sion (dt. Sitten, lat. Sedunum; Walliserdeutsch Sittu) ist eine politische Gemeinde und der Hauptort des Kantons Wallis in der Schweiz. Sitten ist auch Hauptort des Bezirks Sitten (District_de_Sion).
Geschichte
Ausgrabungen beweisen, dass die Gegend des heutigen Sion bereits in der Steinzeit besiedelt war. Die Dolmen von Sion-Petit-Chasseur (2.900-2200 v. Chr.) gehören zu den herausragenden Relikten des Megalithbaus im Alpenraum. Als im Jahre 15 v. Chr. die Römer das bis dahin keltische Wallis eroberten, entstand die Siedlung Sedunum. 580 wurde der Bischofssitz von Martigny hierher verlegt, und seit 999 amtierte der Bischof gleichzeitig als Landesherr.
1968 wurde die bisher selbstständige Gemeinde Bramois mit Sitten fusioniert.
Siehe hierzu auch die Artikel Dolmen von Petit-Chasseur, Geschichte des Wallis und Bistum Sitten.
Bild:07847v.jpeg/'>Sion um 1900
Bild:07840v.jpeg|Links der Tourbillon, rechts der Valère, um 1900
Bild:07844v.jpeg|Die Kathedrale um 1900
Bild:Organ-Sion-CH.jpg|Orgel von 1430
Bevölkerung
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!colspan="2" bgcolor="#E3E3E3" | Bevölkerungsentwicklung
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|align="center"|2000
/'>align="center"|27'171
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|align="center"|% der Sittener sind französischer, nur noch 5% deutscher und ebenfalls 5% italienischer_Muttersprache.
Trotz der französischsprachigen Mehrheit hält die deutschsprachige Schweiz am Namen Sitten fest.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
In Sion gibt es mehrere Museen, darunter ein Naturhistorisches Museum, ein Archäologisches Museum und das Musée de Valère, das Kultgegenstände, Mobiliar, Waffen und Uniformen ausstellt.
Bauwerke
Charakteristisch für Sitten ist das mittelalterliche Stadtbild, beherrscht von den Felsen Valère (621 m) mit der Wallfahrtskirche Notre-Dame_de_Valère (12./13. Jahrhundert) und Tourbillon (655 m) mit der Ruine des ehemaligen bischöflichen Schlosses aus dem 13. Jahrhundert. Die Basilique de Valère oder Basilika von Valeria ist die Kirche auf dem südlichen der zwei Burghügel an der östlichen Altstadtgrenze. Sie beherbergt die älteste spielbare Orgel der Welt, die ca. 1430 erbaut wurde.
In der Altstadt selbst befindet sich die sehenswerte Kathedrale Notre-Dame-du-Glarier aus dem 15. Jahrhundert. Sie besitzt noch einen romanischen Turm, der aus dem 12. Jahrhundert stammt.
Südwestlich der Kathedrale befindet sich die Kirche St-Théodule. Sie wurde 1516 als spätgotischer Bau begonnen, jedoch erst zwei Jahrhunderte später fertiggestellt. Weiter östlich liegt das Rathaus der Stadt. Es wurde 1657 bis 1665 im Renaissancestil erbaut und ist in ihrem Treppenvorhaus mit römischen Inschriften versehen.
Sport
Von Sitten aus sind einige der wichtigsten Wintersportgebiete des Wallis erreichbar, weshalb sich die Stadt schon mehrmals um die Austragung der Olympischen_Winterspiele beworben hat, zuletzt um jene von 2006. Sitten wurde jedoch - umstrittenerweise - von der Bewerbung Turin (Torino_2006) geschlagen.
Aushängeschild und Stolz der ganzen Region ist der zweifache Schweizer Fussballmeister und Pokalsieger, der FC Sion, welcher im April 2006 in seinem 10. Cupfinal den 10. Titel gewann, also jedes Finale für sich entscheiden konnte. Ausserdem ist der FC Sion die erste Mannschaft, welche als Zweitligist Pokalsieger wurde.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Stadt gilt als eine der trockensten der Schweiz und ist auch überdurchschnittlich mild. Dank ihres Klimas besitzt Sitten nach Satigny_GE und Chamoson_VS die drittgrösste Weinanbaufläche der Schweiz. Bekannteste Weine aus dem Wallis sind der weisse Fendant (aus der Chasselas- bzw. Gutedel-Traube gekeltert) und der rote Pinot Noir sowie der Dôle, ein Verschnitt aus Pinot-Noir- und Gamay-Trauben. Die grösste Weinbaugenossenschaft der Schweiz, Provins, hat ihren Hauptsitz ebenfalls in Sion.
Neben dem Weinbau spielen auch Obst- und Gemüseanbau, Uhren-, Elektroapparate-, Tabak- und Holzverarbeitungsindustrie eine Rolle. Der Dienstleistungssektor konzentriert sich vor allem auf den Fremdenverkehr.
Verkehr
Sitten liegt an der Eisenbahnlinie Lausanne-Brig und an der ehemals wichtigen Alpen-Transitstrecke Lausanne-Simplon-Domodossola. Die Stadt besitzt einen kleinen Flughafen, der etwas westlich von der Stadt angesiedelt ist.
Weblinks
• Offizielle Website der Stadt Sion (deutsch)
lmo:Sion, Svízzera

