Brakel
Brakel ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und gehört zum Kreis Höxter.
Geografie
Geografische Lage
Brakel liegt im Mittelpunkt des Kreises Höxter zwischen Eggegebirge und Weser im Oberwälder_Land (Nethegau) 30 km östlich von Paderborn und 15 km südwestlich von Höxter.
Stadtgliederung
*Auenhausen (mit 130 Einwohnern), Frohnhausen (mit 309 Einwohnern) und Hampenhausen (mit 54 Einwohnern) sind die am höchstgelegenden Ortschaften Brakels. Diese drei Ortschaften werden auch als Heggedörfer bezeichnet. Zwischen 1142 und 1147 wurden die Dörfer erstmals erwähnt. Im 12. und 13. Jahrhundert hatte das Kloster Gehrden Besitz in diesen Ortschaften. Die Heggedörfer wurden neben der Stadt Gehrden nach Auflösung des Kreises_Warburg in die Großgemeinde Brakel eingegliedert.
*Beller: 228 Einwohner
• liegt am Rande ausgedehnter Waldungen im Bruchtal. Bellersen gilt als "'Tourismus-Musterdorf' des Landes NRW". Bellersen hat als "Dorf B." in Die Judenbuche] von [[Annette von Droste-Hülshoff internationale Berühmtheit erlangt. Die Einwohnerzahl Bellersens beträgt 704.
• 1965 feierte dieser Ort sein 1000-jähriges Bestehen. Das Schloss Bökendorf war Mittelpunkt des "Romantikerkreises" mit Annette von Droste-Hülshoff, den Brüdern Grimm, Clemens von Brentano und Josef Görres und ist heute bekannt durch die Freilichtbühne]._Bökendorf_hat_852_Einwohner.
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• Der Vorläufer des Dorfes, eine Höfegruppe, wurde erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt. 644 Einwohner hat dieses Dorf.
*Zwölfapostellinde, die kurz nach der Klostergründung von den Benediktinenrinnen angepflanzt wurde. Gehrden hat 961 Einwohner.
• Bereits im Jahr 800 zum ersten Mal erwähnt, liegt Hembsen inmitten der waldreichen Höhenzüge des Nethegaus und hat 1.084 Einwohner.
*Istrup: 707 Einwohner
*_Rheder]:_324_Einwohner._Bekannt_für_das_Schloss_(1750),_die_Schlossbrauerei_Rheder_(seit_1686)_und_die_Kirche_(Architekt:_J.C.Schlaun,_1716)).
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*Schmechten:_224_Einwohner
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• (Brakel) /'> Riesel]: 610 Einwohner.
*Schmechten: 224 Einwohner
• 504 Einwohner
(Stand der Einwohnerzahlen: 31. Dezember 2003)
Geschichte
Brakel wurde erstmals um 836 von Benediktinermönchen als "villa brechal" erwähnt. Es liegt im hinterließ auch in Brakel Spuren.
1803 übernahm Preußen die Stadt und ernannte Brakel zur Kreisstadt. Nach vorübergehender französischer Verwaltung musste man den Kreissitz ab 1832 endgültig an Höxter abtreten.
Am 1. Januar 1970 schlossen sich die zuvor selbständigen Gemeinden Beller, Bellersen, Bökendorf, Erkeln, Hembsen, Hinnenburg, Istrup, Rheder, Riesel und Schmechten der Stadt an.
Im Zuge des Landesgesetzes zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise vom 5. November 1974 wurden der Kreis Höxter und der Altkreis Warburg zusammengelegt. Die bis dahin selbständigen Gemeinden Auenhausen, Frohnhausen, Hampenhausen, Siddessen und die Stadt Gehrden fielen an Brakel.
Im Zuge der Neuordnung war auch in der Diskussion, Brakel zur Kreisstadt des neuen Kreises zu ernennen. Besonders die geografische Lage in der Mitte des neuen Kreises wurde als Pluspunkt Brakels angesehen. Letztlich scheiterten die Brakeler Ambitionen auf den Kreissitz aber. Höxter blieb Kreisstadt.
Zwischen 1966 und 1995 war Brakel Garnisonsstadt des 43. Artilleriebataillons aus Belgien.
Die heutigen Schwerpunkte der Entwicklung sind:
* Ansiedlung von Industrieunternehmen, vor allem im holz-, metall-, textil- und kunststoffverarbeitenden Bereich.
* Ernennung zum Luftkurort und Ausbau des Fremdenverkehrs.
* Angebot eines breitgefächerten Schulwesens, durch Brakels zentrale Mittellage im Kreis begünstigt.
Hanse
Brakels hansischen Beziehungen gehen bereits auf seine frühe Geschichte bis hin zum Mittelalter zurück. Bereits die erste nachweisliche Ansiedlung "villa brechal" (erste schriftliche Erwähnung im Jahr 836 im Zusammenhang mit der Überführung der Gebeine des heiligen_Vitus von St. Denis bei Paris nach Corvey), später im 12. Jahrhundert Sitz der Herren von Brakel, liegt aufgrund zweier sich hier kreuzenden alten Handelswege einerseits in zentraler Verkehrslage, andererseits bietet die Topografie eine Ausdehnungsmöglichkeit im Frühmittelalter.
So hatten die Fernhändler an der Entwicklung Brakels von Anfang an den entscheidenden Anteil, wie sie als Führungsschicht in vielen Plananlagen westfälischer Städte nachweisbar sind. Die durch Brakel verlaufende Hellweglinie ist somit die tradierte Wirtschaftsbasis für den Fernhandel.
Als Prinzipalstadt der Hansestadt Paderborn wurde Brakel Mitglied der Hanse. So war Brakel frühzeitig am hansischen Handel beteiligt. Insbesondere im 13. und 14. Jahrhundert hatte sich der Handel in Brakel bis in die Hansestädte des Ostseeraumes entwickelt. Auf diese hansischen Beziehungen verweisen zu der Zeit (15. Jahrhundert) im Ostseeraum nachweisbare Brakeler Münzen.
(Auszüge aus dem Beitrag "Brakel als Hansestadt" von Ulrich Ernst als Bestandteil der hansischen Stadtgeschichten des Westfälischen Hansebundes).
Ausgehend von der gemeinsamen geschichtlichen Vergangenheit gründeten die Vertreter von 20 ehemaligen Hansestädten am 25. Juni 1983 den Westfälischen_Hansebund, dem auch die ehemalige Hansestadt Brakel als Gründungsmitglied angehört. Mittlerweile gehören ihm 40 ehemalige Hansestädte an. Ziel des Hansebundes ist unter anderem, das Eigenbewusstsein der Westfälischen Hansestädte zu fördern, zur Selbstdarstellung der Städte beizutragen und ihre Gemeinsamkeiten herauszustellen. Bereits seit 1984 ist es Tradition, regelmäßig einmal im Jahr einen sog. "Westfälischen Hansetag" durchzuführen. Die Hansetage sind für den Besucher attraktiv und informativ im Sinne des Hansegedankens gestaltet und insbesondere geprägt durch kulturelle, touristische und sportliche Veranstaltungen (Festumzüge, Bauern-, Handwerker- und Kaufleutemarkt, Aktionsbühne, Abendveranstaltungen, pp.). In den in diesem Zusammenhang auch regelmäßig stattfindende Sitzungen des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit und des historischen Arbeitskreises sowie der Delegiertenversammlung arbeiten die Mitglieder des Westfälischen Hansebundes im Sinne des Hansegedankens eng zusammen.
Politik
Gemeinderat
Die 32 Sitze des Gemeinderat verteilen sich wie folgt:
• Demokratische Union Deutschlands/'>CDU] 17 Sitze
• Partei Deutschlands|SPD] 7 Sitze
• 90/Die Grünen|Grüne] 2 Sitze
• Demokratische Partei|FDP] 1 Sitz
• Wähler|CWG] 5 Sitze
(Stand:
Städtepartnerschaften
Die Stadt Brakel unterhält Städtepartnerschaften zur Gemeinde Wetteren (Belgien) und Gemeinde Zirkow auf Insel_Rügen.
Infrastruktur und Wirtschaft
Verkehr
= Schienenverkehr
=Der Bahnhof Brakel (Höxter) liegt an der Bahnstrecke Altenbeken?Kreiensen (?Goslar) (KBS_403_und_355). Die Strecke wird im Stundentakt von der RB 84 ?Egge-Bahn? Paderborn?Ottbergen?Holzminden bedient. In Ottbergen bestehen Anschlüsse nach Bodenfelde?Northeim und Göttingen, in Holzminden ist zur Weiterfahrt ein Zugwechsel mit langen Übergangszeiten erforderlich.
Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der NordWestBahn, die Bombardier-Talent-Triebwagen der DB-Baureihe 643 für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt. Für den gesamten öffentlichen_Personennahverkehr gilt der ?Hochstift-Tarif? (Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
= Straßen
=Brakel liegt im Schnittpunkt der Bundesstraßen B_64 (Münster-Paderborn-Brakel-Holzminden-Seesen) und der B_252 (Blomberg-Brakel-Korbach-Marburg).
Bildung
* Städtisches Petrus-Legge Gymnasium
* Fachhochschule für Finanzen, Außenstelle Brakel (früher Justizausbildungsstätte, siehe jetzt Ausbildungszentrum der Justiz NRW)
* Fachschule für Sozialpädagogik
* Kolping Berufsbildungswerk Brakel
* Gymnasium Brede (freie Schule in katholischer Trägerschaft)
* Berufskolleg Brede (Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung)
* von-Galen-Schule (Private Förderschule in Trägerschaft der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Schulen und Wohnstätten gGmbH Brakel)
* Annette-von-Droste-Hülshoff-Realschule
* Geschwister-Scholl-Schule Hauptschule
* Adolph Kolping Berufskolleg
Söhne und Töchter der Stadt
In Brakel wurden geboren:
• Hermann Goehausen], Professor der Rechtswissenschaft
• Johann Georg Rudolphi], Maler
• Werner von Haxthausen], Staatsbeamter und Philologe
• Petrus Legge], Bischof von Meißen
• Jürgen Herrmann], Politiker
• Claus-Dieter Wollitz], Fußballspieler und -trainer
Sport
Der lokale Fußballverein [[SpVgg Brakel spielte in den 90er Jahren mehrere Saisons in der Oberliga Westfalen. Heute spielt die erste Mannschaft des Vereins in der Verbandsliga.
Annentag
Der Annentag in Brakel die größte Innenstadtkirmes im Weserbergland, die alljährlich am Wochenende des ersten Augustsonntags stattfindet.
Literatur
* Westfälischer Städteatlas''; Band: I; 4 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission für Westfalen und mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob ? und Wilfried Ehbrecht. Stadtmappe Brakel, Autor: Heinz Stoob. ISBN 3-89115-331-7; Dortmund-Altenbeken, 1975.
Weblinks
• Website der Stadt Brakel

