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Brain Natriuretic Peptide
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Brain Natriuretic Peptide
Das
Brain Natriuretic Peptide (BNP) ist ein
Hormon, das bei Herzleistungsschwäche (
Herzinsuffizienz) in der linken oder rechten
Herzkammer gebildet und abgesondert (
sezerniert) wird. Es hat seinen Namen durch die Entdeckung im
Schweinehirn erhalten und wird in geringer Menge auch im
menschlichen Gehirn gefunden. Seine Eigenschaft ist vornehmlich eine
Vor- und
Nachlastsenkung. Zusätzlich wirkt es in den
Nieren, wo es die
Natrium- (
natriuretisch) und die
Harnausscheidung (
diuretisch) fördert. Die Höhe der BNP-Konzentration im Blut korreliert gut mit dem Schweregrad einer Herzleistungsschwäche: Je höher der Wert, desto schwächer das Herz. Zur Zeit gibt es erste Untersuchungen zum möglichen Einsatz von künstlich hergestelltem BNP bei Patienten mit
akuter_und_chronischer Herzinsuffizienz. Das Peptid besteht aus einem inaktiven Teil (dem N-terminalen Ende N-BNP) und dem biochemisch aktiven Teil BNP-32 (besteht aus 32 Aminosäuren). Beide sind im Blut mit unterschiedlichen Messmethoden nachweisbar. Inzwischen liegen auch Schnelltests für den klinischen Gebrauch vor. Der Normbereich ist vom Alter und Geschlecht abhängig. Frauen haben aus bisher nicht eindeutig geklärten Gründen etwas höhere Werte. Grundsätzlich steigt das BNP im Alter bei beiden Geschlechtern an. Auch Neugeborene haben deutlich erhöhte Werte (Mir et al. Pediatrics 2003 Oct;112, 896-99). Im Kindesalter und in der Pubertät gelten ebenfalls andere Normbereiche (Mir et al. Pediatr Cardiol. 2006 Jan-Feb;27(1):73-7). Die Messung des BNP zur Differentialdiagnose und Verlaufskontrolle der Herzinsuffizienz ist inzwischen in die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und der Deutschen Gesellschaft für Kinderkardiologie eingeflossen.