Bradykininrezeptor
Der Bradykininrezeptor gehört zu den Membran-Rezeptoren.Alle eukaryotischen und prokaryotischen Zellen enthalten solche Rezeptoren um Informationen mit der Umgebung austauchen zu können. Als Signale dieser Rezeptoren können chemische Substanzen, Licht, mechanische Kräfte, Temperaturschwankungen oder elektrochemische Impulse dienen. Die biologischen Antworten auf diese Signale sind lebensnotwendige Prozesse wie Zellbewegung, Zellteilung, Zellstoffwechsel, Morphogenese und Differenzierung.
Der Bradykininrezeptor ist ein G-Protein-gekoppelter Rezeptor (GPCR), welcher durch die Bindung eines Liganden aktiviert wird. GPCR ist eine wichtige Familie der transmembranären Rezeptoren.
Typen von Bradykininrezeptor
Es gibt B1- und B2-Bradykininrezeptoren.
Beide Rezeptoren sind GPCR. Der B1-Bradykininrezeptor wird ubiquitär exprimiert. Der Rezeptor B2 jedoch nur nach Verletzungen. Dabei wird er durch proinflammatorische Cytokine hochreguliert.
Durch die Bindung von Bradykinin an den Rezeptor wird eine Signalkaskade ausgelöst. Einerseits wirkt das System profilaktisch auf das Herzkreislauf System und anderseits proinflammatorisch. Die Bindung des Nonapeptides Bradykinin hat somit eine positive und negative Wirkung auf den menschlichen Organismus.
Quellen
• pharmasquare: Molekulare Wirkstoffmechanismen, Modul GPCR

