Brachelen
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! Wappen
! Karte
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! colspan="2" | Basisdaten
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| Bundesland: || Nordrhein-Westfalen
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| Landkreis: /'>| Höhe: /'>|
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| Einwohner: /'>| 3.704
(21. Mai 2001)
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| Vorwahl: || 02462
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| Kfz-Kennzeichen: /'>| HS
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Brachelen ist ein Stadtteil von Rur zwischen den Ortschaften Hilfarth, Lindern und Linnich.
Im Einzugsbereich des Ortes liegen die Weiler Tenholt und Oeldriesch sowie die Höfe Gut Wedau und Schlehenhof.
Gewässer
* Der Teichbach, ein Mühlenteich, fließt entlang des östlichen Ortsrandes. Er wird bei Linnich aus der Rur abgeleitet und fließt über die Wurm und den Erlenbach bei Porselen/Bleckden in die Rur zurück.
* Der Badesee 'Kapbusch' bei Brachelen, ein ehemaliger Baggersee, ist das einzige Freibad der Stadt Hückelhoven. Ein anderer Badeteich befindet sich bei Baal, der wie andere in der Umgebung von Hückelhoven durch Ausbaggern von Massenrohstoffen (Sand- und Schottergruben) im Grundwasserbereich der Rur entstand.
Geschichte
Politische Geschichte
Die erste Besiedlung fand vermutlich schon in der Zeit der Völkerwanderung um 400 n. Chr. statt. Als Ursprung des Ortes wird ein fränkisches Königsgut vermutet, das oberhalb der heutigen Kirche gestanden haben soll. Erste urkundliche Erwähnung fand Brachelen in einer Schenkung aus dem Jahr 1170 mit der Brachelen an Heinsberg kam. Der Ortsname wurde als Brakele 1204 erstmalig erwähnt. 1484 ging es an das Herzogtum Jülich im Amt Heinsberg, 1815 wurde die Bürgermeisterei Brachelen errichtet, die 1935 mit der Bürgermeisterei Randerath zum Amt Brachelen vereinigt wurde und 1955 ein eigenes Wappen erhielt. Brachelen lag bis 1968 im Kreis Geilenkirchen, danach im Kreis Geilenkirchen-Heinsberg, dem sogenannten Selfkantkreis. Im Zuge der kommunalen_Neugliederung wurde Brachelen 1972 zu einem Teil der Stadt Hückelhoven im Kreis Heinsberg.
Soziale Geschichte
thumb|Dorfstraße_mit_Chor_und_Turm_von_St._Gereon
Der nahegelegene Kappbusch diente den sogenannten Kappehäuern in Form von Holzeinschlag als Erwebsquelle. Dieser Kappbusch existiert noch heute und liegt nördlich des Brachelener Badesees, Baggerloch od. -see genannt, und südlich von Hilfarth. Dem Kappehäuer wurde auch ein Denkmal in Form einer Bronzeplastik, in der Dorfmitte gesetzt. Ein weiterer bedeutsamer Berufszweig waren die Korbmacher, die ihr Arbeitsmaterial, die Korbweiden, aus den Rurbenden bezogen.
Religion
Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist katholischen Glaubens, es leben aber auch Protestanten und Muslime im Ort. Im Dorf jedoch gibt es lediglich eine katholische Kirche. Zur Pfarre St. Gereon gehörten früher auch Hilfarth und Lindern; heute bilden die Pfarrgemeinden Brachelen, Hilfarth und Rurich eine Gemeinschaft. Der Priester der Pfarrgemeinde ist ein gebürtiger Inder, namens Kaluppilankal.
Herkunft des Ortsnamens
Es existieren zwei Deutungen zum Ortsnamen Brachelen (älter: Brakele): zum einen dass Brake/Brache umgebrochenes Land bedeutet, zum anderen dass es Brok, der plattdeutsche Name lautet Brokele, Bruch bedeute, in beiden Deutungen wird Le/Len als Loh also Wald interpretiert, was sich vermutlich auf den den nahegelegenen, ursprünglich umfangreicheren, Kappbusch bezieht.
Dorftyp
Die ursprüngliche Ortsform Brachelens war ein einzeiliges langgestrecktes Straßendorf, was heute noch in der Anordnung der Straßen Annastraße, Hauptstraße und Linnicher Straße erkennbar ist. Diese Struktur wurde aber durch weitere Ansiedlungen, vorwiegend am westlichen Ortsrand, aufgebrochen.
Politik
Bürgermeister
Letzter Bürgermeister, bis 1972, in Brachelen war Wilhelm Over, der als Mitglied des Hückelhovener Stadtrats und Firmengründer noch viel für die Entwicklung des Ortes erreichen konnte.
Wappen
Das Wappen von Brachelen zeigt im Schildhaupt in Gold (Gelb) einen schreitenden, rotbezungten, schwarzen Löwe (Jülicher Löwe), und darunter in Rot eine Eichel mit goldenem Band.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
thumb|Haus_Blumenthal
Bauwerke
* Pfarrkirche St._Gereon
:Die Kirche wird urkundlich erstmals im Jahre 1245 erwähnt. Sie bestand bis 1944 aus einem dreischiffigen_Bau mit einem 73 m hohen Turm, der im Zweiten_Weltkrieg durch die Wehrmacht gesprengt wurde, um nicht als Aussichtsturm bzw. Landmarke für den Feind dienen zu können. Nach dem 1963 erfolgten Wiederaufbau hat der Kirchturm ein Drittel seiner ursprünglichen Höhe eingebüßt und auch das Kirchenschiff musste neu errichtet werden. Einzig der Chor ist in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben.
Haus Blumenthal; Von dem ehemaligen Rittersitz sind ein zweigeschossiges Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert mit einem angrenzenden Saalbau aus dem 17. Jahrhundert erhalten.
* Haus Horrig
* Haus Berg, ehemaliges Kloster
* Annakapelle (im Norden des Unterdorfes)
* Maria-Hilf-Kapelle (etwa in der Dorfmitte gelegen)
Freizeit
thumb|Kapbusch
Der Ort verfügt über einen Badesee, einen Jugendzeltplatz, Reiterhöfe und ausgebaute Radwanderwege entlang des Teichbachs und der Rur.
Musik
* Trommler- und Pfeifercorps Brachelen von 1912
* Blaskapelle Brachelen von 1993 im Stadtmusikbund
* Junger Chor Brachelen
* Männergesangverein Brachelen von 1860
Sport
* Basketball-Verein Brachelen
* SV Brachelen von 1910
* SV 1910 Brachelen Reservemannschaft
* SV Brachelen von 1910 Damenmannschaft
* DJK Brachelen von 1966
* Brachelener Bootsclub von 1967
* Angelsportverein Brachelen e.V. (ASV) von 1929
Vereine
* KG "Brökeler Kappehäuer" Rot-Weiß
* Basketball-Verein Brachelen
* Brieftaubenverein Columbia Brachelen von 1904
* Eifelverein - Ortsgruppe Brachelen von 1964
* Verein der Blumen- und Gartenfreunde Brachelen von 1962
* St.Sebastianus Schützenbruderschaft 1460
* Sportschützenverein Brachelen
* Reiterverein Brachelen von 1926
* Boots Club Brachelen
Wirtschaft und Infrastruktur
thumb|300px|_Bahnhof_Brachelen_vor_der_Modernisierung
Verkehr
* Der Ort ist regelmäßiger Haltepunkt (Bahnhof_der_Kategorie_5) an der Bahnlinie_Aachen-Mönchengladbach-Düsseldorf/Duisburg]._Die_Verkehrsstation_ist_im_Jahre_2005_grundlegend_modernisiert_worden._Der_Ort_wird_von_der_[[Rhein-Niers-Bahn im Stundentakt angefahren. Es halten dort allerdings auch RegionalExpress-Züge der Linie Aachen-Düsseldorf (Wupper-Express]).
* Brachelen hat Anschluss an die Autobahn A46 über die Anschlussstelle Hückelhoven-Ost sowie an die Bundesstraße 57 bei Linnich.
Weblinks
• Artikel zur Ortsgeschichte

