Bremervörde
Bremervörde ist eine Stadt im Norden des Landkreises_Rotenburg_(Wümme), Niedersachsen. Sie hat rund 19.000 Einwohner.
Geografie
Geografische Lage
Bremervörde liegt im Zentrum des Elbe-Weser-Dreiecks an der Oste, zwischen Bremerhaven und Hamburg.
Stadtgliederung
Zu Bremervörde gehören neben dem eigentlichen Stadtgebiet auch noch die Ortschaften Bevern, Elm, Hesedorf, Hönau-Lindorf, Nieder_Ochtenhausen, Iselersheim, Mehedorf, Minstedt, Ostendorf, Plönjeshausen und Spreckens.
Geschichte
-Kupferstich, 1653]]
Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wurde vom Sachsenherzog Lothar von Supplingenburg (dem späteren Kaiser Lothar_III.), an einer strategisch wichtigen Furt über die Oste, die Wasserburg Vörde erbaut, genannt ?castrum vorde?. Durch ihre Größe und dominierende Bedeutung im Lande zwischen Elbe und Weser war die Burg Vörde während der folgenden Jahrhunderte oftmals Gegenstand von erbitterten kriegerischen Auseinandersetzungen. So gelangte die Festung im Streit um das Erbe der Stader Grafen 1144 zunächst in den Besitz von Herzog Heinrich_dem_Löwen und seiner Söhne, ehe sie 1219 an die Bremer Erzbischöfe fiel. Da die Burg Vörde im Mittelpunkt des geistlichen Fürstentums lag, wurde sie bald zur Hauptburg des Erzbistums, im späten Mittelalters auch zum Sitz der Zentralverwaltung des Erzstifts, sowie der Lokalverwaltung der Vogtei oder des Amtes Bremervörde. Mehrere Bremer Erzbischöfe haben als weltliches und geistliches Oberhaupt des Erzstiftes von Bremervörde aus regiert, da sie sich wegen der häufigen Auseinandersetzungen mit dem Rat der Stadt Bremen und der dortigen Kaufleute, nur selten in Bremen aufhielten. Im Laufe des Dreißigjährigen_Kriegs wurde Bremervörde mehrmals von Kaiserlichen, Dänen und Schweden belagert, so 1627 und 1646. Da die Stadt hierbei größtenteils zerstört wurde, verlegten die Schweden den Regierungssitz ihres neu geschaffenen Fürstentums Bremen-Verden nach Stade. Eine weitere Belagerung erlitt die Stadt 1657 während des Ersten_Nordischen_Kriegs, oder Dänisch-Schwedischen Kriegs. 1682 wurde die Burg Vörde schließlich geschleift, und die Gebäude des Schlosses wurden abgebrochen. Nur die ehemalige Kanzlei der Erzbischöfe von Bremen und Verden, aus der Zeit um 1608 blieb erhalten, das heutige 'Alte Kreishaus'. Das gewonnene Baumaterial wurde unter anderem für die Errichtung des Schwedenspeichers in Stade benutzt.
Der Hafen von Bremervörde war im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts als Endpunkt der schiffbaren Oste ein wichtiger Umschlagplatz für Torf aus dem Teufelsmoor, sowie für Stackbusch, der von Ewern weitertransportiert wurden. Mit der Verbesserung der landgebundenen Verkehrswege im 20. Jahrhundert verlor die Flussschifffahrt ihre Bedeutung allerdings komplett. Bis zur Auflösung des Landkreises_Bremervörde 1977 war die Stadt Sitz der Kreisverwaltung.
Politik
Wappen
Das Wappen der Stadt Bremervörde zeigt auf rotem Grund ein in Silber gehaltenes Bildnis des heiligen Bremerhaven - Bremervörde - Hamburg und Bremen - Osterholz-Scharmbeck - Worpswede - Bremervörde - Stade (Moorexpress). Letztere wird derzeit nur Samstags und Sonntags im Tourismusverkehr bedient. Die Reaktivierung dieser Strecke für den regelmäßigen Schienenpersonennahverkehr wird von Fahrgast- und Umweltverbänden sowie von den anliegenden Gemeinden schon seit geraumer Zeit gefordert. Die beiden genannten Strecken werden von der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB) bedient, die ihre Bahnbetriebszentrale in Bremervörde hat. Hier zweigt auch die derzeit nur im Güterverkehr betriebene Bahnlinie nach Rotenburg (Wümme) über Zeven (ehemals Bahnstrecke Bremervörde-Walsrode) ab.
An das Fernstraßennetz ist Bremervörde über die Bundesstraßen B 74 (Stade-Bremen), B 71 (Bremerhaven-Rotenburg) und B 495 (Bremervörde-Wischhafen) angeschlossen.
Söhne und Töchter der Stadt
Bernd Klingner - Olympiasieger_1968 im Kleinkaliber Dreistellungskampf
Klaus Thomforde - ehemaliger Torhüter des FC St. Pauli.
* Peter Kohnke, Olympiasieger 1960 im Wettbewerb Kleinkaliber/ liegend
Burghard von Lüpke (* 1939), Forstwissenschaftler
Weblinks
• www.bremervoerde.de - Offizielle Webseite
• Juden in Bremervörde
Das Wappen der Stadt Bremervörde zeigt auf rotem Grund ein in Silber gehaltenes Bildnis des heiligen Bremerhaven - Bremervörde - Hamburg und Bremen - Osterholz-Scharmbeck - Worpswede - Bremervörde - Stade (Moorexpress). Letztere wird derzeit nur Samstags und Sonntags im Tourismusverkehr bedient. Die Reaktivierung dieser Strecke für den regelmäßigen Schienenpersonennahverkehr wird von Fahrgast- und Umweltverbänden sowie von den anliegenden Gemeinden schon seit geraumer Zeit gefordert. Die beiden genannten Strecken werden von der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB) bedient, die ihre Bahnbetriebszentrale in Bremervörde hat. Hier zweigt auch die derzeit nur im Güterverkehr betriebene Bahnlinie nach Rotenburg (Wümme) über Zeven (ehemals Bahnstrecke Bremervörde-Walsrode) ab.
An das Fernstraßennetz ist Bremervörde über die Bundesstraßen B 74 (Stade-Bremen), B 71 (Bremerhaven-Rotenburg) und B 495 (Bremervörde-Wischhafen) angeschlossen.
Bernd Klingner - Olympiasieger_1968 im Kleinkaliber Dreistellungskampf
Klaus Thomforde - ehemaliger Torhüter des FC St. Pauli.
* Peter Kohnke, Olympiasieger 1960 im Wettbewerb Kleinkaliber/ liegend
Burghard von Lüpke (* 1939), Forstwissenschaftler
Weblinks
• www.bremervoerde.de - Offizielle Webseite
• Juden in Bremervörde

