BRUEGEL
BRUEGEL ist eine wirtschaftswissenschaftliche Denkfabrik mit Sitz in Brüssel, deren selbsterklärtes Ziel es ist, zur Qualität der Wirtschaftspolitik in Europa beizutragen. Beteiligt sind viele EU-Regierungen und Großkonzerne.Aufgaben
BRUEGEL hat sich in seinem Programm, das zunächst eine Laufzeit bis Ende 2006 hat, vier Hauptaufgaben gesetzt, die unter den folgenden Überschriften zusammengefasst werden können:
# Europäische Wachstums- und Reformstrategie
# Integration und Wettbewerbsfähigkeit
# Herausforderungen und Richtlinien für die Euro-Zone
# Europa und die Weltwirtschaft
Geschichte
BRUEGEL wurde 10. August 2004 als internationale Non-Profit-Gesellschaft nach belgischem Recht in Brüssel gegründet. Die ursprüngliche Idee war Ende 2002 entstanden: Die Gründung einer unabhängigen europäische Denkfabrik, die sich mit internationalen Wirtschaftsaufgaben beschäftigen soll. Die grundlegenden Gedanken waren am 22. Januar 2003 in einer gemeinsamen Erklärung von Frankreich und Deutschland festgehalten worden. Nach der Verfeinerung des Konzepts erklärten sich zunächst 12 EU-Regierungen und 17 europäische Firmen zur Teilnahme bereit. Initial konnte für den Zeitraum bis Ende 2006 eine Grundfinanzierung von rund 5 Mio. ? gesichert werden. Im Oktober 2005 wurde das erste Forschungsprogramm verabschiedet. Seit Januar 2005 ist Mario Monti der BRUEGEL-Vorsitzende. Der französische Ökonom Jean Pisani-Ferry fungiert seit der Gründung als Direktor.
Name
Der Name BRUEGEL steht zum einen als Akronym für "Brussels European and Global Economic Laboratory" (etwa ?Brüssels europäisches und globales Wirtschaftslabor?). Zum anderen verweist der Name auf den Maler Pieter_Brueghel, der von den BRUEGEL-Gründern für einen der innovativsten Künstler des 16. Jahrhunderts gehalten wird, was auch dran festgemacht wird, dass der Maler seine Bilder mit ?Bruegel? oder anderen Varianten des Namens signierte, obwohl die familienübliche Schreibweise eigentlich ?Breughel? war.
Mitglieder
BRUEGEL hat EU-Staaten und große, internationale Konzerne als Mitglieder. Bei der Gründung 2004 waren 12 Staaten und 17 Firmen beteiligt, mit Stand von August 2006 ist die Mitgliederzahl auf 16 Staaten und 28 Firmen angewachsen.
Die Mitgliedsstaaten sind:
Belgien,
Dänemark,
Deutschland,
Finland
Frankreich,
Irland,
Italien,
Luxemburg,
Niederlande,
Österreich,
Polen,
Slowenien,
Spanien,
Ungarn,
Vereinigtes Königreich,
Republik Zypern.
Die Firmenmitglieder sind:
Areva,
BP,
DaimlerChrysler,
Deutsche Bank,
Deutsche Börse,
Deutsche Post World Net,
Deutsche Telekom,
EADS,
EMI,
Euronext,
Fortis,
GE,
Goldman Sachs,
Hellenic Petroleum,
Iberdrola,
IBM,
Intesa Sanpaolo,
Nokia,
Novartis,
PricewaterhouseCoopers,
Renault,
RWE,
Siemens,
Suez,
Telecom Italia,
Telefonica,
Thomson,
Unicredit.
Weblinks
• BRUEGEL-Homepage

