Bournonit
Bournonit (Rädelerz, Spießglanzbleierz, Schwarzspießglanzerz, Wölchit) ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide. Es kristallisiert im orthorhombischen_Kristallsystem mit der chemischen Formel PbCuSbS3 und entwickelt kurze, prismatische oder tafelige Kristalle, aber auch körnige oder massige Aggregate in den Farben Stahlgrau bis Schwarz.
Bournonit enthält etwa 42% Blei, 13% Kupfer, 25% Antimon und 20% Schwefel.
Die bergmännische Bezeichnung Rädelerz entstand durch den häufigen Fund von Vierlingsverwachsungen der Bournonit-Kristalle, die einem Zahnrad ähnlich sehen.
Bildung und Fundorte
Bournonit bildet sich hydrothermal in Zink-, Blei- und Kupfererzlagerstätten. Begleitmineralien sind Bleiglanz, Tetraedrit, Pyrit, Siderit und andere.
Fundorte in Deutschland sind unter anderem Freiberg im Erzgebirge, Neudorf und Clausthal im Harz, Horhausen im Westerwald. In Österreich sind die Fundorte in Kärnten und in Rumänien in Siebenbürgen. Ein Fundort in England ist Herodsfoot Mine bei Liskeard Cornwall. Ein Fundort in Tschechien ist Príbram.
Böhmen,
Geschichte
Das zunächst durch Ph. Rashleigh 1797 Endellionit benannte Mineral wurde nach der Bestimmung durch Bournon 1804 von Robert Jameson in Bournonit umbenannt.
Literatur
*Edition Dörler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
Siehe auch
Systematik der Minerale, Liste der Minerale, Portal:Geowissenschaften
Weblinks
• (Wiki)
*[http://webmineral.com/data/Bournonite.shtml Webmineral - Bournonite (engl.)
• MinDat - Bournonite (engl.)
• Geomuseum TU Clausthal - Benennung des Bournonit

