Bourguignons
Die Bourguignons waren im Hundertjährigen_Krieg die Anhänger des Herzogs_von_Burgund; ihre Gegner waren die Armagnacs, die Anhänger des Dauphins.Die Armagnacs gingen aus der Partei Ludwigs_von_Orléans und später Karls_von_Orléans hervor, die mit dem Haus Burgund (Philipp der Kühne und später Johann Ohnefurcht) darum stritten, wer die Regentschaft für den geisteskranken König_Karl_VI. übernehmen solle. Auf der Seite Karls von Orléans stand hauptsächlich der Adel und auf der Seite Johanns eher die Städte (darunter auch die Stadt Paris) und Zünfte. Diese Auseinandersetzung nahm zeitweise Züge eines Bürgerkrieges an.
Nach der Niederlage der Franzosen in der Schlacht von Azincourt (1415) regierte der König von England in Paris und wurde von den Herzögen von Burgund unterstützt. Die Bourguignons richteten beim Einzug der Engländer ein ungeheures Blutbad unter den Anhängern der Orléans an. Der Dauphin, der spätere Karl_VII. bildete indessen eine Gegenregierung in Bourges, die entscheidenden Rückhalt bei den Orléans hatte.
Siehe auch: Paris im Mittelalter, Bürgerkrieg der Armagnacs und Bourguignons

