Bourdonfeder
In nahezu allen Manometern oder auch Druckuhren ist die Bourdonfeder zu finden, die fälschlicherweise auch Bourdonröhre genannt wird. Es handelt sich dabei um eine rund gebogene Rohrfeder ovalen Querschnitts, die sich unter Druckeinwirkung aufbiegt.
Wie es zu der Erfindung kam: Lange nach der Entdeckung des atmosphärischen Luftdrucks durch Evangelista Torricelli (1608-1647) sollte ein Arbeiter ein Spiralrohr für einen Destillationsapparat biegen. Da der Rohrbieger es beim Wickeln jedoch ungeschickt verbeulte, versuchte er, es durch Innendruck wieder zu richten. Durch die Druckbeaufschlagung bog es sich wieder der Länge nach auf.
Der Effekt des Aufbiegens war geboren.
Nach Strohmeyer war der Erfinder der Rohrfeder ein deutscher Ingenieur namens Schinz, der 1845 bei Roskopf, Koblenz die erste Röhrenfeder herstellte. Jedoch meldete drei Jahre später, 1848, der Pariser Instrumentenmacher Eugène Bourdon die Rohrfeder zum Patent an.
Der Name "Bourdonfeder" etablierte sich, und blieb bis heute, auch wenn er nicht lange Inhaber des Patents blieb. Denn 1859 wurde das Patent Pat. US Nr. 9153 vom 3. August 1852 (ET) erfolgreich von Lucien Vidie, dem Erfinder der Aneroiddose angefochten und mit Hilfe seines Freundes und Patentanwalts Pierre Armand Lecomte niedergeschlagen.
Trotzdem ist es bis heute das Messglied von Manometern geblieben.

