André Boucourechliev
André Boucourechliev (28. Juli 1925 in Sofia; ? 13. November 1997 in Paris) war ein französischer Komponist, Pianist und Musikschriftsteller bulgarischer Herkunft.Boucourechliev studierte ab 1946 an der Musikakademie Sofia Musiktheorie und Klavier und war an der Ecole Normale de Musique in Paris Schüler von Walter Gieseking; das Konzertdiplom legte er vor Alfred Cortot ab. Seine ersten elektroakustischen Kompositionen wurden von der Domain musical, einer von Pierre Boulez gegründeten Konzertgesellschaft aufgeführt. Bekannt als Komponist wurde er Archipel, eine Folge von fünf Instrumentalwerken in unterschiedlicher Besetzung (1967-1970). Es folgten Ombres für Streichorchester, Faces, ein Klavierkonzert, Thrène für elektronische Instrumente nach einer Dichtung von Stéphane Mallarmé und 1978 die Oper Le nom d'Oedipe. 1984 entstand Lit de neige nach Paul Celan und Le miroir für Sopran und Orchester. Sein letztes
Werk Trois Fragments de Michel Ange entstand 1995.
Daneben war Boucourechliev ein Musikschriftsteller von Rang: er verfasste u.a. Biographien von Robert Schumann (1956), Frederic Chopin (1962), Ludwig van Beethoven (1963), Igor Stravinsky (1982) und Claude Debussy, die als Standardwerke gelten.
Weblinks
• Offizielle Seite für André Boucourechliev
• Les Amis d'André Boucourechliev

