Kloster Bottenbroich
Das Kloster Bottenbroich ist ein ehemaliger Standort des Zisterzienserordens etwa 3 km nordöstlich von Kerpen/Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen.Geschichte
Bottenbroich wurde 1231 oder 1253 von Propst Gottfried von Münstereifel als Zisterzienserinnenkloster gestiftet. Durch ein Gnadenbild der schmerzhaften_Muttergottes aus dem Jahr 1420 entwickelte es sich zu einem Zentrum der Marienverehrung. 1448 geriet das Kloster in finanzielle Not und wurde den Mönchen des Klosters_Kamp übertragen. Die Zisterziensermönche aus Kamp besetzten es als Priorat neu mit einem Männerkonvent und brachten es zu neuer wirtschaftlicher Blüte. Mit Unterstützung der Herren von Hemmersbach, die Bottenbroich als Hauskloster und Begräbnisstätte auswählten, konnte ein Kirchenneubau errichtet und 1484 geweiht werden. 1777 wurde das Priorat der Abtei Marienstatt unterstellt, und eine Propstei eingerichtet; die Mönche siedelten nach Marienstatt und Mariawald über.
Im Zuge der Säkularisation wurde Kloster Bottenbroich 1802 aufgehoben, die Klosterkirche jedoch weiterhin als Pfarrkirche genutzt. 1951 musste der gesamte Ort Bottenbroich und mit ihm auch die alte Klosterkirche einem Braunkohletagebau weichen. Die Pietà befindet sich heute in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Frechen-Grefrath.
2004 wurde das inzwischen rekultivierte Gelände als Austragungsort der Abschlussveranstaltung des XX._Weltjugendtages_2005 ausgewählt und in Anlehnung an den früher hier gelegenen Marienwallfahrtsort Marienfeld genannt.
Im September 2006 wurde im Marienfeld auf heute Frechener Gebiet, an der Stelle des ehemaligen Klosters unter Anwesenheit von Mönchen aus Kamp eine Sonnenuhr mit dem Wappen des Klosters_Morimond, des Mutterklosters von Kamp, aufgestellt. Wegpfeile auf dem Denkmal sollen Pilger an die Bindungen mit den beiden Klöstern erinnern.

