Bosnienkrieg
Referendum
Nachdem sich sowohl in Kroatien.
Kriegsparteien und ?ziele
Kriegsparteien
(1993)]]
Die Armee der bosnischen Serben Vojska Republike Srpske (VRS) war von den drei Kriegsparteien die am besten und am frühsten gerüstete. Grund dafür war die finanzielle, logistische und militärische Unterstützung durch Serbien. Zudem hatte das fünfte Korps der Jugoslawischen Volksarmee (JVA) den serbischen Truppen im Mai 1992 einen beträchtlichen Teil seiner Ausrüstung überlassen. Die Armee unterstand zwar offiziell der Regierung der bosnischen Serben in Pale, in Wirklichkeit jedoch wurde sie vom serbischen Generalstab in Belgrad geführt. Im April 1994 besaß sie eine Stärke von 100000 Mann. Dazu kamen noch 25000 Offiziere und Wehrpflichtige aus Serbien und Montenegro, 4000 Freiwillige serbischer Spezialeinheiten und 1000 bis 1500 Kriegsfreiwillige aus Russland, Bulgarien und der Ukraine. Calic: S.99
Die Kroaten organisierten den Kroatische_Verteidigungsrat (Hrvatsko Vije?e Obrane, HVO) als bewaffnete Einheiten der Herceg-Bosna. Die Truppen hatten anfangs milizähnliche Strukturen. Sie verfügte Ende 1992 über ca. 45000 Mann, denen sich noch 4000 bis 5000 Mann aus Freiwilligenverbänden und örtlichen Polizeistationen, sowie 15000 bis 20000 Mann der kroatischen Armee anschlossen. Zwar leugnete die kroatische Regierung jegliche Beteiligung, doch sie unterstützte die bosnischen Kroaten bei Ausbildung, Bewaffnung und Logistik.
Die bosnischen Muslime zogen schlecht vorbereitet in den Krieg und brauchten am längsten, um eine eigene Armee, die Armee_der_Republik_Bosnien_und_Herzegowina (Armija Republike Bosne i Hercegovine, später Armija BiH), aufzubauen. Anfangs organisierten sich die muslimischen Truppen in militärähnlichen Gruppen wie der ?Patriotischen Liga? und bestanden nicht nur aus Muslimen, sondern auch aus Serben und Kroaten. Am 14. Mai 1992 konstituierte sich die Armee Bosnien-Herzegowinas und bestand zu dem Zeitpunkt aus 50000 Mann, hatte jedoch nur Ausrüstung für rund 44000. Im Verlauf des Jahres schlossen sich dieser Armee noch 600 bis 4000 Freiwillige aus muslimischen Ländern und lokale Milizen an, letztere waren aber häufig örtlichen Befehlshabern unterstellt. Calic: S.100
Trotz eines UN-Waffenembargos von 1991, das für ganz Jugoslawien galt, gelang es allen drei Kriegsparteien große Mengen Rüstungsgüter zu importieren. Der Militärfachverlag ?Jane?s Information Group? gab im August 1994 an, dass die drei Kriegsparteien in den ersten beiden Kriegsjahren zusammen 1,298 Mrd. Dollar für Waffen und Munition ausgegeben hatten.An die Kroaten wurden Waffen im Wert von 660 Millionen Dollar geliefert, an die Serben im Wer von 476 Millionen Dollar, an die bosnische Armee in Höhe von 162 Millionen Dollar. Zahlen aus: Calic: S.101
Am Bosnienkrieg waren auch mindestens 45 paramilitärische Verbände beteiligt. Auf serbischer Seite kämpften die ?Weißen Adler? (Beli Orlovi), Arkans ?Tiger?, ?Serbische Freiwilligen Garde? (Srpska Dobrovolja?ka Garda). Auf bosniakischer Seite kämpfte die bosniakische ?Patriotische Liga? (Patriotska Liga) und ?Green Berets? (Zelene Beretke), sowie die kroatischen ?Kroatische Verteidigungskräfte? (Hrvatske Obrambene Snage), sowie zahlreiche Mudzahhedin Einheiten. Diese unterstanden dem Befehl unabhängiger Führer, wurden jedoch von den Regierungen der jugoslawischen Nachfolgestaaten unterstützt. Somit waren auch nur die wenigsten dieser Verbände autonom, wohingegen die meisten anderen dem Befehl der regulären Armeen folgten. Die Mehrzahl dieser Verbände standen dem rechtsradikalen und faschistischen Milieu nahe. Sie galten als besonders brutal, waren für mehrere Kriegsverbrechen verantwortlich und viele ihrer Anführer stehen mittlerweile auf der Liste der Kriegsverbrecher im ehemaligen Jugoslawien.
Kriegsziele
Als Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina ihren Austritt aus dem jugoslawischen Staatenbund erklärten, war das vorrangige Ziel der jugoslawischen Volksarmee, diesen Staatenbund zu erhalten. Anlass des Krieges boten demnach die jeweiligen Unabhängigkeitserklärungen und die internationale Anerkennung.
Die bosnischen Serben versuchten zunächst die mehrheitlich von Serben besiedelten Regionen einschließlich der fehlenden Verbindungsstücke unter ihre Kontrolle zu bringen. Dies bedeutete eine Sicherung des nördlichen Korridors, die Eroberung des östlichen Korridors in Richtung der östlichen Herzegowina, sowie den Durchbruch des mittleren Korridors.
Die HVO hatte anfangs ein Militärbündnis mit den Muslimen, weil beide Parteien eine Eigenständigkeit Bosnien-Herzegowinas unterstützten. Dieses Bündnis zerbrach jedoch, als auch die bosnischen Kroaten Gebietsansprüche stellten. Sie versuchten die Posavina und die westliche Herzegowina unter ihre Kontrolle zu bringen. Später unternahmen sie auch Angriffe auf mehrheitlich von Bosniern besiedelte Gebiete, um ihr Territorium auszuweiten.
Die Regierungstruppen begnügten sich wegen ihrer militärischen Unterlegenheit zu Beginn des Krieges mit der Verteidigung des Territoriums, über das sie noch Kontrolle ausübten. Nach dem Austritt der kroatischen Armee aus dem Militärbündnis mussten sie von da an auch Angriffe von kroatischer Seite abwehren. Erst im Verlauf des Jahres 1993 wendete sich das Blatt zugunsten der Bosnier, woraufhin sie planten, Zentralbosnien zurückzuerobern und einen Landkorridor zur Adria zu öffnen.
Verlauf
1991
Marc Muller: Chronologie der Kriege auf dem Balkan. In: Jenseits der Gewalt. Probleme des Friedens 1-2/1996;
Karlheinz Koppe: Zu Vorgeschichte, Ausbruch und Verlauf des Konfliktes im ehemaligen Jugoslawien. In: Justitia et Pax ARB 66, 1993
zu verlassen
* März: Bei einer Begegnung in Kara?or?evo sprechen Tu?man und Milo?evi? über Möglichkeiten der Aufteilung Jugoslawiens. Dabei werden auch Gedanken über eine Teilung Bosnien-Herzegowinas erörtert.
* 15. Mai: Der turnusgemäße Wechsel an der Spitze des kollektiven jugoslawischen Staatspräsidiums scheitert an der Weigerung einer Mehrheit unter der Führung der Vertreter Serbiens, der Ernennung des Kroaten Stipe Mesi? zuzustimmen. Damit ist Jugoslawien ohne formelles Staatsoberhaupt und ohne Oberbefehlshaber der Armee.
*29. und 30. Mai 1991: Der Vorsitzende des Europarats, Jacques Santer, und der Vorsitzende der Europäischen Kommission, Jacques Delors, besuchen Belgrad, um sich für den Erhalt der staatlichen Einheit einzusetzen. Santer droht, Jugoslawien könne nicht mit einer EG-Assoziierung rechnen, ?bis es seine inneren Probleme bewältigt hat?. Die EG-Delegierten bieten Markovi? finanzielle Hilfe an - man sprach von Krediten von rund einer Milliarde Dollar sowie Streichung eines Teils der Schulden.
* 6. Juni 1991: Nach zahlreichen Krisensitzungen des Staatspräsidiums und der Republikführungen stimmen alle Seiten einem Kompromissvorschlag zu, den Mazedonien und Bosnien-Herzegowina ausgearbeitet hatten. Das beschlossene Papier steckt, was die Abgrenzung der Kompetenzen zwischen Republiken und Bundesregierung, Recht der Republiken auf eigene Außen- und Verteidigungspolitik usw. angeht, voller Widersprüche und Ungenauigkeiten. Die EG begrüßt den Kompromiss enthusiastisch. Serbien zieht zwei Tage später seine Zustimmung zurück.
* 10. Juni: Bosniaken rufen in einer Proklamation alle bosnischen Nationen auf, sich für eine einheitliche Republik einzusetzen.
* 25. Juni: Die Teilrepubliken Sarajevo demonstrieren zehntausende Menschen für ein friedliches Zusammenleben aller drei Volksgruppen in Bosnien-Herzegowina.
* 18. November: Extrem-nationalistische Kreise der HDZ_BiH unter Führung von Mate Boban und Dario Kordi? proklamieren die Existenz einer ?Kroatischen Gemeinschaft Herceg-Bosna? (Hrvatska Zajednica Herceg-Bosna) als separate ?politische, kulturelle und territoriale Einheit? auf dem Territorium der Sozialistischen Republik Bosnien und Herzegowina.
* 7. Dezember: Die Schlichtungskommission der EG stellt in einem Bericht fest, der Vielvölkerstaat Jugoslawien sei in der Auflösung begriffen. Es liege nun an den Teilrepubliken, eine neue Form des Zusammenhaltes zu finden.
* 16. Dezember: Die EG-Außenministertagung in Brüssel verabschiedet ?Richtlinien für die Anerkennung neuer Staaten in Osteuropa und der Sowjetunion? und eine Erklärung zu Jugoslawien. Alle Republiken, die dies bis zum 23. Dezember 1991 beantragen und die EG-Bedingungen akzeptieren, werden bis zum 15. Januar 1992 als unabhängige Staaten anerkannt.
* 23. Dezember: Bosnien-Herzegowina beantragt seine Anerkennung durch die EG.
1992
thumb|right|Immer_häufiger_werdende_Zerstörung_ziviler_Objekte
Nach dem Referendum über die Unabhängigkeit brachen schwere Unruhen aus. Die serbische Volksgruppe boykottiert die Wahl, zwei Drittel aller Wahlberechtigungen und 99 Prozent der Wähler sprachen sich für die Unabhängigkeit aus. Im April eskalierten die Gefechte zwischen den von Radovan Karadzic geführten bosnischen Serben und der Jugoslawischen_Volksarmee auf der einen Seite und der von Kroaten und Bosniaken gebildeten bosnischen Miliz auf der anderen Seite. Die EG und die USA reagierten mit der diplomatischen Anerkennung von Bosnien-Herzegowina und hofften, so einen großen Balkankonflikt verhindern zu können. Nachdem die jugoslawischen Streitkräfte Bosnien nicht verließen, wurden sie im Mai vom bosnischen Staatspräsidium zu Besatzungsgruppen erklärt. Im Juni wurde in Bosnien der Kriegszustand ausgerufen. Im Sommer 1992 begannen die serbischen Einheiten mit ethnischen Säuberungen bei der muslimischen Bevölkerung in Teilen Bosnien-Herzegowinas und die muslimischen Milizen mit ethnischen Säuberungen in den serbisch besiedelten Gebieten. Erste Internierungslager wurden eingerichtet. Obwohl mehrere tausend Soldaten der UNPROFOR stationiert waren, griffen sie militärisch nicht in den Konflikt ein. Sie sollten lediglich die Hilfslieferungen nach Bosnien-Herzegowina absichern. Ein internationaler Plan zur Aufteilung Bosnien-Herzegowinas nach ethnischen Kantonen entzweite die zuerst gemeinsam gegen die Serben kämpfenden kroatischen und bosnischen Einheiten. Anfang 1993 begannen heftigere Kämpfe zwischen muslimischen und kroatischen Einheiten, vor allem in Zentralbosnien und in Mostar.
Während der Monate April-Mai 1992 brachen schwere Kämpfe im Nordwesten des Landes aus. Die Armee des Bosnischen Serben besetzte während dieser drei Monate etwa 70% des Landes und versuchte zum Teil die nicht-serbische Bevölkerung zu vertreiben. Dieser militärische Erfolg war vor allem eine Folge der besseren Bewaffnung und Organisationsstruktur der bosnischen Serben.
in Bosnien-Herzegowina]]
Die Kämpfe wurden in Gebieten mit ethnisch gemischten Bevölkerungsteilen geführt. Doboj, Fo?a, Rogatica, Vlasenica, Bratunac, Zvornik, Prijedor, Sanski Most, Kljuc, Brcko, Derventa, Modrica, Bosanska Krupa, Bosanski Brod, Bosanski Novi,Glamoc, Bosanski Petrovac, Bijeljina, Visegrad, und Teilen von Sarajevo. In diesen Gebieten kam es bei so genannten ethnischen_Säuberungen zu Genoziden.
In einigen Gebieten mit serbischer Bevölkerungsmehrheit wie beispielsweise Banja Luka, Bosanska Dubica, Bosanska Gradiska, Bileca, Ga?ko, Han Pijesak, Kalinovik, Nevesinje, Trebinje, Rudo nahezu sämtliche Bosniaken und Kroaten vertrieben.
Ähnliches geschah auch in Zentralbosnien (Sarajevo, Zenica, Maglaj, Zavidovici, Bugojno, Mostar, Konjic etc.) aus denen die serbische Bevölkerungsgruppe vertrieben wurde.
Von Juni 1992 bis August 1995 überfielen bosnisch-muslimische Streitkräfte unter der Führung von Naser Ori? mindestens 50 serbische Städte und Gemeinden im Osten Bosniens und richteten massive Zerstörungen an. Zahlreiche serbische Zivilisten wurden vertrieben oder gefangengenommen, gefoltert und ermordet, unter anderem in der Polizeistation von Srebrenica, das in diesem Zeitraum von bosnisch-muslimischen Truppen kontrolliert wurde.
1993
Januar: Anfang Januar legen die beiden Vorsitzenden der Genfer Jugoslawien-Konferenz einen ?Verfassungsrahmen für Bosnien und Herzegowina? mit beigefügter Landkarte vor (Vance-Owen-Plan). Nach dem Plan soll Bosnien ein dezentralisierter Staat sein, in dem die meisten Regierungsfunktionen von 10 weitgehend autonomen Provinzen (Kantonen) ausgeübt werden. Höchstes Staatsorgan ist eine Präsidentschaft, bestehend aus je drei Vertretern der großen Volksgruppen. Alle Konfliktparteien stimmen zunächst zu, erheben jedoch Einwände zum Grenzverlauf der einzelnen Provinzen. Ende Januar werden die Verhandlungen ohne Ergebnis vertagt.Kroatische Verbände erobern unterdessen strategisch wichtige Positionen in serbisch gehaltenem Territorium: den Flughafen Zemunik (bei Zadar), die Maslenica-Brücke und den Peruca-Staudamm. Bosniakische Kräfte unternehmen eine Offensive, um die Verbindung Pale ? Belgrad zu unterbrechen. Am 8. Januar wird der bosnische Premierminister Hakija Turajli? in Sarajevo getötet. Bosnische Serben stoppen an diesem Tag einen von französischen Soldaten bewachten UN-Konvoi auf dem Weg vom Flughafen zum Regierungssitz. Kurz darauf wird Turajli? in seinem Auto erschossen.
Februar: Anfang Februar weiten sich die Kämpfe der kroatischen Armee auch auf das Hinterland von Split aus. Vance und Owen setzen ihre diplomatischen Bemühungen fort, für ihren Plan die Zustimmung aller drei Parteien zu erhalten. US-Außenminister Christopher erwägt eine Verschärfung der Sanktionen gegen Serbien und will sich für die militärische Überwachung des Flugverbotes einsetzen. Der Stadtrat von Sarajevo stoppt die Verteilung von Hilfsgütern, um gegen das Aushungern der Enklaven in Ostbosnien zu protestieren. Der UN-Sicherheitsrat beschließt, ein internationales Tribunal zur strafrechtlichen Verfolgung von Personen einzusetzen, die verantwortlich sind für schwere Verletzungen der internationalen Menschenrechte auf dem Gebiet des früheren Jugoslawien (Resolution 808). Der amerikanische Präsident Clinton kündigt humanitäre Hilfe für Menschen in Ostbosnien an (Abwurf von Lebensmitteln und Medikamenten für die eingeschlossene Bevölkerung).
März: in Ostbosnien kommt es zu neuen Massenvertreibungen durch Serben. 20.000 Menschen fliehen aus Cerska nach Tuzla. Weitere Kämpfe finden um Bratunac, Gora?de und Srebrenica statt. Zwölf britische UN-Soldaten werden bei Konjevi? Polje durch Serben als Geiseln festgehalten. Bosnien-Herzegowina erhebt vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag Klage gegen die Bundesrepublik Jugoslawien wegen Völkermords. Der bosnische Präsident Izetbegovi? unterschreibt den Vance-Owen-Plan. Damit lehnt nur noch der Serbenführer Karad?i? den Gesamtplan ab.
März bis Juni: Es kommt zu mehreren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen bosnischen Kroaten und Bosniaken in Zentralbosnien. Auch in und um Mostar gibt es über Monate heftige Kämpfe zwischen Kroaten und Bosniaken.
April: Nato-Kampfflugzeuge erzwingen gemäß UN-Sicherheitsrat-Resolution 816 das seit 9. Oktober 1992 geltende Flugverbot über Bosnien-Herzegowina (Operation ?Deny Flight?). Bosnische Serben isolieren die ostbosnische Stadt Srebrenica. Der UN-Sicherheitsrat erklärt die Stadt zur "safe area". Das Parlament der bosnischen Serben lehnt den Vance-Owen-Plan ab und bezeichnet die vorgesehenen Grenzen der zehn Provinzen als unannehmbar. Später zieht auch Izetbegovi? seine Unterstützung des Plans zurück. Kroatische Streitkräfte unter Tihomir Bla?ki? greifen bosniakische Gemeinden im zentralbosnischen La?va-Tal (La?vanska dolina) an und vertreiben und ermorden Teile der Zivilbevölkerung. Der Internationale Gerichtshof fordert die SRJ auf, Maßnahmen gegen den Völkermord zu ergreifen. Nach monatelangen Kämpfen kapitulieren die Muslime der ostbosnischen Stadt Srebrenica vor den serbischen Truppen. Das UNO-Flüchtlingskommissariat bereitet sich auf die Evakuierung von 30.000 Menschen vor.
Mai: Der UN-Sicherheitsrat erklärt Biha?, Gora?de, Sarajevo, Srebrenica, Tuzla und ?epa zu ?safe-areas?. Trotzdem fällt ?epa durch serbische Angriffe am 15. Mai. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk erhebt schwere Vorwürfe gegen die Führung der bosnischen Kroaten wegen der Behandlung muslimischer Zivilisten in einem Gefangenenlager bei Mostar.
Juli: Serben und Kroaten gehen in Zentralbosnien zeitweise gemeinsam gegen bosniakische Kräfte vor. Bei Gornji Vakuf und Bugojno kämpfen Bosniaken gegen bosnische Kroaten.
September: Die Zersplitterung der Kriegsparteien schreitet fort. Es gibt Kämpfe zwischen Bosniaken und Kroaten bei Gornji Vakuf und Kiseljak, von Serben gegen Kroaten und Bosniaken in Mostar. Fikret Abdi? ruft in Westbosnien eine unabhängige muslimische Republik aus. Er wird dabei durch ?Rote Barette? des serbischen Innenministeriums unterstützt. Es kommt zu Kämpfen zwischen Bosniaken unter Abdi? und bosniakischen Regierungstruppen.
November: Am 9. November wird durch die kroatische Armee die Alte_Brücke_von_Mostar gezielt zerstört. Massaker, Massenvergewaltigungen und Terror gegen die Zivilbevölkerung werden berichtet. Am 17. November findet die erste Sitzung des ICTY in Den Haag statt.
1994
thumb|Ein_veralteter_serbischer_Panzer_vom_Typ_NATO Kampfflugzeuge vier serbische Kampfflugzeuge ab, die das Flugverbot über Novi Travnik missachteten. [http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,980321-2,00.html Time-Magazin]
März: Serben rücken in die Schutzzone von Sarajevo ein. In ?ep?e werden britische UN-Truppen durch Serben beschossen. Französische UN-Truppen erwidern serbisches Feuer. Die kroatische (Tudjman) und bosnische Regierung (Izetbegovi?) unterzeichnen das Abkommen von Washington, um die Feindseligkeiten zwischen bosnischen Kroaten und Bosniaken zu beenden und die Föderation Bosnien und Herzegowina zu begründen. HVO und ARBiH ziehen schwere Geschütze aus Zentralbosnien zurück. Bei Maglaj (bosniakische Enklave) kommt es zu Gefechten zwischen britischen UN-Truppen und Serben.
April: In Prijedor kommt es zu so genannten Ethnischen_Säuberungen. Nach einer verstärkten serbischen Offensive mit gepanzerten Kräften auf Gora?de werden durch die NATO erstmals Bodenziele bekämpft. Nahe Gora?de und Banja Luka werden 58 UN-Militärbeobachter von Serben festgehalten. Die UN lehnen NATO-Luftschläge ab.
Mai: Es kommt zu Kämpfen um Br?ko, Biha?, Tuzla, Zavidovi?i, Doboj, Tesanj. In Biha? kämpfen Bosniaken gegeneinander.
Juni: Kroatische Serben unterstützen durch Artillerie den bosnischen ?Rebellenführer? Fikret Abdi?. Schwere Artilleriegefechte werden um Gra?anica, Grada?ac und Doboj ausgetragen.
August: In Sarajevo nehmen Angriffe sowohl von Heckenschützen als auch durch schwere Waffen zu. Auch UN-Personal ist betroffen. Velika Kladu?a fällt durch bosniakische Truppen. Serben vertreiben Hunderte Bosniaken aus Bijeljina.
Oktober: Die bosnische Regierungsarmee geht nach Siegen über Abdi?-Truppen in Westbosnien gemeinsam mit bosnisch-kroatischen Einheiten gegen bosnische Serben um Biha? vor. Drei dänische Panzer eröffnen bei Grada?ac das Feuer auf serbische Panzer. UN und NATO einigen sich über Bedingungen für Luftschläge.
November: UN-Feuerwehrpersonal wird mit Maschinengewehren beschossen. Französische Truppen antworten mit Schüssen auf das serbisch kontrollierte Viertel Grbavica in Sarajevo. Truppen der Autonomen Provinz Westbosnien (Abdi?-Truppen) rücken in Velika Kladu?a ein. NATO-Flugzeuge greifen den serbisch gehaltenen Flugplatz Udbina in Kroatien an, von dem aus Luftangriffe auf Biha? erfolgten. Serben nehmen UN-Personal als Geiseln.
Dezember: UN-Mitarbeiter werden von Serben als ?menschliche Schutzschilde? gegen NATO-Angriffe eingesetzt. Velika Kladu?a fällt durch Abdi?-Truppen. Tuzla wird weiterhin durch serbische Artillerie angegriffen.
1995
Januar: In der Region Biha? kam es verstärkt zu Kampfhandlungen. Serben setzten an verschiedenen Orten Kroaten und Bosniaken als ?menschliche Schutzschilde? ein. Bosnische Regierungstruppen blockierten bei Tuzla tausend UN-Soldaten. Artillerie der ARBiH beschoss Donji Vakuf. Abdic-Truppen und Serben stießen in das Gebiet südlich Velika Kladusa vor. Serbische Panzer stießen über kroatisches Gebiet nach Biha? vor. 75 UN-Soldaten des 3rd Dutch Air Mobile Battalion wurden durch die ARBiH festgesetzt (nach dem Einschluss Srebrenicas durch Serben).
März: In Sarajevo waren weiterhin Scharfschützen aktiv. Um Travnik, Priboj, Jablanica und Lukavica fanden Gefechte statt. Die ARBiH rückte in das Gebiet um Stolice ein. Der Abschlussbericht einer UN-Expertenkommission stellte systematische Vergewaltigungen an muslimischen und kroatischen Frauen durch Serben fest. Bei Tuzla kam es zu einer bosniakischen Offensive. Bei Majevac wurden niederländische UN-Soldaten durch Artilleriefeuer getötet.
April: Bihac wurde wiederholt von Serben angegriffen. Serben kontrollierten den Berg Vlasic nahe Travnik sowie den Zugang zu Donji Vakuf und Jajce. Die NATO zeigte Luftpräsenz über Sarajevo und Gorazde. Bosnische Serben vertrieben Bosniaken aus ihrer Heimat in Nordost-Bosnien. Die ARBiH gewann Gelände südlich Bihac. Bei Brcko fanden schwere Kämpfe statt.
Mai: Die kroatische Militäroperation_Blitz begann mit Luftangriffen auf die Hauptverbindung über die Save zwischen Kroatien und Bosnien. Einheiten der bosnischen Serben transportierten schwere Waffen aus einem Waffendepot der UNO ab. Das UNO-Kommando forderte die sofortige Zurückgabe. Die gesetzte Frist wurde von den Serben ignoriert. Die NATO unternahm Luftangriffe auf serbische Stellungen bei Pale. Daraufhin hielten bosnische Serben Ende Mai mehr als 300 ausländische Geiseln fest, ketteten sie teilweise an taktischen Positionen an und stellten sie zur Schau.[http://www.trial-ch.org/de/trial-watch/profile/db/facts/ratko_mladic_94.html ICTY-Anklage gegen Ratko Mladi?] [http://www.cbc.ca/news/story/2002/10/09/ribichl021009.html Kanadische Nachrichten] Von serbischer Seite wurde die Wasser-, Strom- und Gasversorgung von Sarajevo gekappt. Britische, französische und US-Marineeinheiten wurden in der Adria aufgestellt.
Juni: Die EU und die NATO beschlossen die Gründung einer ?Schnellen Eingreiftruppe? (Rapid Reaction Force). Um Sarajevo wurde verstärkt gekämpft. 388 UN-Geiseln wurden freigelassen. Bosnische Regierungstruppen blockierten 600 kanadische UN-Soldaten in Visoko.
Juli: Serben griffen erneut Srebrenica an und verübten unter den Augen von UN-Soldaten ein Massaker mit etwa 8000 Todesopfern. Auch die UN-Schutzzone Zepa war von einem serbischen Großangriff betroffen; dort wurden ukrainische UN-Soldaten als Geiseln gefangen genommen. Die Stadt fiel am 25. Juli. Im Westen von Bihac gewannen bosnische und Krajina-Serben große Gebiete. Kroatien entsandte mehrere tausend Soldaten der HV nach Bosnien.
thumb|right|Militäroperation Oluja (?Operation Sturm?) in der ?Republika Srpska Krajina?. 180.000 Serben flohen nach Banja Luka und in die Vojvodina. Zur Unterstützung der HV rückten Einheiten der ARBiH und der HVO nach Kroatien ein. Serben vertrieben bosnische Kroaten aus Banja Luka. Der Markale-Markt in Sarajevo wurde von serbischer Seite beschossen, dabei starben mehr als 30 Menschen. Daraufhin griff die NATO aus der Luft serbische Stellungen, Munitionsfabriken und Depots an Operation Deliberate Force. NATO-Luftangriffe wurden auch bei Tuzla, Gorazde, Stolice, Berg Majevica und Mostar geflogen. An der Luftoperation nahmen acht Nationen teil, die bis zum 14. September 1995 über 3.500 Einsätze flogen. US-Kriegsschiffe feuerten 13 Tomahawk-Marschflugkörper ab und zerstörten das Hauptquartier der Bosnisch-Serbischen Armee in der Nähe von Banja Luka. Die Rapid Reaction Force beschoss serbische Stellungen mit Artillerie.
September: Die luft- und seegestützte Beschießung u.a. von bosnisch-serbischen Flugabwehrstellungen und militärischer Infrastruktur durch NATO-Streitkräfte wurde bis zum serbischen Rückzug aus der Sicherheitszone um Sarajevo fortgesetzt. Bosniakisch-kroatische Truppen nahmen Donji Vakuf und Jajce ein (Angriffsziel Banja Luka). Daraufhin flohen ca. 40.000 Menschen aus Donji Vakuf, Jajce, Sipovo und Mrkonjic Grad nach Banja Luka. Serbische Gegenangriffe trafen Prijedor und Sanski Most.
Oktober: Die ARBiH rückte in Richtung Banja Luka vor. Die serbische Freiwilligengarde vertrieb mehrere Tausend Bosniaken und Kroaten aus Prijedor und Bosanski Novi. Die ARBiH eroberte Sanski Most zurück und griff Prijedor an. 40.000 Serben wurden vertrieben, die Flüchtlinge teilweise mit Artillerie beschossen. Daraufhin wurden in Banja Luka Kroaten und Bosniaken durch Serben vertrieben. Im belagerten Gorazde waren 60.000 Menschen (u.a. Flüchtlinge aus Zepa und Srebrenica) eingeschlossen.
November: Am 21. November 1995 wurde der Krieg mit der Annahme des Abkommen von Dayton beendet. Das Abkommen wurde formell am 14. Dezember in Paris unterzeichnet.
Dezember: Die UNPROFOR-Blauhelme wurden durch eine ?Implementation Force? (IFOR) unter dem Kommando der NATO ersetzt.
1996
Die IFOR wurde nach Erfüllung ihres Auftrages durch die ?Stabilization Force? (SFOR) ersetzt.
2004
Die ?European_Union_Force? (EUFOR / ALTHEA) unter Führung der Europäischen Union löste die NATO-geführte SFOR ab.
Opferzahlen
Der Bosnien-Krieg forderte etwa 100.000 Totehttp://www.idc.org.ba, davon waren laut einer von Norwegen finanzierten, 2005 abgeschlossenen Untersuchung des Research and Documentation Centers in Sarajevo 70 Prozent Bosniaken, 25 Prozent bosnische Serben und 5 Prozent bosnische Kroaten. Die lange international kursierende und nach wie vor von bosnischen Stellen geschätzte Zahl von 250.000 Opfern habe sich als "Mythos" erwiesen. Etwa 2,2 Millionen Menschen flohen oder wurden vertriebenDer Fluch von Dayton, Artikel im ?Spiegel? Nr. 45/2006, S. 134, sowohl innerhalb des Landes als auch ins Ausland. Von den Flüchtlingen und Vertriebenen ist bis heute nur ein Teil zurückgekehrt.
Reaktion der internationalen Gemeinschaft
Internationale Kritik an der UN
Heftige internationale Kritik gab es nach dem Massaker von Srebrenica im Juli 1995. Die Vereinten Nationen hatten es nicht geschafft die Zivilbevölkerung durch die UNPROFOR-Mission zu schützen. Am 11. Juli 1995 wurde Srebrenica von serbischen Truppen unter dem Kommando von General Ratko Mladi? eingenommen. Die sogenannten UN-Schutztruppen leisteten keinen Widerstand. Auf die Besetzung der Stadt folgte eines der schwersten Massaker des Bosnienkrieges, bei dem schätzungsweise bis zu 8000 Bosniaken ermordet wurden. Dieses Kriegsverbrechen wurde durch UN-Sonderberichterstatters Tadeusz Mazowiecki sorgfältig dokumentiert.
Noch im Juli hatte er in der Region Tuzla unter Flüchtlingen aus Srebrenica umfangreiche Befragungen durchgeführt. Daraus geht hervor, dass serbische Einheiten am 12. Juli auf einem Fabrikgelände im Vorort Potocari - in unmittelbarer Nähe des UN-Quartierts, in dem niederländische Blauhelme stationiert waren - Tausende Bosniaken zusammentrieben. Sie selektierten Frauen und Kinder, um sie auf Bussen und Lastwagen Richtung Tuzla abzutransportieren.
Die zurückgebliebenen Männer - darunter auch Jungen und Greise - wurden abgeführt. Internationale Beobachter wie der unabhängige serbische Journalist Zoran Petrovic hörten Schüsse und Schreie aus den Fabrikhallen. Sie sahen die Leichen von Exekutierten sowie Berge von zurückgelassenen Kleidern und Habseligkeiten. Einige Männer wurden unter den Augen der Blauhelme durch Kopfschüsse ermordet.
Kriegsverbrechen
Flüchtlinge
thumb|right|Bosnische_Flüchtlinge_in_Ethnische_Säuberungen waren während dieses Krieges besonders ausgeprägt. Gewaltsame Vertreibungen und Morde an der jeweils anderen Volksgruppe sowie die Plünderung und Zerstörungen an deren Eigentums sowie die Zerstörung von Moscheen, Kirchen, Friedhöfen und historischen Kulturgütern waren ein besonders auffälliges Phänomen dieses Krieges.
Etwa die Hälfte der Bevölkerung des Staates wurde gezwungen ihre bisherigen Wohnorte zu verlassen. Noch immer leben sehr viele Bewohner in Drittstaaten.
Die größte dieser ethnischen Säuberungen an einem Ort fand in Srebrenica statt.
Kriegsgefangenenlager
Verfolgung der Kriegsverbrecher
2007 fiel in einem Gerichtsverfahren vor dem internationalen_Gerichtshof das Urteil, den der Staat Bosnien-Herzegowina gegen Serbien eingeleitet hat um die Hintergründe und Drahtzieher des Krieges zu finden. Darüber hinaus ging es um mögliche Forderungen von Kriegsreparationen gegen Serbien. Nach dem Urteil hat die Regierung von Serbien nicht direkt Schuld an dem Krieg, hat aber durch Unterlassung den Krieg auch nicht geholfen zu beenden. Bei der bosnischen Bevölkerung fand das Urteil kein Verständnis.
Kriegsfolgen
Ende 1995 übernahm die NATO (IFOR) die Kontrolle in Bosnien-Herzegowina. Die Truppenstärke lag bei ca. 60.000.
Nach dem Bosnienkrieg war Bosnien und Herzegowina wirtschaftlich am Boden. 1996 lag die Arbeitslosenquote über 70% , über 50% der Gebäude sind zerstört worden, zahlreiche Moscheen, Kirchen und Kulturdenkmäler.
Künstlerische Rezeption
Filme
*2006, Esmas Geheimnis ? Grbavica
*2004, Das Leben ist ein Wunder (?ivot je ?udo), [http://german.imdb.com/title/tt0322420/ IMDb]
*2003, Gori vatra! [http://german.imdb.com/title/tt0347105/ IMDb]
*2002, Die Rote Jacke, [http://www.imdb.com/title/tt0323844/ IMDb]
*2001, No Man's Land (Ni?ija zemlja), [http://german.imdb.com/title/tt0283509/ IMDb]
*1999, Warriors, [http://german.imdb.com/title/tt0119873/ IMDb]
*1998, Savior_-_Soldat_der_Hölle, [http://german.imdb.com/title/tt0120070/ IMDb]
*1997, Welcome to Sarajevo, [http://german.imdb.com/title/tt0120490/ IMDb]
*1996, Lepa_Sela_Lepo_Gore, [http://german.imdb.com/title/tt0116860/ IMDb]
Literatur
Der in Vi?egrad geborene Schriftsteller Sa?a Stani?i? war 1992 mit seiner Familie aus Bosnien-Herzegowina geflohen, als serbische Truppen seine Heimatstadt belagerten. Seine Erlebnisse verarbeitete er in dem Buch Wie der Soldat das Grammofon repariert, für das er 2006 für den Deutschen_Buchpreis nominiert war.
Siehe auch
• Nations Protection Force]
• von Sarajewo]
• von Srebrenica]
• Sturm]
• Maestral]
• Omarska]
• Keraterm]
• Manja?a]
*NATO-Operation Deliberate Force
Dokumentationen
*1996, Bruderkrieg der Kampf um Titos Erbe
Literatur
* Arbeitsgruppe Sicherheitspolitik der Deutschen Kommission Justitia et Pax (Hrsg.): Der Konflikt im ehemaligen Jugoslawien. Vorgeschichte, Ausbruch und Verlauf. Schriftenreihe Gerechtigkeit und Frieden, Arbeitspapier 66, ISBN 3-928214-41-1 (knappe Übersicht, Stand: Sept. 1993)
* Hans Benedikter: Die bitteren Früchte von Dayton. Völkermord und Vertreibungsterror in Kroatien und Bosnien-Herzegowina, das Versagen des Westens, ein Friede ohne Gerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratiefragen, die Protestbewegung in Belgrad., Autonome Regierung Trentino-Südtirol, Bolzano/Bozen 1997
* Christopher Bennet: Yugoslavia's Bloody Callapse. Causes, Course und Consequences. Hurst & Company, London 1995
* Marie-Janine Calic: Krieg und Frieden in Bosnien-Hercegovina. Suhrkamp 1996. ISBN 3518119435
* Johannes Grotzky: Balkankrieg. Der Zerfall Jugoslawiens und die Folgen für Europa. Serie Piper, München 1993
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* J. Pirjvec: Le guerre jugoslave, Einaudi, Torino 2002
* Philip J. Cohen: Serbia's Secret War: Propaganda and the Deceit of History. Eastern European Studies, No 2, ISBN 953-6108-36-4
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* James Gow: Triumph of the Lack of Will. International Diplomacy and the Yugoslav War. Hurst & Company, London 1997.
* Johannes Grotzky: Balkankrieg. Der Zerfall Jugoslawiens und die Folgen für Europa. Sere Piper, München 1993.
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* Götz Kubitschek, Peter Felser: Raki am Igman ? Texte und Reportagen aus dem Bosnien-Einsatz der Bundeswehr. ISBN 3000054324
* Sonia Lucarelli: Europe and the Breakup of Yugoslavia. Kluwer Law International, Den Haag 2000.
* Reneo Lukic, Allen Lynch: Europe from the Balkans to the Urals. The Disintegration of Yugoslavia and the Soviet Union. Oxford University Press, Oxford 1996
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* Thomas Paulsen: Die Jugoslawienpolitik der USA 1989?1994. Begrenztes Engagement und Konfliktdynamik. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 1995
* Erich Rathfelder: Sarajewo und danach. Sechs Jahre Reporter im ehemaligen Jugoslawien. Mit einem Nachw. von Hans Koschnick. München 1998. ISBN 3-406-42044-3
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* Roy Gutman, David Rieff (Hrsg.): 'Crimes of war - what the public should know', 1999, ISBN 0-393-31914-8
Einzelnachweise
Weblinks
*
• Liste Vermisster Personen
• ICTY Anklageschrift gegen Stanislav Galic
• Forschungs- und Dokumentationszentrum Sarajevo
• UN report über ?prison camps? während des Krieges
• Internationaler Gerichtshof, Pressemitteilung
• The policy of ethnic cleansing, Final report of the United Nations Commission of Experts, Engl
• Mazowiecki Reports, Berichte über die Lage der Menschenrechte während der Jugoslawienkriege, Englisch
• Anklageschrift des ICTY gegen Milo?evi? für Verbrechen in Bosnien und Herzegowina
• UNHCR Document, Englisch
• Artikel-Serie in [[The Guardian], Englisch]
• Video Jihad in Bosnien Sky News (Englisch)

