VfV Borussia 06 Hildesheim
Der VfV Borussia 06 Hildesheim (kurz VfV 06 Hildesheim) ist ein Oberliga_Niedersachsen und somit in eine Spielklasse, in die der Club schon seit Jahrzehnten nicht mehr verweilte. Schließlich wird dem Namen "VfV" auch noch "Borussia 06" hinzugefügt und die Mitglieder stimmen am 12. Mai der Fusion zu.
Die zwischenzeitige Hoffnung, mit "Concordia Hildesheim" würde sich auch der dritte Hildesheimer Traditionsclub anschließen, erfüllt sich jedoch nicht.
Es wird eine Werbekampagne gestartet, um den neuen Verein bei Fans und Sponsoren bekannt zu machen. Ein Wettbewerb für ein neues Vereinswappen verhilft zu einem modernen und recht gewöhnungsbedürftigen Logo. Außerhalb des Vereins und erst recht der Stadtgrenzen kann sich der neue Name kaum durchsetzten, der Club wird weiterhin VfV genannt.
Sportlich gesehen kommt der Zusammenschluss der beiden Clubs 30 Jahre zu spät, spielt Borussia 06 doch in der 1970er Jahren immerhin noch in der Bezirksliga.
Ligazugehörigkeit
* 2003 Oberliga Niedersachsen/Bremen (4. Liga)
* 2003/2004 Platz 15 - der VfV tritt zur neuen Saison unter dem neuen Namen VfV 06 an, verfehlt die Qualifikation zur neuen Oberliga Nord deutlich und steigt in die fünftklassige Niedersachsenliga ab.
* 2004 Niedersachsenliga-West (5. Liga)
* 2004/2005 Platz 7 - nach dem Abstieg findet der VfV 06 nur schwer in Tritt, nach der Hinrunde rangiert der Club nur auf Platz 10.
* 2005/2006 Platz 5 - zur Winterpause steht es nicht gut um den VfV 06, überwintert wird auf einem enttäuschenden 11. Tabellenplatz und zeitweise droht sogar die Insolvenz. Nach der Winterpause startet der VfV 06 jedoch eine fulminante Aufholjagd, die bis auf den 5. Platz in der Abschlusstabelle führt.
* 2006/2007 - zur neuen Saison rüstet der VfV 06 kräftig auf, zahlreiche hochkarätige Spieler werden verpflichtet. Als Minimalziel wird Platz 4 ausgegeben, insgeheim wird jedoch der Aufstieg in die Oberliga anvisiert. Zur Winterpause fehlen 17 Punkte auf den Spitzenplatz, jedoch nur 2 Punkte auf einen Abstiegsplatz.
Der VfV 06 wird Norddeutscher Meister im Futsal und qualifiziert sich somit für die Deutsche Meisterschaft. Bei den Deutschen Meisterschaften setzt sich der VfV 06 in den Gruppenspielen erfolgreich durch und erreicht durch einen 6:1 Halbfinalerfolg über Team Heidenheim das Endspiel. Das Spiel um die Deutsche Meisterschaft geht am Ende knapp mit 4:6 gegen den FV Eppelborn verloren.
Erfolge
Futsal
* 2007 Deutscher Vizemeister, Norddeutscher Meister
Kurioses
Nach der Zusammenschluss hätte der neue Verein eigentlich VfV Borussia 04 Hildesheim benannt werden müssen, da mit Britania ein Vorgängerverein der VfV-Fußballer schon 1904 gegründet wurde. Auch wurde mit VfV Borussia 03 Hildesheim, das eigentliche Gründungsjahr 2003 des neuen Vereins nicht berücksichtigt. Der Name setzt sich somit nur aus dem beiden ehemaligen Vereinsnamen zusammen.
2006 feiert der VfV Borussia 06 Hildesheim sein 100-jähriges bestehen. Die Feierlichkeiten sind jedoch eigentlich nur für den ehemaligen SV Borussia 06 bestimmt, weil der jetzige Verein auf drei gemeinsame Jahre und gesamtgeschichtlich mit dem VfV (Britania) auf 102 Jahre zurückblickt.
Aktuell
Für die Saison 2006/2007, bzw. 2007/2008 ist der Aufstieg in die Oberliga-Nord anvisiert, langfristige Planungen streben einen Aufstieg in die Regionalliga-Nord an. Da geplant ist ab der Saison 2007/08 die 3. Fußball-Bundesliga zu gründen, ist ein Aufstieg dringend nötig, weil sonst der VfV erstmals nur noch sechsklassig wäre.
Historie
Der Ursprung des VfV Hildesheim liegt im "Arbeiter Turn- und Sportverein Vorwärts" der 1895 gegründet wird. Bevor es aber 1945 zur Gründung des VfV kommt, nehmen die Vorgängervereine nach dem 1. Weltkrieg erfolgreich am Spielbetrieb teil.
Historie vor 1945
In der Zeit nach dem 1. Weltkrieg ist Hildesheim eine der Fußballhochburgen in Norddeutschland. Die beiden Hildesheimer Vereine "Hildesheim 07" und "Hildesheim 06" streiten um die Vorherrschaft in der Region, außerdem spielen mit "Concordia Hildesheim" und "SV Algermissen 11" noch zwei weitere Teams in den oberen Klassen.
= FV Britania
=* 1904 als erster lokaler Fußballclub unter dem Namen "Fußballverein Britania" gegründet
* 1907 in "Sportverein Hohenzollern" umbenannt
* nach dem 1. Weltkrieg in "Verein für Bewegungsspiele" (VfB) benannt
* 1922 Zusammenschluss mit dem (HSV) "Hildesheimer Sportverein von 1907" (= Hildesheim 07) zur (SpVgg) "Spielvereinigung Hildesheim von 1907"
= Hildesheim 06
=* 1906 am 1. Juli als "FC Hildesheim" von 1906 gegründet
* 1908 Beitritt in den Norddeutschen Fußballverband
* 1919 geht der Club in dem "FC Himmelsthür 1912" auf, der Verein wird in "Rasensportverein 06" (RSV) umbenannt.
= Hildesheim 07
=* 1907 unter dem Namen "Discordia" gegründet, dann in "FC Preußen 07" umbenannt
* 1919 Zusammenschluss mit dem "Sportverein Jungborn" und Umbenennung in "Hildesheimer Sportverein von 1907" (HSV) - Hildesheim hat erstmals einen "HSV"
* 1922 Zusammenschluss mit dem "VfB" (= Britania) zur "Spielvereinigung Hildesheim von 1907" - 1907, statt der 1904 vom VfB (Britania), als Wiedererkennungszeichen, immerhin spielt der Club zu dieser Zeit in der 1. Liga
* 1937 Zusammenschluss mit dem VfR und Umbenennung in "Hildesheimer Sportverein von 1907" (HSV) - Hildesheim hat wieder einen "HSV"
* 1942 Zusammenschluss mit den "Wasserfreunden", sowie dem "Turnklub von 1930" zum "TuSS Hildesheim 07"
* 1945 Gründungsverein (-abteilung) des neu gegründeten "Verein für Volkssport" (VfV)
= Sportliche Vereinigung
=* 1918 Fußballabteilung wird im "AT Vorwärts" gegründet
* 1922 lösen sich die Fußballer vom Verein und gründen die "Sportliche Vereinigung von 1918"
* 1933 Auflösung durch die Nationalsozialisten - Mitglieder schließen sich teilweise der "Spielvereinigung" und dem "VfR" an
* 1945 "Sportliche Vereinigung" geht in dem VfV auf, der VfV übernimmt die rot-weißen Vereinsfarben.
Historie nach 1945
Die drei traditionellen Hildesheimer Vorkriegsvereine "06", "07" und "Concordia" nehmen bald nach dem 2. Weltkrieg wieder ihren Spielbetrieb auf. "Hildesheim 07" jedoch, als Gründungsverein (-abteilung) im "VfV Hildesheim".
= VfV Hildesheim
=* 1945 Nach dem 2. Weltkrieg gegründet, vereint der VfV zahlreiche Vorkriegsvereine unter einem gemeinsamen Dach. Der Vorgängerverein der VfV-Fußballer ist der "(TuSS) Hildesheim 07", somit auch der Fußballverein "Britania" von 1904, sowie die "Sportliche Vereinigung" von 1918.
* der VfV übernimmt das Gelände der ehemaligen "Spielvereinigung 07", mit dem Friedrich-Ebert-Stadion.
* Ende 2002 löst sich die Fußball-Abteilung des VfV Hildesheim vom Hauptverein und wird unter dem Namen "VfV Hildesheim FC" eigenständig.
* 2003 schließt sich der "SV Borussia 06" dem VfV an, der Verein wird in "VfV Borussia 06 Hildesheim" (VfV 06) umbenannt.
= SV Borussia 06 Hildesheim
=* 1946 Fusion des "RSV Hildesheim 06" mit der "Reichsbahn SG" zum "RSV Borussia 06" - erstmals taucht der Name Borussia im Vereinsnamen auf
* 1948 nach Trennung der Eisenbahner zum "SV Borussia 06" umbenannt
* 1951 am 7. Oktober wird der Sportplatz an der Lucienvörder Allee eröffnet
* 2003 am 12. Mai stimmen die Mitglieder für einen Zusammenschluss mit der Fußballabteilung des "VfV"
Ligazugehörigkeit der Vorgängervereine
= Vor 1945
=Nachdem endlich der 1. Weltkrieg vorbei ist, erlebt der Sport und besonders das Fußballspiel in Deutschland einen ersten großen Aufschwung, so auch in Hildesheim.
In den folgenden Jahren streiten "Hildesheim 06" und "Hildesheim 07" in der Region Hildesheim um die Gunst des Publikums. Zeitweise kann auch "Concordia Hildesheim" in diesen Zweikampf mit eingreifen, "Concordia" spielt von 1926-1928 und in der Spielzeit 1929/30 in der obersten Liga. Der "SV Algermissen 11" ist mit dem Aufstieg 1932/33 in die Oberliga Südhannover/Braunschweig ebenfalls erstklassig und vertritt bis 1939 die Region sehr erfolgreich. "Algermissen 11" steht 1932/33 sogar in der Endrunde und muss sich hier nur dem Hamburger SV geschlagen geben.
Hildesheim 07
* 1921 als erster Hildesheimer Club steigt "Hildesheim 07" in die Südkreisliga (1. Liga) auf.
* 1921/22 Platz 7 - gegen Eintracht Braunschweig wird ein 3:3 und gegen Hannover 96 ein 2:0 erzielt.
* 1922/23 Platz 6 in der Staffel 2 - die Südkreisliga wird mit Beginn der Saison in zwei Staffeln ausgetragen
* 1923/24 Vizemeister hinter Eintracht Braunschweig - die 1. Liga ist in "Bezirksliga Südkreis" umbenannt. In Braunschweig wird in einem historischen Spiel mit 4:3 gewonnen. Zur Endrunde um die Norddeutsche Meisterschaft reicht es dennoch nicht.
* 1924/25 Platz 7 - die Spielklasse heißt jetzt "Bezirksliga Südhannover/Braunschweig"
* 1925/26 Platz 7 - jetzt in der Staffel 1. Wegen Punktegleichstand mit Germania Wolfenbüttel kommt es um den Abstieg zu einem Entscheidungsspiel, welches mit 2:1 gewonnen wird
* 1926/27 Platz 8 - durch ein 2:1 über Arminia Döhren für die Auf-/Abstiegsrunde qualifiziert, die Spiele als Tabellenerster abgeschlossen und somit weiterhin in der Bezirksliga
* 1927/28 Platz 7 - mit 3:0 gegen den SV Oker das Ausscheidungsspiel gewonnen, die Auf-/Abstiegsrunde als Tabellenerster abgeschlossen.
* 1928/29 Keine Punktspielrunde
* 1929/30 in der 2. Liga - Hildesheim 07 wird nicht in die neue eingleisige Oberliga Südhannover/Braunschweig mit aufgenommen
* 1930/31 2. Liga - gegen den SC Hötensleben die Aufstiegsspiele zur Oberliga (1. Liga) mit 0:2 und 2:4 verloren
* 1939 Aufstieg in die Gauliga Niedersachsen Süd (1. Liga) - als "Nachrücker", weil einige Militärmannschaften ausscheiden
* 1939/40 Platz 5 - u.a. 3:2 Sieg über Arminia Hannover
* 1940/41 Platz 6 - Abstieg in die 2. Liga
* 1942 Aufstieg in die Gauliga Südhannover/Braunschweig (1. Liga) - durch ein 14:0 über FC Harzberg 08
* 1942/43 Platz 4 - einigen Quellen nach Platz 3
* 1943/44 Platz 3 - Spielgemeinschaft mit "Hildesheim 06" als "KSG Hildesheim 06/07"
* 1944/45 die Gauliga Südhannover-Braunschweig wird in 8 Gruppen aufgeteilt. In die Gruppe "Hildesheim" werden eingeteilt: "SC Harsum", "KSG Hildesheim 06/07", "Fortuna Lebenstedt" und "Concordia Hildesheim" - kriegsbedingt finden nur noch wenige Spiele statt
Hildesheim 06
* 1923 Aufstieg in die Südkreisliga (1. Liga) - in der Auf-/Abstiegsrunde als Tabellenerster
* 1923/24 Platz 8 - durch ein 4:1 über den VfL Helmstedt für die Auf-/Abstiegsrunde qualifiziert, diese Spiele als Tabellenvierter abgeschlossen und somit in die 2. Liga abgestiegen
* 1928 Aufstiegsspiele zur Bezirksliga (1. Liga) erreicht - Aufstiegsrunde ohne Sieg abgeschlossen
* 1928/29 Keine Punktspielrunde
* 1930 Aufstieg in die Oberliga Südhannover/Braunschweig (1. Liga)
* 1930/31 Platz 3 und für die Endrunde um die Norddeutsche Meisterschaft qualifiziert - vor 6000 Zuschauern gegen den Hamburger SV mit 2:3 verloren
* 1931/32 Platz 4 und für die Endrunde qualifiziert - Nach einem 4:2 Erfolg über Phönix Lübeck, folgt vor 6000 Zuschauern eine 1:4 Niederlage gegen Holstein Kiel und gegen Union Altona ein 0:4.
* 1932/33 Platz 5 - Entscheidungsspiel um Platz 4 gegen den VfB Peine mit 2:4 verloren, jedoch für die neue Gauliga qualifiziert
* 1933/34 Platz 8 - Gauliga (1. Liga) eingeführt
* 1934/35 Platz 8
* 1935/36 Platz 9 - Abstieg in die 2. Liga
* 1936/37 2. Liga - in der Aufstiegsrunde zur Gauliga gescheitert
* 1943/44 Platz 3 - in der Gauliga, als Spielgemeinschaft mit "Hildesheim 07"
* 1943/44 als Spielgemeinschaft mit Hildesheim 07 - kriegsbedingt finden nur noch wenige Spiele statt
= Nach 1945
=Nachdem 2. Weltkrieg verbietet die Britische Militärregierung jede Vereinstätigkeit. Doch schon im August geben die Briten dem Drängen der Menschen nach, es können sich die ersten Vereine (wieder) bilden.
So auch in Hildesheim, wo mit dem "Verein für Volkssport" (VfV) ein neuer Verein gegründet wird, ein Verein der zahlreiche Vorgängervereine unter einem gemeinsamen Dach vereint.
Der "VfV Hildesheim" spielt von 1946 bis 1967, immer in der ersten, bzw. der zweiten Liga, zeitweise gelingt es sogar der 2. Mannschaft bis in die Amateuroberliga (2. Liga) vorzudringen. Als der Fußball jedoch immer mehr kommerzialisiert wird, kann der VfV nicht mehr mithalten. Zu dieser Zeit wandern immer wieder wichtige Spieler zu den finanziell besser gestellten Vereinen ab, so dass mit Gründung der Bundesliga der VfV nur noch zweitklassig wird und sich der Abwärtstrend nicht wieder aufhalten lässt.
Ein Jahr nach dem VfV wird auch "Hildesheim 06" wieder zugelassen und tritt unter dem Namen "RSV Borussia 06 Hildesheim" zu den Meisterschaftsspielen an. In den folgenden Jahren wird der alte Zweikampf um die Fußballhierarchie in der Region wieder aufflammen. Mit einem Kraftakt versucht Borussia 06 ab 1951 den VfV von der heimischen Spitzenposition zu verdrängen und kann bis 1960 in der 2. Liga bestehen.
Der "TSV Algermissen", als Nachfolgeverein von "SV Algermissen 11", spielt von 1947-1951 in der 2. Liga und von 1951-1954 in der Amateurliga (3. Liga). "Concordia Hildesheim" schafft den Sprung in höhere Klassen hingegen nicht mehr, spielt aber immerhin von 1949-1959 und in der Spielzeit 1963/64 in der Amateurliga (3. Liga).
Mit den 1950er Jahren beginnt die Blütezeit des deutschen Fußballs. Auch durch den Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz ausgelöst, pilgern Woche für Woche die Zuschauer in die Stadien um den "eigenen" Verein zu unterstützen. Die Spieler kommen zumeist aus der Region und die finanziellen Auswüchse der späteren Bundesliga sind noch fern. In Norddeutschland ist das Ziel aller Träume die legendäre Oberliga-Nord.
VfV Hildesheim
* 1946 Gründungsmitglied der Oberliga Niedersachsen Staffel Süd (1. Liga)* 1946 Platz 10 - Abstieg - Es wird nur eine einfache Runde ausgespielt. In der Relegationsrunde kann der VfV sich nicht gegen den VfB Peine und dem VfB Braunschweig durchsetzen und muss absteigen.
* 1947 in die Landesliga Niedersachsen Staffel Hildesheim (2. Liga) eingruppiert - In Niedersachsen gibt es die fünf Staffeln Braunschweig, Hildesheim, Hannover, Osnabrück und Bremen.
* 1947/48 Platz 7
* 1948/49 Platz 8 - für die neue Amateuroberliga (2. Liga) qualifiziert
* 1949/50 Platz 8 - in der Amateuroberliga Niedersachsen Ost
* 1950/51 Platz 7
* 1951/52 Platz 3 - langsam nähert man sich einem Aufstiegsplatz und muss nur den VfL Wolfsburg und TuS Celle vor sich dulden
* 1952/53 Platz 3 - hinter Eintracht Braunschweig und dem VfL Wolfsburg. Vor mehr als 6000 Besuchern mit 3:2 gegen Eintracht Braunschweig gewonnen.
* 1953/54 Platz 4 - Am Ende der Saison auf Platz 1, punktgleich mit dem VfB Peine. Das Entscheidungsspiel gegen den VfB Peine mit 4:2 gewonnen und die Aufstiegsrunde erreicht. Der Staffelrivale Teutonia Uelzen erstreitet am grünen Tisch die Neuansetzung von zwei Spielen, wodurch der tatenlose VfV noch vom Aufstiegsrang rutscht.
* 1954/55 Platz 1 - Meister - am Ende der Aufstiegsspiele Punktgleich mit dem VfR Neumünster auf Platz 1. Das Entscheidungsspiel in Hamburg jedoch geht vor 8000 Zuschauern mit 0:2 verloren.
* 1955/56 Platz 6, Gewinner des Niedersachenpokals
* 1956/57 Platz 4
* 1957/58 Platz 1 - Meister - mit nur drei Saisonniederlagen, für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Die Aufstiegsspiele mit einem 1:0 über den VfB Oldenburg begonnen und am Schlusstag (26. Mai 1958) der Aufstiegsrunde vor 10.000 Zuschauern mit 7:3 über Union Altona erfolgreich. Zur selben Zeit steht es zwischen dem Heider SV und dem VfB Oldenburg 2:1, doch kurz vor Schluss gleicht Oldenburg, durch ein Eigentor des Heider SV, zum 2:2 aus. Dieses Ergebnis löst im Hildesheimer Friedrich-Ebert-Stadion einen Begeisterungssturm aus, so dass der Schlusspfiff im Freudenschrei der Zuschauer untergeht und der Platz gestürmt wird. Am nächsten Tag feiert Hildesheim seine Fußballhelden, mit einem Fackelzug durch die Gassen der Stadt und mit 20.000 Fans auf dem Marktplatz.
* 1958 Oberliga-Nord (1. Liga)
* 1958/59 Platz 13 - das Auftaktspiel gegen den VfL Wolfsburg vor 15.000 Zuschauern geht mit 0:1 verloren. Das erste Auswärtsspiel wird mit 2:0 beim VfL Osnabrück gewonnen. Eine Woche später kommt der Hamburger SV, der VfV spielt vor 16.000 Besuchern und unterliegt unglücklich mit 0:1. Nach elf Spieltagen rangiert der VfV auf einem Abstiegsplatz. Nach einem Trainerwechsel (Lachner kommt für Bornefeld) geht es langsam aufwärts und die 1. Liga kann gehalten werden.
* 1959/60 Platz 7 - der VfV nähert sich langsam der Spitzengruppe, gewinnt u.a. gegen den Hamburger SV mit 2:1 und bei Werder Bremen mit 2:1. Dieter Thun kommt von den eigenen Amateuren und erzielt insgesamt 17 Tore. Die 2. Mannschaft schafft den Sprung in die Amateuroberliga (2. Liga)
* 1960/61 Platz 8 - u.a. gegen Hannover 96 zweimal mit 2:0 und gegen Werder Bremen ebenfalls mit 2:0 gewonnen. Die 2. Mannschaft belegt in der Amateuroberliga Niedersachsen Ost den 14 Tabellenplatz. Im DFB-Pokal wird das Achtelfinale erreicht und nur kanpp mit 1:2 gegen den VfB Stuttgart verloren.
* 1961/62 Platz 3 - es wird die beste Saison des VfV und ganz Hildesheim hofft auf die Qualifizierung zur 1._Bundesliga. Nach sieben Spieltagen hat der VfV erst einen Punkt abgegeben (3:3 bei St._Pauli), bei Hannover 96 3:1 und Werder Bremen 1:0 gewonnen und dicht hinter dem Hamburger SV platziert. Hat nach Niederlagen bei Altona 93 und in Neumünster jedoch etwas an Boden verloren, als am 5. November 1961 der bisher ungeschlagene Hamburger SV kommt. Das für 18.000 Zuschauer zugelassene Stadion an der Johanniswiese (Friedrich-Ebert-Stadion) platz trotz Zusatztribünen aus allen Nähten. Nachdem weitere 3000 Zuschauer einen Platz gefunden haben, drängen nochmals 5000 Fans (Zäune werden niedergetrampelt) ins vollkommen überfüllt Rund. Die 26.000 Zuschauer sind zeuge, wie der unwiderstehlich aufspielende VfV dem HSV, durch Tore von Zimmermann (12. und 61. Minute) und Winkelmann (64. Minute), sowie dem nicht zu bezwingenden Torwart Gerstle, mit 3:0 auseinander nimmt. Die bisher unbesiegten Hamburger (Deutscher Meister 1960) um Uwe Seeler schleichen, an den begeisternd feiernden Zuschauern vorbei, bedröppelt in die Kabine. Die folgenden Monate liefert sich der VfV mit Werder Bremen ein Kopf an Kopf Rennen um die Vizemeisterschaft und somit um die Teilnahme zur Endrunde um die Deutsche_Meisterschaft, was gleichzeitig die Aussicht auf die Qualifikation zur neuen 1. Bundesliga würde bedeuten können. Als drei Spieltage vor Schluss Bremen in Nordhorn mit 6:0 gewinnt und Hildesheim mit einer 0:3 Niederlage aus Kiel heimkehrt, ist eine Vorentscheidung gefallen. Am Saisonende fehlen dem VfV nur zwei Punkte um die Endrunde zu erreichen, ist jedoch durch den dritten Platz erstmals für den Intertoto-Cup qualifiziert. Im DFB-Pokal wird durch einen 3:2 Erfolg über Westfalia Herne das Viertelfinale erreicht, welches jedoch der spätere Pokalsieger 1. FC Nürnberg für sich entscheidet. Die zweite Mannschaft hat unter den großen Erfolgen zu leiden und steigt als 16. aus der Amateuroberliga (2. Liga) ab.
* 1962/63 Platz 8 - ein Jahr vor Einführung der Bundesliga wird der Fußball immer mehr kommerzialisiert, Vereinstreue wird immer mehr zu einem Fremdwort. Der VfV verliert immer wieder Spieler, wie z.B. Dieter Thun an Werder Bremen, der Verein kann finanziell mit den Clubs aus Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Bremen und Hamburg nicht mithalten. Am Ende der Spielzeit reicht es immerhin noch zum 8. Tabellenplatz, jedoch ist somit die 1. Bundesliga kein Thema mehr und es muss für die Regionalliga geplant werden. Im Intertoto-Cup gelingt ein 1:0 Erfolg über Blau Wit Amsterdam. Die 2. Mannschaft belegt in der Amateurliga Niedersachsen Staffel V (3. Liga) den 4. Tabellenplatz.
* 1963 Regionalliga_Nord (2. Liga)
* 1963/64 Platz 13 - gleich in der ersten Saison spielt der VfV um den Abstieg und fällt in eine schwere Krise. Das zweite Team wird in der Amateurliga (mit Einführung der Bundesliga nur noch 4. Liga) Vizemeister und qualifiziert sich somit für die neue Verbandsliga
* 1964/65 Platz 15 - es geht weiter bergab, selbst ein 3:1 Erfolg beim FC St. Pauli kann den weiteren Sturz nicht aufhalten. Auch die 2. Mannschaft gerät in der Verbandsliga Süd in den Abwärtssog, ein Punkt fehlt am Ende zum Klassenerhalt.
* 1965/66 Platz 15 - es reicht nochmals zum Klassenerhalt und beim späteren Meister St. Pauli wird mal wieder gewonnen (1:0).
* 1966/67 Platz 16 - Abstieg - am Ende der Saison fehlt auf den TuS Bremerhaven 93 ein einziger Punkt, das Spiel beim FC St. Pauli geht in diesem Jahr verloren.
* 1967 Amateurliga Niedersachsen (3. Liga)
* 1967/68 Platz 2 - als Vizemeister für die Aufstiegsrunde zur Regionalliga qualifiziert - in den Aufstiegsspielen gelingt jedoch fast nichts mehr, nur ein Punkt wird geholt, die Mannschaft bricht anschließend vollkommen auseinander.
* 1968/69 Platz 16 - trotz des letzten Tabellenplatzes mit nur 10 Punkten, hat der VfV Glück und steigt nicht ab, weil Leu Braunschweig und Olympia Wilhelmshaven in die Regionalliga aufsteigen.
* 1969/70 Platz 15 - die Verbesserung um einen Platz reicht für den Nichtabstieg, weil dem SV Meppen der Aufstieg gelingt.
* 1970/71 Platz 15 - es geht mit dem Fußball in Hildesheim scheinbar wieder aufwärts. Die Winterpause verlebt der VfV auf einem gesicherten 9. Tabellenplatz. In der Rückrunde jedoch geht gar nichts mehr, je weiter die Saison fortschreitet umso tiefer sink der VfV in der Tabelle. Am Ende der Spielzeit steht der Verein auf einem Abstiegsplatz und diesmal gibt es keine Rettung vor der 4. Liga
* Von 1971 bis 1974 spielt der VfV in der Verbandsliga Süd (4. Liga) und kann sich nach ein paar Jahren langsam wieder an die Spitzengruppe herantasten. Da 1974 jedoch die 2. Bundesliga eingeführt wird, ist der VfV plötzlich nur noch in der 5. Liga.
* 1974 bis 1979 in der jetzt nur noch fünftklassigen Verbandsliga Süd. 1976 wird der Niedersachenpokal gewonnen. Im DFB-Pokal 1977/78 gewinnt der VfV gegen den Zweitligisten Alemannia Aachen mit 3:0 und zieht in die 3. Runde ein, die Mannschaft muss in der folgenden Runde jedoch beim Hamburger SV antreten und unterliegt mit 0:6.
* 1979 bis 1983 in der Landesliga West - Spielklasse wird 1979 umbenannt
* 1983 bis 1987 in der Landesliga Ost - Staffel wird 1983 gewechselt
* 1987 Meister und Aufstieg in die Verbandsliga Niedersachsen (4. Liga)
* 1987 bis 1994 in der Verbandsliga Niedersachsen - 1992/93 liegt der VfV zunächst aussichtsreich auf einem Aufstiegsplatz, verspielt diesen im weiteren Saisonverlauf jedoch. 1994 wird die Qualifikation zur neuen Oberliga Niedersachsen/Bremen verpasst und es geht in die 5. Liga.
* 1994 bis 1996 in der Verbandsliga West (5. Liga)
* 1996 bis 2001 in der Niedersachsenliga West - Spielklasse wird 1996 umbenannt
* 2001/02 Platz 1 - Meister und somit Aufstieg in die Oberliga (4. Liga) - Endlich, nach vielen Jahren taucht der Hildesheimer Fußball wieder in Norddeutschlands höchster Spielklasse, der Oberliga auf. Selbst Hannover 96 A gelingt es nicht, mit dem VfV Schritt zuhalten, gegen Spelle-Venhaus gelingt im 15. Spiel der 13. Sieg und mit rund 2000 Fans wird der Aufstieg gefeiert.
* 2002 Oberliga Niedersachsen/Bremen (4. Liga)
* 2002/03 Platz 12 - Der Aufsteiger erreicht Ende der Saison einen gesicherten Platz im Mittelfeld.
SV Borussia 06 Hildesheim
bis 1948 RSV Borussia 06 Hildesheim* 1948 Aufstieg in die Landesliga Niedersachsen Staffel Hildesheim (2. Liga)
* 1948/49 Platz 11 Abstieg - nach nur einem Jahr geht es wieder in die Amateurliga
* 1949 in der Amateurliga Niedersachsen V (3. Liga)
* 1949/50 Platz 6 - Lokalrivale Concordia Hildesheim wird Vizemeister
* 1950/51 Platz 2 - nur der Einbecker SV steht in der Endabrechnung mit einem Punkt vor Borussia 06
* 1951/52 Meister und Aufstieg in die Amateuroberliga Niedersachsen - die Verstärkung der Mannschaft zahlt sich mit dem Aufstieg aus, u.a. kommt der ehemalige 96er Winkeler, das Training übernimmt Ex-96er Kellner. Das Aufstiegsspiel wird beim SVG Göttingen gewonnen
* 1952 in der Amateuroberliga Niedersachsen Ost (2. Liga)
* 1952/53 Platz 7 - gegen den Lokalrivalen VfV wird zweimal ein 0:0 Unentschieden erreicht
* 1953/54 Platz 6 - am Ende fehlen nur noch drei Punkte, um mit dem VfV gleichzuziehen. Die direkten Vergleiche gehen jedoch mit 0:1 (beim VfV) und 1:3 verloren
* 1954/55 Platz 11
* 1955/56 Platz 5 - es ist soweit, Borussia 06 hat es geschafft und steht in der Abschlusstabelle mit einem Punkt vor dem Erzrivalen VfV und verdrängt den amtierendem Meister auf Platz 6
* 1956/57 Platz 11
* 1957/58 Platz 13 - während dem Stadtrivalen VfV der Aufstieg in die Oberliga-Nord gelingt, rutscht Borussia 06 langsam in die untere Tabellenhälfte ab
* 1958/59 Platz 9 - in der Tabelle geht es wieder aufwärts
* 1959/60 Platz 16 - Abstieg - Punktgleich mit Eintracht Braunschweig (A) und den Sportfreunde Ricklingen reicht es dennoch nicht für den Klassenerhalt. Besonders schmerzhaft ist der gleichzeitige Aufstieg der 2. Mannschaft vom Rivalen VfV in die Amateuroberliga.
* 1960 in der Amateurliga Niedersachsen Staffel V (3. Liga)
* 1960/61 Platz 16 - Abstieg - direkt nach dem Abstieg in die Amateurliga geht es weiter bergab. Am Saisonende fehlen Borussia 06 13 Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz.
* in den folgenden Jahren geht der Abstieg weiter.
* 1971 gelingt die kurzzeitige Rückkehr in die Bezirksliga.
* 2003 als die Mitglieder von Borussia 06 für den Zusammenschluss mit den Fußballern des VfV stimmen, spielt die Mannschaft in der Kreisliga Hildesheim.
Erfolge der Vorgängervereine
= VfV Hildesheim
=1. Liga
* 1921-23 (als Hildesheim 07)
* 1923-28 (als Hildesheim 07)
* 1939-41 (als Hildesheim 07)
* 1942-45 (als Hildesheim 07)
* 1946
* 1958-63 - Größter Erfolg in der Spielzeit 1961/62 mit Platz 3 in der Oberliga-Nord''
DFB-Pokal
1960/61 Achtelfinale
1961/62 Viertelfinale
1977/78 3. Runde
Niedersachenpokal
* 1956 Pokalsieger
* 1976 Pokalsieger
Intertoto-Cup
* 1962/63 1:0 gegen Blau Wit Amsterdam
= SV Borussia 06 Hildesheim
=Erstklassigkeit
* 1923/24 (als Hildesheim 06)
* 1930-33 (als Hildesheim 06)
* 1933-36 (als Hildesheim 06)
Zweitklassigkeit(Amateurliga / Amateuroberliga)
* 1948/49
* 1952-60
Südkreispokal
* 1933 Pokalsieger (als Hildesheim 06)
Weblinks
• VfV 06 Hildesheim
Quellen
* Vereinschronik des VfV, NfV, [http://www.f-archiv.de/ Das deutsche Fußball-Archiv], Hardy Grüne: Legendäre Fußballvereine Norddeutschland (ISBN: 3897842238).

