Borová Lada
Borová Lada (deutsch Ferchenhaid) ist eine Gemeinde mit 276 Einwohnern (1. Januar 2004) in Tschechien. Sie liegt 9 km östlich der bayerischen Grenze bei Finsterau in 895 m ü. M. im Böhmerwald an der Einmündung des Thierbaches (Vyd?í potok) und der Kleinen Moldau (Vltavský potok) in die Warme Moldau (Teplá Vltava).
Geschichte
Im Jahre 1721 errichtete Franz Adam Fürst zu Schwarzenberg am Zusammenfluss der Quellbäche der Moldau eine Jagdhaus. Ab 1750 besiedelte die Herrschaft Winterberg das Tal. In Ferchenhaid, das 1855 aus 26 Häusern bestand, lebten zu dieser Zeit 230 Menschen.
Im 19. Jahrhundert entstanden in dem Gebirgsdorf drei Sägemühlen, eine Mahl- und eine Hammermühle. Ein weiterer wichtiger Betrieb war die Streichholzfabrik Eibner. Gepfarrt war Ferchenhaid in die Pfarrkirche St. Martin im Nachbardorf Neugebäu.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der damit verbundenen Vertreibung der deutschen Bewohner wurden ab 1950 ganze Dörfer im Böhmerwald wie Kní?ecí Plán? aufgelöst, dessen Fluren zu Borová Lada kamen. Unter der kommunistischen Herrschaft fielen sowohl die St.-Martins-Kirche von Nový Sv?t als auch die Waldkapelle von Borová Lada dem Abriss zum Opfer.
Sehenswürdigkeiten
Im Hochmoor Chalupská sla? (Großer Königsfilz) befindet sich der größte Moorsee Tschechiens. Entlang eines Lehrpfads sind seltene Gewächse wie Latschenkiefern, Rotbirken und Rundblättericher Sonnentau zu finden.
Im Ort befinden sich zahlreiche Häuser in der traditionellen Volksbauweise des Böhmerwaldes.
Gemeindegliederung
Zur Gemeinde Borová Lada gehören die Ortschaften ?erná Lada (Schwarzhaid), Nový Sv?t (Neugebäu), Paseka (Passeken), ?indlov (Schindlau) und Svinná Lada (Seehaid).
Auf dem Gemeindegebiet liegen die nicht mehr bewohnten Weiler und aufgelassenen Orte ?eské Chalupy (Böhmisch Hütten), Hrabická Lada (Rabitzerhaid), Kní?ecí Plán? (Fürstenhut), Prav?tínská Lada (Gansauerhaid), Zahrádky (Mehregarten) und Zelená Hora (Grünberg).
Weblinks
• http://www.borova-lada.cz/

