Boris Michailowitsch Gurewitsch
Boris Michailowitsch Gurewitsch (23. Februar 1937) ist ein ehemaliger sowjetrussischer Ringer.Werdegang
Boris Gurewitsch begann als Jugendlicher mit dem Ringen. Der Ukrainer trat 1957 in die Sowjetarmee ein und wurde Mitglied des Armeesportklubs Kiew. Bereits 1958 sorge er in sowjetischen Ringerkreisen für Aufsehen, als er sowjetischer Meiter im Halbschwergewicht, freier Stil, vor dem erfahrenen Boris Kulajew und Anatoli Albul wurde. Bei der II. Völkerspartakiade der UdSSR 1959 unterlag er im Finale diesmal gegen Boris Kulajew, besiegte aber den Georgier Schota Lomidze und belegte den 2. Platz. Auch 1960 belegte er bei den sowjetischen Meisterschaften hinter Boris Kulajew aber vor Anatoli Albul den 2. Platz. 1961 holte er sich den sowjetischen Meistertitel im Halbschwergewicht zurück und gewann vor Albul und M. Zemljanow.
1961 begann auch die internationale Karriere von Boris Gurewitsch. Bei der Weltmeisterschaft in Yokohama unterlag er im Finale gegen Gholam Reza Takhti aus dem Iran und wurde Vizeweltmeister. Auch 1962 war er in Toledo/USA bei der Weltmeisterschaft am Start, schaffte drei Siege, unterlag aber dann gegen Mansoor Mehdizadeh aus dem Iran und Hassan Güngör aus der Türkei und kam nur auf den 4. Platz.
Da er sich in den folgenden Jahren auch in der Sowjetunion gegen seine harten Konkurrenten Anatoli Albul, Gennadi Strachow, Wladimir Gulutkin, Schota Lomidze und Alexander Medwed nicht mehr durchsetzen konnte, stockte seine internationale Ringerkarriere bis 1967.
Ab 1967 folgten aber noch vier Jahre mit den größten Erfolgen in der Laufbahn von Boris Gurewitsch.
Er wurde Olympiasieger 1968, Weltmeister 1967 und 1969 und Europameister 1967 und 1970 und verlor bei diesen fünf Turnieren keinen Kampf mehr.
1971 trat der Offizier der Sowjetunion vom internationalen Wettkampfgeschehen zurück.
Die Ergebnisse der internationalen Meisterschaften, an denen er Teilnahm sind im folgenden Abschnitt nachzulesen.
Internationale Erfolge
(OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft, F = freier Stil, Mi = Mittelgewicht, bis 1961 bis 79 kg Körpergewicht, ab 1962 bis 87 kg Körpergewicht, Hs = halbschwergewicht, bis 1961 bis 87 kg, ab 1962 bis 97 kg Körpergewicht)
* 1961, 2. Platz, WM in Yokohama, F, Hs, mit Siegen über Shunichi Kawano, Japan und Hassan Güngör, Türkei und einer Niederlage gegen Gholam Reza Takhti, Iran;
* 1962, 4. Platz, WM in Toledo/USA, F, Mi, mit Siegen über William Farrell, USA, Gezá Hollosi, Ungarn und Prodan Gardschew, Bulgarien und Niederlagen gegen Mansoor Mehdizadeh, Iran und Hassan Güngör, Türkei;
* 1967, 1. Platz, EM in Istanbul, F, Mi, mit Siegen über Gezá Hollosi und Prodan Gardschew und Unentschieden gegen Hassan Güngör und Francisc Bola, Rumänien;
* 1967, 1. Platz, WM in New Delhi, F, Mi, mit Siegen über Gezá Hollosi, Sigfried Handrock, DDR, Wayne Baugham, USA und Francisc Bola und einem Unentschieden gegen Prodan Gardschew;
* 1968, Goldmedaille, OS in Mexiko-Stadt, F, Mi, mit Siegen über Ronald Grinstead, Großbritannien, Robert Nihon, Bahamas, Jan Wypiorczyk, Polen und Lupe Lara, Kuba und Unentschieden gegen Prodan Gardschew und Jigjidym Munkhbat, Mongolei;
* 1969, 1. Platz, WM in Mar del Plata, F, Mi, mit Siegen über Hiroyoshi Fujigawa, Japan, Edward Millard, Kanada und Etienne Martinetti, Schweiz und Unentschieden gegen Rusi Petrow, Bulgarien und Henk Schenk, USA,
* 1970, 1. Platz, EM in Berlin, F, Mi, mit Siegen über Károly Bajko, Ungarn, Roland Andersson, Schweden, Kazimir Valach, CSSR und Umberto Marcheggiani, Italien
Quellen
* Documentation of International Wrestling Championships der FILA, 1976
* International Wrestling Database der Universität Leipzig
* div. Ausgaben der Fachzeitschrift ?Athletik? aus den Jahren 1958 bis 1970

